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Nach 46 Jahren: Lutere Gugger Obertoggenburg lösen sich auf

Die Lutere Gugger, die 1980 gegründet wurden, lösen sich per Ende Dezember 2026 auf. Der Entscheid fiel an der Hauptversammlung vor wenigen Tagen. Die Gugge hatte mit Mitgliederschwund zu kämpfen.
Die Lutere Gugge am «Lutere-Day» in Wildhaus im Februar 2025. Ende Jahr löst sich die Formation auf. (Bild: Christoph Heer)
Die Lutere Gugger am Monsterkonzert zu ihrem 40. Geburtstag in Wildhaus. (Bild: Christian Imhof)

Nun ist es Tatsache: Nach 46 Jahren Guggen-Geschichte gehen bei den Lutere Gugger Obertoggenburg die Lichter aus. An der Hauptversammlung vom 9. Mai beschlossen die Mitglieder, den Verein per Ende Dezember 2026 aufzulösen. Damit endet ein prägender Teil der regionalen Fasnachtstradition.

Bereits in der vergangenen Fasnachtssaison hatten sich die Lutere Gugger mit den Gämseli-Bögg aus Gams zusammengeschlossen und die Saison gemeinsam bestritten. Dieser Schritt deutete bereits an, dass die Zukunft des Vereins zunehmend unsicher geworden war.

Wie viele andere Guggenmusiken kämpfen auch die Lutere Gugger seit Jahren mit rückläufigen Mitgliederzahlen. «Es wird immer schwieriger, engagierte Musikantinnen und Musikanten für die Fasnacht zu begeistern und langfristig im Verein zu halten», schreibt die Gugge in einer aktuellen Mitteilung. Die Veränderungen in Freizeitverhalten und Vereinsleben hätten auch vor der Fasnachtsszene nicht haltgemacht.

Dekorierte Lokale von Wildhaus bis Lichtensteig

Die Lutere Gugger blicken auf 46 bewegte Jahre mit vielen Höhepunkten, geselligen Stunden und unvergesslichen Auftritten zurück. Die 1980 gegründete Guggenmusik Lutere Gugger Nesslau/Neu St.Johann wurden im Jahr 2014 zum Verein Lutere Gugger Obertoggenburg.

Besonders in Erinnerung bleiben werde der «Lutere Day» in Wildhaus, ein eigens organisiertes Fest mit Kinderfasnacht, Gast-Guggen, Festwirtschaft und dem tradtionellen Monsterkonzert. Auch der Spaghetti-Plausch in der Lichtensteiger Kalberhalle habe Jahr für Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher angezogen.

Die Lutere Gugger am Monsterkonzert zu ihrem 40. Geburtstag in Wildhaus. (Bild: Christian Imhof)

Teilnahme an Umzügen von St.Gallen bis Luzern oder Österreich

Die Teilnahme an regionalen und überregionalen Anlässen belebte die Vereinsgeschichte. Ob die Beizenfasnacht in über 30 dekorierten Lokalen von Wildhaus bis Lichtensteig oder die Teilnahme an der Parade im Europapark, Auftritte an der Ferienmesse in St.Gallen oder zahlreiche Mitwirkungen an Umzügen und Maskenbällen in Schaffhausen, Zürich, Aargau, Luzern oder Deutschland, Österreich und Liechtenstein – die Lutere Gugger waren weit über die Region hinaus bekannt und geschätzt.

«Mit der Auflösung endet zwar die Geschichte der Lutere Gugger, die Erinnerungen an zahlreiche Fasnachtsmomente, Freundschaften und musikalische Höhepunkte werden jedoch weiterleben», schreibt die traditionsreiche Gugge in ihrer Mitteilung. Bevor endgültig Schluss ist, wollen die aktiven Mitglieder jedoch noch einmal gemeinsam auf die vergangenen Jahrzehnte zurückblicken. Die Lutere Gugge gibt an, dass im September eine abschliessende Vereinsreise auf dem Programm steht – ein letztes gemeinsames Erlebnis, bevor sich der Verein offiziell verabschiedet. (pd/alr)

 
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