Mogelsberger Katholiken sagen einstimmig Ja zur Pfarrhaussanierung
Unter den 24 Stimmberechtigten, die sich am Donnerstagabend zur ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung im Pfarreiheim Mogelsberg versammelten, waren die Meinungen schon vor Beginn der Versammlung gemacht. Dies lässt zumindest der Verlauf des Abends vermuten.
Konnte doch der Präsident der Kirchenvorsteherschaft, Andreas Iten, die offiziellen Traktanden schon bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde wieder schliessen. Und das, obwohl er ausführlich die anstehenden Arbeiten schilderte. Das Verdikt der Versammlung – einstimmige Zustimmung – liess in seiner Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.
Aus einem Mietobjekt werden zwei
Fakt ist, dass das aus dem Jahr 1805 stammende, denkmalgeschützte Haus, die letzte grosse Totalsanierung im Jahr 1960 erlebte. Seitdem habe man nach dem Haus «sehr gut geschaut» und auch immer wieder Anpassungen an den modernen Wohnkomfort getätigt, sagte Andreas Iten.

Doch als nun im Januar 2026 die beiden letzten Mieter aus dem grossen, 7,5-Zimmer umfassenden Gebäude auszogen, hat sich die Kirchenvorsteherschaft Gedanken über die Zukunft des Gebäudes gemacht. Und kam dabei zum Schluss, dass das Pfarrhaus in den letzten Jahren «unterbelegt» gewesen sei. Die Konsequenz daraus: Eine Sanierung sollte dazu genutzt werden, um, unter dem Teileinbezug des Dachstocks, aus dem bisher einzigen Mietobjekt neu eine 5,5-Zimmer- und eine 3,5-Zimmer-Wohnung zu machen. Die untere Wohnung soll zudem behindertengerecht werden.
Kirche gewährt sich selbst ein Darlehen
Insgesamt kostet das Bauvorhaben Katholisch Mogelsberg 842'000 Franken. 240'000 Franken werden durch Eigenmittel aus Reserven finanziert. Der verbleibende Restbetrag von 600'000 Franken soll durch ein Darlehen geschultert werden. Dieses wird jedoch nicht durch Dritte, sondern kirchenintern finanziert. Sprich: Katholisch Mogelsberg gibt sich selbst ein Darlehen aus den eigenen Reserven, was die Körperschaft selbstredend viel günstiger zu stehen kommt als ein Bankkredit.
Auch könne man wohl noch mit einem Beitrag der Landeskirche rechnen, erklärte die Finanzverantwortliche, Gisela Schönenberger. Ein entsprechendes Gesuch ist bereits gestellt. Die Antwort aus St. Gallen steht aber noch aus. Weshalb man für die Abstimmungsunterlagen noch keine Gelder der Landeskirche einberechnet hatte.

Zeitnah sollen nun die Offerten für die Umbau- und Sanierungsarbeiten eingeholt werden. Dabei ist es das Ziel, möglichst viele Arbeit in der Region zu vergeben, sagte Andreas Iten. Dies soll nun rasch geschehen, sodass man im neuen Jahr mit den Arbeiten anfangen kann. Geht alles nach Plan, so sollen im Frühjahr 2027 die Wohnungen bezugsbereit sein. Auf ein genaues Datum wollte sich Andreas Iten jedoch nicht festlegen.
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