Lichtensteiger Findungskommission empfiehlt zwei Kandidatinnen fürs Schulpräsidium
Seit zwei Wochen ist klar: Gemeinderat Pascal Brändle (FDP) ist nicht der einzige Anwärter für das Schulpräsidium in Lichtensteig. Auch Margrit, genannt Mädi, Bergamin, Corinna Honegger und Simone Kramer sind im Rennen. Bis zum Ende der Meldefrist am 17. Juli könnte sich das noch ändern.
Nun meldet sich die Findungskommission zu Wort. Sie nominiert Mädi Bergamin und Simone Kramer für die Wahl des Schulpräsidiums. Dies teilt Roman Hug, Lichtensteiger SVP-Ortsparteipräsident, im Namen der Kommission in einem Communiqué mit.
Neutrales Auswahlverfahren für das Schulpräsidium
Der Entschluss, eine Findungskommission zu bilden, fiel im Frühjahr dieses Jahres nach einem Austausch mit den Ortsparteien und dem Gemeinderat. «Wir haben vollkommen überparteilich gehandelt. Unser Entscheid wurde nicht von politischen Interessen beeinflusst, denn alle fünf Ortsparteien sind personell in der Findungskommission vertreten», sagt Hug. Ausschlaggebend sei einzig die Qualifikation der Bewerbenden um das 20-Prozent-Pensum.
Sowohl Bergamin als auch Kramer hätten sich aktiv für die Nominierung beworben. Dies, nachdem mittels eines Flyers im Lichtensteiger Gemeindeblatt auf die Findungskommission aufmerksam gemacht worden war. Mit den vier besten Bewerbenden wurde ein persönliches Gespräch geführt. «Die Beurteilungen nahmen wir anhand dieser Gespräche und unseres Anforderungsprofils vor», sagt Hug. «Dabei wurde auch der Aufgabenbeschrieb der Gemeinde einbezogen.» Zudem sei die amtierende Schulpräsidentin Petra Stump beratend beigezogen worden.
Zwei Favoritinnen statt einer Wahlempfehlung
Dass nicht nur eine, sondern gleich zwei Personen von der Findungskommission nominiert wurden, kann Hug erklären: Bergamin und Kramer seien schlichtweg gleichauf. «Beide sind sehr fachkompetent, haben Erfahrung im Bildungswesen und Ahnung von schulischen Themen.» Kramer ist seit 17 Jahren als Schulleiterin von Primarschulen unterwegs, davor war sie Lehrerin und hat einen Master in Bildungsmanagement. Zu ihrer Kandidatur äusserte sie sich bereits vergangene Woche gegenüber dieser Zeitung.

Bergamin ist seit drei Jahren Kindergartenlehrperson in Wil. Zuvor arbeitete die 40-Jährige viele Jahre in Kindertagesstätten – teilweise in Führungsfunktionen – sowie als Vermittlerin der Tagesfamilien Toggenburg. Als Mutter schulpflichtiger Kinder kennt sie den Schulalltag auch aus Elternsicht. «Mir liegt die Bildung von Kindern sehr am Herzen. Unser Nachwuchs benötigt einen guten Ort, um sich zu entwickeln und ihr Potenzial zu entfalten», sagt Bergamin. Über die Unterstützung der Findungskommission freue sie sich sehr.

Am 1. September werden die Kandidierenden in der Kalberhalle in Lichtensteig offiziell vorgestellt. Wer das Amt der Schulpräsidentin oder des Schulpräsidenten übernehmen wird, zeigt sich an der Wahl am 27. September.
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