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Peter Stocker war einst Kantonsplaner von Glarus, jetzt ist er in der Umweltkommission Lichtensteig

Wenn über Energie und Nachhaltigkeit gesprochen wird, sind die Themen oft komplex. In Lichtensteig beschäftigt sich nicht nur der Gemeinderat mit diesen Herausforderungen, sondern auch die Umweltkommission. Ihr Präsident ist Peter Stocker.
Peter Stocker ist Vorsitzender der Umweltkommission Lichtensteig. (Bild: zvg)

Energie begleitet Peter Stocker seit vielen Jahren. Wichtig ist ihm die Frage, wie sich unsere Gesellschaft und Gemeinden langfristig entwickeln. «Hier möchte ich positiven Einfluss nehmen und mit tragfähigen Lösungen aus der Umweltkommission ansetzen», erklärt er.

«Energie begegnet uns täglich, meist ohne dass wir gross darüber nachdenken», sagt Peter Stocker. Das Licht brennt, unsere Büros sind warm, elektronische Geräte laufen. Hinter dieser Selbstverständlichkeit steckt jedoch eine Infrastruktur, die geplant, unterhalten und weiterentwickelt werden muss. Genau an dieser Schnittstelle bewegt sich Peter Stocker seit vielen Jahren. Sein beruflicher Hintergrund hat ihn früh mit Fragen rund um Energieversorgung, Effizienz und technische Systeme in Kontakt gebracht. Dabei stand für ihn nie ausschliesslich die Technik im Vordergrund.

Denn Energie betrifft nicht nur Anlagen, Leitungen oder Verbrauchszahlen. Sie beeinflusst, wie wir wohnen, arbeiten und unseren Alltag gestalten. Peter Stocker meint: «Für Gemeinden stellt sich deshalb immer wieder die Frage, wie Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit miteinander verbunden werden können.»

Passende Lösungen fürs Städtli entwickeln

Die Mitarbeit in der Umweltkommission bietet die Möglichkeit, diese Themen auf lokaler Ebene mitzugestalten. Entscheidungen, die in der Gemeinde getroffen werden, sind oft unmittelbar sichtbar. Sie betreffen öffentliche Gebäude, die Nutzung von Energie, die Entwicklung von Quartieren oder den Umgang mit natürlichen Ressourcen.

«Genau diesen konkreten Bezug schätze ich», sagt Peter Stocker, und weiter: «Statt über abstrakte Konzepte zu diskutieren, geht es darum, Lösungen zu finden, die zu Lichtensteig passen».

Projekte, die sichtbar werden

Besonders deutlich zeigt sich dies bei den aktuellen Energieprojekten in Lichtensteig. «Ein wichtiges Vorhaben ist der geplante Wärmeverbund», erklärt Peter Stocker. Parallel dazu beschäftigt sich Lichtensteig mit dem Ausbau der lokalen Stromproduktion. Peter Stocker erklärt: «Auf dem Oberstufenschulhaus haben wir im letzten Jahr eine Photovoltaikanlage als Beteiligungsmodell erstellt und wir sind nun im Aufbau einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG)».

Beide Projekte zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht allein aus strategischen Zielen besteht. Entscheidend seien «das Machen» und die «3 G»: Geduld, Geld und Glück.

Mit Blick nach vorne

Lichtensteig hat in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte angestossen und sich immer wieder mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Es konnte auch schon vieles erreicht werden. «Seit 2016 ist die Gemeinde Trägerin des Energiestadtlabels und seit dem letzten Jahr dürfen wir uns auch ‹Grünstadt› nennen», sagt Peter Stocker stolz. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich diese Projekte weiter entfalten. (pd)

Artikel: http://www.vaterland.li/regional/ostschweiz/lichtensteig-peter-stocker-leitet-die-umweltkommission-art-740373

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