Ländler-Openair in Bazenheid: Erste Ausgabe des Birk'n'Sound lockte 1000 Besuchende an
«Treffpunkt für alle, die Ländlermusik lieben und Openair-Stimmung schätzen.» So war für das erste Ländler-Openair Birk’n’Sound beim Birkenhof in Bazenheid geworben worden. «Das Echo hat unsere Erwartungen erfüllt», sagt der zufriedene OK-Präsident Sandro Götschi. Es seien gut 1000 Menschen auf dem Platz, bunt gemischt von Jung bis Alt.
Das heisse Sommerwetter beurteilte er als Vorteil. Immer mehr Menschen würden ihre Entscheide kurzfristig treffen. Im Vorverkauf seien 400 Tickets weggegangen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden sei spontan zum Openair erschienen.
Der Birkenhof, idyllisch nördlich von Bazenheid gelegen, gehört Franz Sennhauser. Er ist OK-Mitglied und Bauchef des Openairs und hat das Festgelände zur Verfügung gestellt. Im Openair-Namen Birk’n’Sound steckt die Bezeichnung des Bauernhofs.

Volkstümliche Klänge und Melodien
Von 14 Uhr bis nach Mitternacht lösten sich musikalische Darbietungen ab. Den Auftakt auf der Bühne machten die Gebrüder Steinauer, gefolgt von der Kapelle Fadegraad. Das Ländlertio Küwy wurde anschliessend von den Tschäggerlibuebe abgelöst. Das halbe Dutzend voll machten das Schwyzerörgeli-Trio Vollgas und die Steibach Buam. Ausserdem hatten das Alphorn-Trio Mühlrüti, der Jodelclub Kirchberg-Bazenheid und die Trychlerfründe Mosnang ihre Auftritte. Zum Abschluss spielten die Goldiger Örgelibuebe im Zelt. Moderiert wurden die Darbietungen von Andy Zellweger von Radio Top und dem Akkordeonisten und Sänger Gabriel Streule.
Fussballfans mussten sich hingegen anderweitig umsehen. Das Openair wurde nicht bis zum WM-Viertelfinalspiel der Schweiz gegen Argentinien um 3 Uhr morgens verlängert. «Es gibt zahlreiche Public-Viewing-Möglichkeiten in der Region», sagte OK-Chef Götschi, «ihnen wollten wir keine Konkurrenz machen.»

Grosszügig bemessenes Festareal
Auf dem Festgelände zirkulierte das Publikum, bediente sich an den Ausgabestellen für Getränke und Speisen und unterhielt sich in den beiden Festzelten und an den Apéro-Tischen. Vor der Bühne wurde zu den musikalischen Darbietungen geschunkelt, geklatscht und getanzt.
Fünf junge Männer waren aus Appenzell angereist. Ihr besonderes Interesse galt der Kapelle Fadegraad; vier jungen Musikanten, die ebenfalls aus Innerhoden stammen. Ebenso grosses Interesse an volkstümlicher Musik – besonders auch von jungen Formationen gespielt – bekundeten die beiden Freunde Marcel Brühwiler und Paul Kugler aus Wiezikon bei Sirnach. Brühwiler gab als weiteren Grund an, dass zwei seiner Schwiegersöhne im OK mitwirkten.

Ideenreiches Organisations-Team
Interessant ist auch die Vorgeschichte des Openairs. Am 12. Dezemer 2012, mittags um 12.12 Uhr, haben zwölf Bazenheider Männer den Zwölferclub gegründet. Der neue Club sollte die Lücke im Veranstaltungskalender abdecken, die nicht von bestehenden Vereinen ausgefüllt ist. Vor allem im Bereich Kultur wollte man Dienstleistungen anbieten.
Mit Stolz wird zum Beispiel auf die Organisation des ersten Winterzaubers in Bazenheid im Jahre 2019 hingewiesen. Auch das Toggenburger Verbands-Schwingfest geht auf die Initiative des Zwölferclubs zurück. Der Club bemüht sich um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er kann nun auch auf das erste erfolgreiche Ländler-Openair in Bazenheid zurückblicken.

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