Führungswechsel: Der ehemalige Organisator der Kirchberger Viehschau stellt die schönste Kuh
Für einmal profitierte die Kirchberger Gemeinde-Viehschau nicht von trockenem und sonnig-warmem Herbstwetter: Nieselregen und zwölf Grad Celsius. Doch die Besucher kamen trotzdem in Scharen. Schon die Auffuhr am Morgen zog zahlreiche Schaulustige an.
Auch zahlreiche Kinder und Jugendliche wuselten auf dem Schauplatz umher. «Mir gefallen die herzigen Kälbchen. Die streichle ich am liebsten den ganzen Tag», sagte ein Mädchen aus Kirchberg. Der Junge neben ihr ergänzte. «Ich verfolge die Wahlen und tippe vorher jeweils auf eine Kuh. Heute lag ich aber immer daneben», sagte er lachend. Er will dereinst das Handwerk des Landwirtes erlernen.

Vier Landwirte haben abgesagt
In den vergangenen vier Jahren hatte Bruno Nagel als OK-Präsident die Verantwortung der Kirchberger Gemeindeviehschau getragen. Auf dieses Jahr hin übergab er das Zepter an Valentin Schättin. Gemerkt hat man diese Veränderung nicht. Der Tagesablauf funktionierte wie eh und je. Dieses Jahr wurden an die 800 Tiere von 33 Landwirten aufgefahren. «Aus unterschiedlichen Gründen haben vier Landwirte ihr Kommen abgesagt. Das gibt es immer wieder mal. Ansonsten zählen wir bis an die 900 Tiere», sagte der neue OK-Präsident. Nagel amtet noch als Präsident des organisierenden Landwirtschaftlichen Vereins Kirchberg, wird aber auch jenes Amt in naher Zukunft abgeben.

Wie immer wartete das Gros der Anwesenden auf den Viehschau-Höhepunkt, die Miss-Wahlen. Und plötzlich ertönte ein lauter Jubelschrei von Bruno Nagel. Seine «Dahlia» mit Jahrgang 2021 wurde zur neuen Miss Bazenheid gekürt. «Da hat genau der Richtige gewonnen», sagte ein Mann am Schauring applaudierend. Und auch der neue OK-Präsident mochte es seinem Vorgänger gönnen. «Ein tolles Abschiedsgeschenk», sagte Schättin. Bereits vor drei Jahren hatte «Dahlia» den Nachhauseweg als Miss Bazenheid angetreten.

Das Finale findet in Wattwil statt
Ihr gegenüber wurde «Sedri», ebenfalls Jahrgang 2021, zur neuen Miss Kirchberg gewählt. Im Stall von Stefan Thoma in Müselbach zuhause, liess sie sich geduldig die Schärpe umhängen. Die Juroren sagten, dass die Tiere an der Kirchberger Viehschau durch ihr hohes Niveau glänzten.

Mit Nesslau (1099 Tiere) und Kirchberg (rund 800 Tiere) sind die grössten Toggenburger Viehschauen in den vergangenen Tagen über die Bühne gegangen. Am kommenden Mittwoch (14. Oktober) stehen nun noch die Viehschauen Krinau und Henau-Oberuzwil an. Die Toggenburger Herbstschau ist auf den 31. Oktober angesetzt, der Fürstenlandcup in der Markthalle Wattwil auf den 28. November.
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