­
­
­
­

Ein Überlaufbecken, Schulraum und Alterszentrum: Wichtige Entscheide stehen an

Kirchbergs Bürgerinnen und Bürger entscheiden im Herbst über einen 3,9-Millionen-Kredit für ein Überlaufbecken. Im neuen Jahr werden sie befragt, ob sie eine gemeinsame Oberstufe möchten, und können über die Zukunft des Seniorenzentrums Solino bestimmen.
von Beat Lanzendorfer
Unterhalb von Wolfikon soll ein unterirdisches Regenüberlaufbecken entstehen, das dem Gewässerschutz dient. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Gemeinde Kirchberg beschäftigt sich in den kommenden Monaten mit drei grösseren Projekten. Am 29. November entscheiden die Stimmberechtigten über einen Baukredit im Umfang von 3,89 Millionen Franken, mit dem ein Regenüberlaufbecken im Gebiet Wolfikon realisiert werden soll.

Dann wird im Herbst eine Konsultativbefragung aufgegleist, bei der geklärt werden soll, wie die Bevölkerung zu einer gemeinsamen Oberstufe für Kirchberg und Bazenheid steht. Beide Dörfer wären möglicher Standort für diese Schule. Die konkrete Befragung soll anfangs 2027 durchgeführt werden.

Zu guter Letzt geht es um den Zusammenschluss der Seniorenzentren Sonnegrund in Kirchberg sowie Solino in Bütschwil (diese Zeitung berichtete) zu einem Zweckverband. Gemäss Informationen des Kirchberger Gemeinderates werden die Stimmberechtigten voraussichtlich am 28. Februar 2027 über den Beitritt zum Zweckverband entscheiden. Nebst dem Entscheid an der Urne muss auch die Gemeindeordnung angepasst werden. Dieses Geschäft werde an der Bürgerversammlung am 2. April 2027 behandelt.

Gewässerschutz soll verstärkt werden

Das neue, unterirdische Regenüberlaufbecken in Wolfikon wird bei starken Niederschlägen das Mischabwassersystem entlasten und den Gewässerschutz beim Husenbach verbessern. So steht es im Kirchberger Mitteilungsblatt.

Im Rahmen der Generellen Entwässerungsplanung (GEP) der Politischen Gemeinde Kirchberg sei bereits im Jahr 2005 die Notwendigkeit eines Regenüberlaufbeckens (RÜB) am Standort Wolfikon festgestellt worden. Diese Massnahme sei in der GEP-Überarbeitung 2017-2020 bestätigt und als Massnahme festgelegt worden.

Wie die Gemeinde auf Anfrage schreibt, würde heute bei einem grösseren Regenereignis Abwasser in den Husenbach gelangen. Dies soll verhindert werden. Wie die Gemeinde weiter schreibt, handle es sich beim Bauprojekt nicht um ein Hochwasserschutzprojekt, sondern um eine Massnahme zugunsten des Gewässerschutzes.

Deshalb werde am 29. November über den Baukredit im Umfang von 3,89 Millionen Franken abgestimmt. Bei einem Ja an der Urne sei ein Baustart im Sommer 2027 realistisch, schreibt die Gemeinde. Dann könne mit einer Inbetriebnahme im Herbst 2028 gerechnet werden. Es ist vorgesehen, das Bauwerk komplett unterirdisch zu erstellen. Es wird über ein Speichervolumen von 800 Kubikmetern verfügen.

Artikel: http://www.vaterland.li/regional/ostschweiz/kirchberg-entscheidet-ueber-drei-wichtige-projekte-art-756310

Copyright © 2026 by Vaduzer Medienhaus
Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung.

­
­