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«Scheitern, aufstehen, weitermachen»: 195 junge Menschen feiern ihren Abschluss in Wattwil

An der Diplomfeier der Kantonsschule Wattwil rückte Rektor Martin Gauer eine ungewohnte Botschaft in den Fokus. Warum Scheitern Teil des Lebens ist und welche Schülerinnen und Schüler besonders ausgezeichnet wurden.
Sechs Maturandinnen und ein Maturand durften für Spitzenleistungen Anerkennungspreise in Empfang nehmen. (Bild: Josef Bischof)
Sie spielten die Eigenkomposition «Sunnufgang», eine Neuinterpretation der Appenzeller Volksmusik, von Tobias Eberhard. (Bild: Josef Bischof)
Martin Gauer, Rektor der Kanti Wattwil, richtete launige Worten an die Jugendlichen. (Bild: Josef Bischof)
Die Maturandinnen und Maturanden wurden klassenweise zur Überreichung der Zeugnisse aufgerufen. Eltern fotografierten und filmten. (Bild: Josef Bischof)

«Wenn es draufangekommen ist, habt ihr eure Leistungen immer auf den Punkt gebracht.» Das attestierte Martin Gauer, Rektor der Kantonsschule Wattwil, den 195 Diplomierten. Die Absolventen hätten auch gelernt, zu scheitern, sagte der Rektor. Dies klinge wenig schmeichelhaft, sei aber umso wichtiger. «Scheitern, aufstehen, weitermachen: Das ist das Leben.»

Sie spielten die Eigenkomposition «Sunnufgang», eine Neuinterpretation der Appenzeller Volksmusik, von Tobias Eberhard. (Bild: Josef Bischof)

Den Maturandinnen und Maturanden des Gymnasiums sowie den Absolventinnen und Absolventen der Fachmaturitätsschule wurden ihre Abschlusszeugnisse und eine rote Rose überreicht. Zum Auftakt der Feier spielten Schülerinnen und Schüler zwei Eigenkompositionen von Maturanden.

Den einfachsten Weg finden

Rektor Martin Gauer verabschiedete die Absolventinnen und Absolventen mit launigen und tiefsinnigen Worten. Unter anderem zitierte er eine Anekdote eines Industriepioniers. Dieser soll die schwierigsten Aufgaben bewusst immer den faulsten Arbeitern zugeteilt haben. Die einfache Begründung: Genau diese Arbeiter finden den einfachsten Weg. Allerdings warnte der Rektor: «Nicht jede Faulheit ist Wissenschaftlichkeit.» Sehr oft aber beginne Wissenschaftlichkeit mit der Frage: «Geht das wirklich nicht einfacher?»

Martin Gauer, Rektor der Kanti Wattwil, richtete launige Worten an die Jugendlichen. (Bild: Josef Bischof)

Bemerkenswert auch der Zukunftswunsch des Rektors für die jungen Menschen: «Bleibt neugierig. Bleibt mutig. Bleibt freundlich – besonders dann, wenn es euch nichts nützt.» Das bezeichnete er als die eigentliche Reifeprüfung, welche ein Leben lang dauere.

Herausragende Leistungen

Sieben Maturandinnen und Maturanden wurden für ausserordentliche Leistungen ausgezeichnet. Den Anerkennungspreis des Lions Club Rapperswil bekam Tessa Gussow, St.Gallen. Sie hat mit der Note 5,769 die beste Maturitätsprüfung abgelegt. Ihr Schwerpunktfach ist Wirtschaft und Recht.

Annika Mohr, Uznach, gewinnt einen Anerkennungspreis der Gemeinde Wattwil für die beste Maturitätsprüfung im Schwerpunktfach Italienisch. Ein Anerkennungspreis der Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg geht an Leticia Jedynska, Jona; Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten. Leila Truniger, Dreien, wird ebenfalls mit einem Anerkennungspreis der Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg ausgezeichnet; Schwerpunktfach Musik.

Die Maturandinnen und Maturanden wurden klassenweise zur Überreichung der Zeugnisse aufgerufen. Eltern fotografierten und filmten. (Bild: Josef Bischof)

Jana Störi, Ulisbach, erhält auch einen Anerkennungspreis der Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg; Schwerpunktfach Biologie und Chemie. Der Anerkennungspreis der Weber AG, Wattwil, geht an Yannik Lützen, Ebnat-Kappel; Schwerpunktfach Physik und Anwendungen der Mathematik. Jade Zinno, Jona, bekommt einen weiteren Anerkennungspreis der Gemeinde Wattwil; ihr Schwerpunktfach ist Spanisch.

 
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