HSG bekommt neue Amerika-Professur für 3,1 Millionen Franken – wer wird sie besetzen?
Die Universität St.Gallen (HSG) wird ein Stück transatlantischer. Bereits in ihrem «Strategic Plan 2030» hat die HSG als eines von drei profilbildenden Schwerpunktthemen die «Führung und Wettbewerbsfähigkeit in einer geopolitisch fragmentierten Welt» definiert. Die transatlantischen Beziehungen spielen dafür eine zentrale Rolle. Nun soll eine neue Associate-Professur für Amerika-Studien diesen Themenbereich ergänzen. Die Stelle soll im Verlauf des Jahres 2027 besetzt werden.
Das Geld dafür kommt von der «Claudine und Hans-Heiner Zaeslin-Bustany-Stiftung» mit Sitz in Basel. Diese hat sich in ihrem Stiftungszweck der Stärkung der transatlantischen Beziehungen verschrieben. Dafür unterstützt sie Institutionen und Projekte im Bereich der höheren Ausbildung und fördert Kontakte zwischen schweizerischen und amerikanischen Universitäten in den Bereichen Wirtschafts- und Rechtswissenschaften sowie Management.
«Eine der Stärken der HSG liegt darin, an den Schnittstellen genau dieser Fachrichtungen zu agieren und Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammenzuführen», heisst es in der Medienmitteilung der HSG. Zudem könne sie mit ihrem Fachbereich «Amerikanische Studien» und ihrem Netzwerk aus 28 Partneruniversitäten in den USA auf wertvolle Erfahrungen und Kontakte bauen.
Die Fördersumme von 3,1 Millionen Franken wird über einen Zeitraum von zehn Jahren jeweils zu gleichen Teilen an die HSG ausbezahlt, schreibt die Universität. Diese Mittel ermöglichen die Finanzierung der 100-Prozent-Associate-Professur inklusive einer Doktorandenstelle.
Ein prominenter Name steht im Raum
Wer den neuen Professorenstuhl dereinst besetzen soll, ist noch unklar: «Es ist tatsächlich noch keine Person bestimmt», schreibt die HSG-Kommunikationsstelle auf Anfrage. Eine offensichtliche Favoritin für den Posten ist schnell gefunden: Claudia Brühwiler arbeitet derzeit als ständige Dozentin für amerikanisches politisches Denken und Kultur an der HSG. Besonders seit dem politischen Aufstieg Donald Trumps und der damit verbundenen Neuausrichtung des amerikanischen Konservatismus ist sie als Expertin gefragt und regelmässig in den Medien präsent. Auf Brühwiler angesprochen, schreibt die HSG-Medienstelle: «Wie üblich können sich auch interne Kandidatinnen und Kandidaten bewerben.»

Für die Professorenstelle gelte das übliche Berufungsverfahren für Associate Professuren an der HSG. Das Verfahren werde durch die zuständige School of Humanities and Social Sciences geführt, wo die Professur angegliedert sein werde. Als Kriterien für das Auswahlverfahren zählen laut HSG-Website unter anderem wissenschaftliche Exzellenz, Exzellenz in der Lehre, Erfahrung in der Führung von Forschungsgruppen oder Erfolge in der Drittmittelakquise.
Das Berufungsverfahren beginnt mit der Freigabe der zu besetzenden Professur durch das Rektorat. Darauf folgt die Zusammensetzung einer Berufungskommission, die das Anforderungsprofil und die Entscheidungskriterien für die Professur festlegt. Die Verantwortung für den Berufungsprozess obliegt dem Rektor.
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