­
­
­
­

Am ersten Juniwochenende dröhnen in Hemberg die Motoren

Noch eine Woche, dann findet im Neckertal zum 13. Mal das Rennspektakel statt. Die Teilnehmerzahlen sind rekordverdächtig. Nun hoffen die Organisatoren auf ideales Rennwetter.
Das Bergrennen Hemberg zieht jedes Jahr viel Publikum – ob jung oder alt – an. (Bild: Ralph Ribi)
Werner Knaus, Co-OK-Präsident des Hemberg Bergrennen, plant seit letztem September an der diesjährigen Ausführung. (Bild: zvg)
Dieses Jahr wird es keinen Superpuma Einsatz wie im Vorjahr geben, stattdessen unter anderem eine Driftshow. (Bild: Ralph Ribi)
Das Bergrennen mobilisiert die Dorfbevölkerung. Viele stellen ihre Garagen und Vorplätze als Rennlager zur Verfügung. (Bild: Ralph Ribi)

Das 13. Hemberger Bergrennen steht an. Noch eine Woche, dann rasen am 6. und 7. Juni Geschwindigkeitsbegeisterte den gut 1700 Meter langen Strassenabschnitt zwischen Bächli und Hemberg hinauf. Allerdings dröhnen dieses Jahr die Motoren eine Woche früher als bisher durchs Neckertal.

Die Verschiebung um eine Woche hat einen Grund: Seit letztem Jahr findet während des zweiten Juniwochenendes auch ein Bergrennen in La Roche statt. Nun haben sich die Veranstalter in Hemberg dazu entschieden, das Bergrennen im Toggenburg um eine Woche vorzuziehen. Daran soll sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern, betont Werner Knaus, der gemeinsam mit Max Schrepfer das Co-Präsidium des Organisationskomitees innehat und das Rennen zusammen mit den weiteren OK‑Mitgliedern organisiert.

Verwendung von synthetischem Sprit nimmt zu

Letzlich hat sich der Terminkonflikt zwischen den Bergrennen nicht nur auf die Teilnehmenden-, sondern auch auf die Besucherzahl beider Veranstaltungen ausgewirkt. Werner Knaus sagt, dass im letzten Jahr besonders Fahrerinnen und Fahrer aus der Romandie den kürzeren Anfahrtsweg nach La Roche bevorzugten. Die Verschiebung aufs erste Juniwochenende scheint sich zu bewähren: Nach Anmeldeschluss vom 13. Mai zählt die Startliste rund 220 Fahrerinnen und Fahrer. «Das ist ein absoluter Rekord», so Knaus. Bei idealem Rennwetter erwarten die Organisatoren zudem wie in vergangenen Jahren etwa 8000 Besucherinnen und Besucher.

Werner Knaus, Co-OK-Präsident des Hemberg Bergrennen, plant seit letztem September an der diesjährigen Ausführung. (Bild: zvg)

Die hohe Teilnehmerzahl hängt auch damit zusammen, dass das Bergrennen in Hemberg nach der ersten Kooperation vergangenen Jahres, erneut Teil des deutschen KW Berg-Cups ist: «Die rund 30 Fahrerinnen und Fahrer kommen wieder, da es ihnen sehr gefallen hat», so Knaus. Neben der Teilnehmerzahl nehme zudem auch die Verwendung von «Syn-Fuel» zu, einem synthetischen Kraftstoff, der den CO₂-Ausstoss im Vergleich zu gewöhnlichem Sprit um bis zu 85 Prozent senken kann.

Anstelle der Spezialeinlage der letztjährigen Superpuma-Show sind wie in Vorjahren verschiedene Show-Blöcke mit Renntöffs, Rennkarts und Oldtimern geplant, die die Rennstrecke für Showfahrten unter die Räder nehmen: «Dieses Jahr bleiben wir auf dem Boden. Besucherinnen und Besucher dürfen sich zudem nicht nur auf eine Driftshow mit Swen Burkhard, sondern auch auf die schnellste Badewanne der Welt freuen», so Knaus.

Dieses Jahr wird es keinen Superpuma Einsatz wie im Vorjahr geben, stattdessen unter anderem eine Driftshow. (Bild: Ralph Ribi)

Rund 400 Helfende im Einsatz

Das Bergrennen Hemberg mobilisiert die Bevölkerung Hembergs geradezu. Viele Familien stellen ihre Garagen und Vorplätze als Rennlager zur Verfügung und beherbergen Rennfahrerinnen und Rennfahrer. «Viele der Teilnehmenden pflegen enge Kontakte zu den Einheimischen», sagt Knaus. Dementsprechend variiert auch das Alter der Fahrerinnen und Fahrer: Von ungefähr 25-Jährigen bis 70-Jährigen sei alles vertreten, sagt der Co-Präsident. Einige Fahrer seien seit Jahren dabei, andere treten in Hemberg das erste Mal vor Zuschauern aufs Gaspedal.

Das Bergrennen mobilisiert die Dorfbevölkerung. Viele stellen ihre Garagen und Vorplätze als Rennlager zur Verfügung. (Bild: Ralph Ribi)

So steht das Bergrennen nicht nur im Zeichen von Tempo und Motoren, sondern ist für alle Beteiligten ein Ort der Begegnung. Auch wenn die Rennfahrerinnen und Rennfahrer erst ab Samstag auf der Strasse sind, fängt der Anlass schon vorher an: «Bereits ab Freitagabend läuft unser Festbetrieb», sagt Knaus. Damit meint er das Festzelt auf dem Hemberger Postplatz, das sowohl Treffpunkt für Gäste und Vereine als auch für Teilnehmende zugleich ist.

Um am nächsten Freitag dann aber bereit zu sein, wird kommenden Montag mit den Aufbauarbeiten begonnen. Benötigtes Material für die Sicherung der Rennstrecken, aber auch für den Gastrobetrieb, wurde bereits angeliefert. Für den Anlass stehen insgesamt rund 400 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Gesperrt ist die Rennstrecke dann ab Samstag, 7 Uhr.

Besucherinnen und Besuchern wird die Anreise mit dem ÖV via Wattwil empfohlen, wo kostenlose Shuttle-Busse zur Verfügung stehen. Für Personen, die mit dem Motorrad anreisen, ist die Anfahrt nur aus Richtung Nesslau und Ebnat-Kappel möglich. Die Eingänge für die Zuschauerbereiche befinden sich einerseits im Startbereich Bächli, andererseits im Zielbereich Hemberg.

 
Lädt

Schlagwort zu Meine Themen

Zum Hinzufügen bitte einloggen:

Anmelden

Schlagwort zu Meine Themen

Hinzufügen

Sie haben bereits 15 Themen gewählt

Bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

Entfernen

Um «Meine Themen» nutzen zu können, stimmen Sie der Datenspeicherung hierfür zu.

Kommentare
Keine Kommentare

    Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben

Kommentare hinzufügen

Ähnliche Artikel

AboLeidenschaft für Motoren und Fahrzeuge

«Die Atmosphäre beim Rennen hat mich geflasht»

Die Stimmung, die Energie, das Adrenalin und die Zeit mit Menschen, die die gleiche Leidenschaft haben: Für Luca Frick sind die Ausflüge auf die Rennstrecke pure Freude.
17.03.2026
Abo

Gesamtsieger wurden ausgezeichnet

Der MTF-Ski-Nachwuchs-Cup ist Geschichte. Die letzten Rennen und der Abschlussabend im Gemeindesaal Schellenberg fanden statt.
16.03.2026
­
­