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Schnelle Glace für heisse Tage: So gelingt Glace mit gefrorenen Früchten ohne Maschine

Wem ein Pralinato zu rahmig und eine Rakete zu klebrig ist, der verschwindet in der kühlen Küche und macht seine Glace kurzerhand selbst. Nur 30 Minuten braucht es dafür.
von Diana Hagmann-Bula
Foodblog Ostbröckli (Bild: Diana Hagmann-Bula)
Drinnen Glace zubereiten: Ein schöner Zeitvertreib bei Sommerhitze. (Bild: Diana Hagmann-Bula)
Mit dem Bretzeleisen gelingen Cornets gut. (Bild: Diana Hagmann)
Achtung, Finger nicht verbrennen. (Bild: Diana Hagmann-Bula)
Ostbröckli-Autorin Diana Hagmann-Bula. (Bild: Benjamin Manser)

Wenn dieser Sommer nicht alle Glacerekorde bricht! Das Wetter verleitet dazu, schon morgens das Tiefkühlfach zu öffnen und die Ausnahme zur Gewohnheit zu machen. Glace, das geht nun auch vor 13 Uhr.

Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Es war wohl etwa bei Glace Nummer 50. Das gesamte Sortiment der Glaceanbieter war durchprobiert. Rakete, Pralinato, der blaue Kaffeeglacebecher, Pirulo, Glace vom Italiener, Glace als Frappé. Mit jedem noch wärmeren Tag erschien Rahmglace schwerer und irgendwann zu schwer. Zerronnene Wasserglace aber klebte manchmal so sehr an den Fingern, dass sie ohne Seife kaum mehr auseinanderzubringen waren.

Etwas dazwischen wäre perfekt. Und am liebsten etwas, das sich daheim selbst und ohne Glacemaschine herstellen lässt. Weil es aktuell zwischen 11 und 17 Uhr ohnehin drinnen am angenehmsten ist, besteht genug Zeit, um in der Küche zu experimentieren.

Nur vier Zutaten

Die Lösung für die oben genannten «Probleme»: Blitzglace mit gefrorenen Früchten und Joghurt. Sie braucht wenig Zutaten, schmeckt erfrischend und ist im Nu hergestellt. Nur die gefrorenen Früchte – etwa Aprikosen oder Himbeeren – kurz stehen lassen, zusammen mit Puderzucker und Joghurt in den Mixer geben. Knopf drücken, zuschauen, wieder den Knopf drücken, 15 Minuten in den Tiefkühler damit. Deswegen kommen keine weiteren Schweissperlen dazu.

Drinnen Glace zubereiten: Ein schöner Zeitvertreib bei Sommerhitze. (Bild: Diana Hagmann-Bula)

Wer einen Grund sucht, um noch etwas mehr Zeit in der Küche mit dem kühlen Boden zu verbringen, bäckt die Cornets selbst. Wir haben es zuerst im Ofen probiert. Resultat nach den ersten Versuchen: unbefriedigend. Die Waffel fiel zu dick aus, sie war zu zerbrechlich.

Mit dem ausgeliehenen Bretzeleisen gelingen sie hingegen gut. Die knusprigen Schönheiten lassen sich mit Blitzglace füllen oder mit anderem, mit Rahm und Beeren zum Beispiel. Man kann sie auch pur knabbern, wie ein Guetzli.

Mit dem Bretzeleisen gelingen Cornets gut. (Bild: Diana Hagmann)

Man sollte die Cornets formen, bevor sie hart sind. Sich dabei nicht die Finger zu verbrennen, ist gar nicht so einfach. Gerade bei den ersten Stücken, bei denen man noch ungeübt am Werk ist.

Achtung, Finger nicht verbrennen. (Bild: Diana Hagmann-Bula)

Roller basteln und Eiskristalle verhindern

Gehört kein Roller zum Bretzeleisen, hilft eine kleine Bastelei: Mit Alufolie einen Kegel formen, diesen mit Backpapier umwickeln, damit der Teig nicht kleben bleibt. Die Cornets unbedingt ganz auskühlen lassen, bevor die Glace hineinkommt. Und dann Glacekugeln formen. Blitzglace schmilzt schnell, bei diesen Temperaturen ohnehin.

Wer keine Eiskristalle in der Glace mag, beachtet Folgendes: Mit  trockenem Glaceportionierer arbeiten und darauf achten, dass kein Wasser auf die Oberfläche der Glace tropft. Die Glace mit einem Löffel wieder glatt streichen, sobald die Kugel geformt ist, oder ein Stück Backpapier auf die Glace legen. So bildet sich kein Kondenswasser und es entstehen keine Eiskristalle.

Unterdessen ist draussen die grösste Hitze vorbei. Man sitzt zufrieden auf der Terrasse, geniesst die leicht säuerliche, erfrischende Aprikosenblitzglace und denkt sich: Passt farblich gut zum Abendhimmel. Wie schön, dass noch Reste übrig sind für morgen.

Ostbröckli-Autorin Diana Hagmann-Bula. (Bild: Benjamin Manser)

Artikel: http://www.vaterland.li/regional/ostschweiz/glace-ohne-maschine-so-gelingt-sie-mit-fruechten-und-joghurt-art-750123

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