Gewerbeausstellung Kirchberg: Die «Gaki» wurde sehnlichst vermisst
Coronabedingt fiel die letzte Gewerbeausstellung Kirchberg (Gaki) ins Wasser. Inmitten der damaligen Vorbereitungsphase musste vor fünf Jahren die Notbremse gezogen werden. An diesem Wochenende, und damit das erste Mal seit 2015, verwandelte sich das Bazenheider Ifang-Areal wieder in eine Gewerbe-Hochburg mit tausenden Besuchern.
Sie wurde vermisst, die Gaki. Das bestätigen auf Anfrage unserer Zeitung zahlreiche Gewerbetreibende, sowie Besucher. Unter dem Ausstellungs-Motto «Gewerbe erleben. Zukunft entdecken», wird die Gaki 2026 bestens in Erinnerung bleiben.

Vor vier Jahren entstand die Idee dazu, wieder eine Gewerbeausstellung zu lancieren. Es folgte die Suche nach OK-Mitgliedern, einem OK-Präsidenten und weiteren motivierten Mitstreitern. «Vor anderthalb bis zwei Jahren starteten wir dann die intensive Vorbereitungsphase. Es hat uns natürlich geholfen, dass sich das Gaki-OK aus etlichen Vorstandsmitgliedern aus unserem Handwerker- und Gewerbeverein Kirchberg zusammensetzen liess», sagt Vereins- wie auch Gaki-OK-Präsident, Stefan Korn.

Und OK-Mitglied Simon Seelhofer (Ressort Kommunikation und Schulen) fügt an, dass die Gewerbeausstellung nicht nur gut für das hiesige Gewerbe ist. «Auch für die Gesellschaft – also jüngere und ältere Mitmenschen – erzeugt es einen positiven Effekt. Die Jungen zum Beispiel können unterschiedlichste Berufe kennenlernen und werden von Fachpersonen informiert.» In der Tat sind es meist Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren, die sich unter fachkundiger Anleitung als Baggerführer, Gärtner, oder Maurer, probieren. Der Spass schien beidseits gross zu sein.
Unterstützung war von Anfang an gross

Was dem OK von Anfang an in die Karten gespielt habe, sei die Tatsache, dass man von den Gewerblern grosse Unterstützung erfahren habe. «Das widerspiegelt sich unter anderem auch darin, dass wir bis auf den letzten Ausstellungsplatz besetzt sind. Das zeigt uns einerseits, dass wir alle am gleichen Strick ziehen, andererseits aber auch, dass es wirklich wieder einmal Zeit war für eine Gaki», sagt Seelhofer.

Gespannt wird er auf die Resonanz besagter Aussteller warten. «Damit wir ein Fazit ziehen können, brauchen wir möglichst viele Informationen und Feedbacks. Positives, wie auch Negatives, soll angesprochen werden, damit es das nächste Mal noch besser wird.» Wann das nächste Mal sein wird, steht noch in den Sternen. Laut Seelhofer will man den Fünfjahres-Turnus beibehalten.
Nächste Gaki könnte schon früher kommen
«Wir wären aber auch offen für eine Anpassung. Wenn wir merken, dass bei vielen der Wunsch nach einer kürzeren Ausstellungspause aufkommt, werden wir über eine Anpassung nachdenken. Wir sind flexibel.» Stand jetzt soll die nächste Gaki in fünf Jahren und wiederum auf dem Bazenheider Ifang-Areal stattfinden. Das OK betont, dass für einen solchen Grossanlass nur der Ifang in Frage kommt.

Von Seiten der Aussteller nehmen Annelies Hollenstein (GL-Mitglied Remo Schönenberger AG, Kirchberg) und Martin Kurmann (Käserei Kurmann, Gähwil) Stellung. «Wir sind froh, haben wir nach so langer Zeit wieder eine Gaki. Für uns beide wäre der Fünfjahres-Turnus am sinnvollsten. So würde die Gaki für Alle etwas Spezielles bleiben.» Beide betonen, dass es für die Involvierten auch mit grossem Aufwand verbunden ist: «Immer genügend Helfer und Mitstreiter zu finden, würde wohl immer schwieriger werden, wenn die Gewerbeausstellung alle drei oder vier Jahre stattfindet.»

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