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Die Feige hat Saison: Sie schmeckt salzig, im Salat und süss

Die heilige Frucht ist in der Alltagsküche ganz unkompliziert. Drei Rezepte, wie sie besonders gut schmeckt.
von Diana Hagmann-Bula
Verlängert den Sommer garantiert: Tarte mit Feigen, Ziegenfrischkäse und Rosmarin. (Bild: Diana Hagmann)
Zuerst füllen, dann zuklappen. (Bild: Diana Hagmann)
Feigentarte mit Schafsfrischkäse und Rosmarin. (Bild: Diana Hagmann)
Feigen-Ruccola-Salat. (Bild: Diana Hagmann)
Feigen-Mandel-Kuchen. (Bild: Diana Hagmann)
Ostbröckli-Redaktorin Diana Hagmann-Bula. (Bild: Benjamin Manser)

Der Feigenbaum wird immer beliebter. Nicht in Israel, in der Türkei oder in Griechenland, wo er herkommt. Auch hier, in Ostschweizer Gärten und auf St.Galler Terrassen.

Adam und Eva haben sich mit Feigenblättern bedeckt. Buddhas Erleuchtung soll vor über 2500 Jahren unter einem Feigenbaum stattgefunden haben. Die Feige ist eine der ältesten kultivierten Pflanzen, vielerorts gilt sie als heilig. Sie steht für Sinnlichkeit und Fruchtbarkeit, für Harmonie und Ausdauer, für Glück und Lebenskraft, auf der anderen Seite für die Scham.

Welche Bedeutung auch immer der Baum für einen selbst hat: Seine Früchte schmecken lecker. Sie noch sonnenwarm zu pflücken und direkt in den Mund zu schieben, ist einer der Gründe, dem Spätsommer entgegenzufiebern. Ihre Form scheint perfekt. Keine Kugel, kein Oval, etwas dazwischen, fast tropfenförmig. Und diese Farbe. Oben oft noch grün, unten kräftig violett, als sei das Farbinstitut Pantone am Werk gewesen.

Noch lange könnte man die Frucht anschauen und an den Blättern ihres Baumes riechen. Süsslich, nussig oder schon eine Spur von Kokosnuss? Doch eben, sie ist zu lecker, um sie nicht zu essen.

Je dünner die Haut, desto süsser

Nicht nur frisch vom Baum, auch in der Küche macht sie etwas her. Die Feige passt zu Süssem, natürlich. Ebenso gut harmoniert sie mit Salzigem. Und wer kaum Zeit hat, zaubert aus ihr einfach einen reichhaltigen Salat.

Im besten Fall ist ihr Fleisch weich, schon im Laden. Per Drucktest lässt sich das einfach herausfinden. Zuhause reift sie kaum nach. Beim Transport vorsichtig sein: Manchmal ist sie ganz schön dünnhäutig. Bei Menschen ein Nachteil, bei der Feige ein Riesenvorteil. Je dünner die Schale, desto süsser der Geschmack, sind Viele überzeugt.

Nur beim Schneiden ist die dünne Schale etwas unbequem. Dann zerfällt die Frucht eher, als adrett geviertelt dazuliegen. Nicht so schlimm, wenn sie mit Ziegenfrischkäse auf eine Tarte kommt. Der Jufkateig ragt über den Rand der Pfanne, muss ohnehin eingeschlagen werden und verdeckt einen Grossteil des Inhalts.

Zuerst füllen, dann zuklappen. (Bild: Diana Hagmann)
Feigentarte mit Schafsfrischkäse und Rosmarin. (Bild: Diana Hagmann)

Bei der Salatvariante umschifft man die Schwierigkeit elegant. Die Feige wird nur eingeritzt und mit Mozzarella und Prosciutto gefüllt.

Feigen-Ruccola-Salat. (Bild: Diana Hagmann)

Wer sich die Feige nicht salzig vorstellen kann, den macht der Feigenkuchen mit Mandeln und Joghurt ziemlich sicher glücklich.

Feigen-Mandel-Kuchen. (Bild: Diana Hagmann)

Der israelische Starkoch Yotam Ottolenghi verwendet die Frucht oft. Ihm nachzueifern, ergibt in diesem Fall noch mehr Sinn als sonst. Schliesslich wachsen die Feigenbäume in seinem Land natürlich und gefühlt seit ewig. Nicht so wie auf Ostschweizer Terrassen, wo sie erst gerade beginnen, sich daheim zu fühlen. Jedenfalls in diesem heissen Sommer.

Ostbröckli-Redaktorin Diana Hagmann-Bula. (Bild: Benjamin Manser)

Artikel: http://www.vaterland.li/regional/ostschweiz/feigen-sind-in-der-alltagskueche-vielseitig-einsetzbar-art-756899

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