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Kochende Motoren, wenig Zuspruch: Das war das erste Eidgenössische Töfflitreffen im Toggenburg

Am Wochenende versammelten sich in Ebnat-Kappel die Töfflibuebe und -meitli des Landes an einem neuen Anlass. Doch der Besucherzustrom hielt sich in Grenzen. Was der OK-Präsident dazu sagt.
Generationsübergreifende Benzingespräche wie diese gab es am Wochenende in Ebnat-Kappel viele. (Bild: Christoph Heer)
OK-Präsident Kevin Rückmar hat das erste Eidgenössische Töfflitreffen auf die Beine gestellt - und am Wochenende auch Zeit für seine Söhne Damian (links) und Fabio. (Bild: Christoph Heer)
Auch diese Töfflibuebe suchten ein kühlendes Plätzchen im Schatten für Fachgespräche. (Bild: Christoph Heer: Christoph Heer)
Für Mensch und Maschine war es am Wochenende durstiges Wetter. (Bild: Christoph Heer)

Schon seit 2012 organisiert der Töffliverein 2Takt-Challenge knatternde Ausfahrten durch das Toggenburg. Mit dem ersten Eidgenössischen Töfflitreffen sollte nun von Freitag bis Sonntag eine Schippe obendrauf gelegt werden. Es wurde ein nationales Publikum angesprochen. Entstanden ist die Idee an einem Eidgenössischen Turnfest.

Doch der Zustrom hielt sich in Grenzen. Schon das Anmeldeprozedere im Vorfeld war schleppend verlaufen (diese Zeitung berichtete). «Klar hätten wir uns über einen grösseren Besucheraufmarsch gefreut. Aber diejenigen, die da sind, geniessen es. Die Stimmung ist trotz Hitze gut», sagte OK-Präsident Kevin Rückmar am Samstag gegenüber dieser Zeitung. Am Wochenende – dem letzten vor den Schulsommerferien – fanden auch zahlreiche andere Anlässe statt. Allen voran das Openair St,Gallen. Dies dürfte wohl ein Grund für den bescheidenen Andrang gewesen sein.

Bereits vor zwei Jahren war mit der Planung begonnen worden. Über 200 freiwillige Helfer packten am Wochenende schliesslich mit an. Das Programm war vielfältig. Ausflüge zum Töfflimuseum Lichtensteig, Rundfahrten, Mofacross-Rennen, Show-Rennläufe, Livebands und vieles mehr sorgten für Kurzweil. Ebnat-Kappel wurde temporär zum Töffli-Mekka.

OK-Präsident Kevin Rückmar hat das erste Eidgenössische Töfflitreffen auf die Beine gestellt - und am Wochenende auch Zeit für seine Söhne Damian (links) und Fabio. (Bild: Christoph Heer)

Wenn die Frau nichts wissen darf

Geschichten wie diese hier gab es viele zu erzählen: Ein Vater von zwei Schulkindern bestaunte am Samstagnachmittag die in Reih und Glied aufgestellten Töffli: verschiedene Farben, unterschiedliche Auspuffanlagen - und das eine oder andere Gefährt war mit einem Fuchsschwanz dekoriert. Auf die Frage, ob er unserer Zeitung einige Fragen beantworten will, entgegnete der Vater: «Besser nicht. Ich habe meiner Frau versprochen, ins Wattwiler Freibad zu gehen und den Kindern das Schwimmen beizubringen.» Auf dem Weg dorthin sei ihm in den Sinn gekommen, dass dieses Wochenende das Töfflitreffen stattfindet. «Da ich früher selbst Mitglied in einer kleinen Töffligang war, entschied ich kurzerhand, die Badi zu verschieben und hier 2-Takter-Geschmack einzuatmen», so der Mann. Den Kindern schien es zu gefallen. Auch sie begutachteten die Töfflis, schleckten an einem Glacé und freuten sich sichtlich, wenn ein etwas lauteres Gefährt die Runde machte.

Auch diese Töfflibuebe suchten ein kühlendes Plätzchen im Schatten für Fachgespräche. (Bild: Christoph Heer: Christoph Heer)

Wieder zurück zu den Wurzeln

Benzingespräche der verschiedenen Art, gepflegte Kameradschaft und Töfflifeeling prägten das Wochenende. Es war ein Paradies für jene mit 2-Takt-Gemisch im Blut. OK-Präsident Rückmar freute sich gleichwohl, wieder zu den Wurzeln zurückzukehren. «Mir sind kleinere, überschaubare Anlässe lieber. Als nächstes werden wir wieder unsere Rundfahrt organisieren.»

Für Mensch und Maschine war es am Wochenende durstiges Wetter. (Bild: Christoph Heer)
 
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