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Dieser sonntägliche Sonnenaufgang auf dem Chäserrugg entschädigte für die Nati-Pleite

Nicht jeder verbrachte den frühen Sonntagmorgen vor dem Fernseher, um das WM-Viertelfinale der Schweiz zu verfolgen. Fast gleichzeitig mit der Niederlage ging auf dem Chäserrugg die Sonne auf.
Ein Sonnenaufgang für Geniesser bot sich am Sonntagmorgen auf dem Chäserrugg. (Bild: Christiana Sutter)
Um 5.39 Uhr ging auf dem Chäserrugg die Sonne auf. (Bild: Christiana Sutter)
Unverhofft zeigte sich den Wanderlustigen an diesem Morgen eine ganze Herde Steinböcke. (Bild: Christiana Sutter)

Sonntagmorgen. Ein Morgen der Gegensätze. Während die Schweizer Fussballnati ennet dem grossen Teich im WM-Viertelfinal gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien um den Halbfinaleinzug kämpft, zieht es im Toggenburg Hunderte Menschen auf den Chäserrugg.

Bereits kurz vor fünf Uhr morgens setzen sich die ersten Gondeln der Iltios- und Chäserruggbahn in Bewegung. Ziel ist der 2262 Meter hohe Gipfel und ein Sonnenaufgang um 5.39 Uhr. Während der Bergfahrt sind viele Blicke noch auf die Handydisplays gerichtet. Fussball statt Bergpanorama ist angesagt. Doch kurz vor dem Gipfel erreicht die Fahrgäste die ernüchternde Nachricht: Argentinien gewinnt. Für einen Moment wird es still in der Gondel.

Um 5.39 Uhr ging auf dem Chäserrugg die Sonne auf. (Bild: Christiana Sutter)

Oben angekommen weicht die Enttäuschung jedoch rasch der Faszination. Der Himmel beginnt sich in warmen Farben zu färben, die ersten Sonnenstrahlen kündigen den neuen Tag an. Plötzlich spielt das Geschehen jenseits des Atlantiks keine Rolle mehr.

Entlang der Ostflanke des Chäserrugg suchen sich die Besucherinnen und Besucher ihren Platz, um den Sonnenaufgang zu erleben. Und sie werden gleich doppelt belohnt: Während die Sonne langsam über dem Horizont im Osten erscheint, hat es sich unterhalb der Felsen eine Gruppe Steinböcke gemütlich gemacht. Gelassen dösen die Tiere dem neuen Tag entgegen – scheinbar völlig unbeeindruckt von Fussball, Menschenmassen und der Magie dieses frühen Sommermorgens.

Unverhofft zeigte sich den Wanderlustigen an diesem Morgen eine ganze Herde Steinböcke. (Bild: Christiana Sutter)
 
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