Japankäfer breitet sich aus: Neun weitere Funde bei Buchs und in Liechtenstein
Vor rund einem Monat hatten Fachleute des Kantons in der Nähe der Autobahn einen toten Japankäfer gefunden. Seither wurden im Umkreis von drei Kilometern um den Fundort weitere Fallen aufgestellt. Damit sollte abgeklärt werden, ob es sich um einen Einzelfund oder um einen grösseren Befall handelt.
Wie der Kanton St.Gallen in einer Medienmitteilung schreibt, sind inzwischen neun weitere lebende Exemplare des Japankäfers in die Fallen gegangen – sowohl auf Schweizer Seite als auch im Fürstentum Liechtenstein. Die Fachleute des Kantons und des Fürstentums Liechtenstein stehen mit dem Bund in Kontakt, um das weitere Vorgehen zu koordinieren.
Der gebietsfremde Japankäfer kann grosse Schäden an Pflanzen, Bäumen, Grünflächen, Reben sowie landwirtschaftlichen und gärtnerischen Kulturen anrichten. Oft bleiben nur die Gerippe der Blätter zurück, die Pflanze wird stark geschwächt oder stirbt sogar ab. Die Larven des Käfers schädigen Wiesen und Rasenflächen, indem sie die Graswurzeln fressen. Das führt dazu, dass die Pflanzen absterben und der Rasen braun wird. Der Japankäfer ist in der Schweiz melde- und bekämpfungspflichtig. (pd)
Der Kanton will erneut informieren, sobald die Bekämpfungsmassnahmen sowie allfällige Auflagen oder Einschränkungen feststehen. Dies dürfte voraussichtlich nächste Woche der Fall sein. Aktuell bestehen keine Handlungsanweisungen für die Bevölkerung, die Landwirtschaft oder den Gartenbau. (pd/ame)
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