«Für das Dorf ist das halböffentliche Projekt ein grosser Mehrwert»
Jetzt darf sich die Mosnanger Bevölkerung definitiv auf einen neuen Volg-Dorfladen freuen. Am Freitagabend fand der Spatenstich auf dem Gelände des einstigen Postgebäudes statt. Vorausgegangen war eine knapp elfjährige Planungsphase, in der es immer wieder zu Verzögerungen kam. Der Neubau ist nötig, weil ein Umbau am alten Standort im Unterdorf nicht möglich war, dort fehlten auch Parkplätze.
Meilenstein für das Dorfleben
Die Erleichterung und Freude, dass nach so langer Zeit endlich die Bagger auffahren, war Benno Länzlinger deutlich anzusehen und auch seiner Ansprache zu entnehmen. Seit 14 Jahren Präsident der Konsumgenossenschaft, hatte ihn das Projekt während knapp elf Jahren beschäftigt. Er sagte: «Heute ist ein besonderer und erfreulicher Tag. Nach der langen Vorbereitungszeit wird aus einer Idee endlich Realität.»

Länzlinger betonte, dass kein Quadratmeter Kulturland verbaut werde. Es sei ein Paradeprojekt von verdichtetem Bauen und innerer Entwicklung. Und weiter sagte er: «Für das Dorf ist das halböffentliche Projekt ein grosser Mehrwert.» Er schätze sich glücklich, dabei sein zu dürfen, wenn ein Meilenstein zur Erhaltung des Dorflebens gesetzt werde.
Der neue Laden ist grösser
Die Konsumgenossenschaft erstellt ein Wohn- und Geschäftshaus mit Laden sowie neun Wohnungen, verteilt auf drei Stockwerke. Zur Finanzierung werden vier Wohnungen im Stockwerkeigentum verkauft, die übrigen fünf Wohnungen werden vermietet. Die Eigentümer der vier Wohnungen waren am Freitagabend ebenfalls vor Ort.

Der neue Dorfladen hat eine Grösse von 185 Quadratmetern, womit er rund 51 Quadratmeter grösser wird, als die alte Ladenfläche im Unterdorf. Bei der darunterliegenden Tiefgarage, sie umfasst 32 Parkplätze, ist die Gemeinde die Bauherrin. Somit wird sichergestellt, dass Mosnang weiterhin über öffentliche Parkplätze im Dorfzentrum verfügt. Das komplette Bauvolumen – Tiefgarage, Dorfladen, Wohnungen – beträgt rund 7,4 Millionen Franken. Verläuft alles nach Plan, sind die Räumlichkeiten etwa im April 2029 bezugsbereit.
Die Postautohaltestelle, die sich schon jetzt beim alten Postgebäude befindet, bleibt auch nach dem Neubau erhalten.
Vom Schulhaus zum Postgebäude
Die lange Frist von der Planung bis zum Baustart wird damit erklärt, dass das Rechtsmittelverfahren, neue bauliche Anforderungen, sowie gestiegene Baukosten immer wieder zu Verzögerungen führten. Insbesondere die massiven Mehrkosten bei der Tiefgarage hatten einen von der Gemeinde beschlossenen Nachtragskredit zur Folge, gegen den das Referendum ergriffen und der an der Urne dann auch abgelehnt wurde.
Daraufhin wurde nach dem Nein an der Urne im Oktober 2025 nach Möglichkeiten gesucht, die Projektkosten zu optimieren und die Tiefgarage im Rahmen des im Jahre 2018 genehmigten Kredits im Umfang von rund 1,34 Millionen Franken zu realisieren. Dies ist gelungen, weshalb das Bauprojekt nun umgesetzt werden kann.
Auf dem Gelände, auf dem nun der neue Dorfladen gebaut wird, stand bis vor 56 Jahren das alte Mosliger Schulhaus. Als es 1970 ausgedient hatte, entstand darauf das Postgebäude. Als die Poststelle vor elf Jahren geschlossen wurde, entstanden erste Ideen, den Dorfladen an diesem Standort anzusiedeln. Gemeinsam mit der Gemeinde hat sich die Konsumgenossenschaft mit einer Strategie zur Erhaltung des Dorfladens befasst. Bis zur Umsetzung hat es nun etwas länger gedauert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben








Kleines Vademecum für Kommentarschreiber
Wie ein Kommentar veröffentlicht wird – und warum nicht.
Wir halten dafür: Wer sich an den gedeckten Tisch setzt, hat sich zu benehmen. Selbstverständlich darf an der gebotenen Kost gemäkelt und rumgestochert werden. Aber keinesfalls gerülpst oder gefurzt.
Der Gastgeber bestimmt, was für ihn die Anstandsregeln sind, und ab wo sie überschritten werden. Das hat überhaupt nichts mit Zensur zu tun; jedem Kommentarschreiber ist es freigestellt, seine Meinung auf seinem eigenen Blog zu veröffentlichen.
Jeder Artikel, der auf vaterland.li erscheint, ist namentlich gezeichnet. Deshalb werden wir zukünftig die Verwendung von Pseudonymen – ausser, es liegen triftige Gründe vor – nicht mehr dulden.
Kommentare, die sich nicht an diese Regeln halten, werden gelöscht. Darüber wird keine Korrespondenz geführt. Wiederholungstäter werden auf die Blacklist gesetzt; weitere Kommentare von ihnen wandern direkt in den Papierkorb.
Es ist vor allem im Internet so, dass zu grosse Freiheit und der Schutz durch Anonymität leider nicht allen guttut. Deshalb müssen Massnahmen ergriffen werden, um diejenigen zu schützen, die an einem Austausch von Argumenten oder Meinungen ernsthaft interessiert sind.
Bei der Veröffentlichung hilft ungemein, wenn sich der Kommentar auf den Inhalt des Artikels bezieht, im besten Fall sogar Argumente anführt. Unqualifizierte und allgemeine Pöbeleien werden nicht geduldet. Infights zwischen Kommentarschreibern nur sehr begrenzt.
Damit verhindern wir, dass sich seriöse Kommentatoren abwenden, weil sie nicht im Umfeld einer lautstarken Stammtischrauferei auftauchen möchten.
Wir teilen manchmal hart aus, wir stecken auch problemlos ein. Aber unser Austeilen ist immer argumentativ abgestützt. Das ist auch bei Repliken zu beachten.
Wenn Sie dieses Vademecum nicht beachten, ist das die letzte Warnung. Sollte auch Ihr nächster Kommentar nicht diesen Regeln entsprechen, kommen Sie auf die Blacklist.
Redaktion Vaterland.li
Diese Regeln haben wir mit freundlicher Genehmigung von www.zackbum.ch übernommen.