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«Für das Dorf ist das halböffentliche Projekt ein grosser Mehrwert»

Manchmal dauert es von der Idee bis zur Realität etwas länger – auch in Mosnang. Nach elf Jahren Planung und einigen Zusatzschlaufen lud Benno Länzlinger, Präsident der Konsumgenossenschaft, am Freitagabend zum Spatenstich des neuen Volg-Dorfladens.
Freude aller am Bauprojekt Beteiligter beim Spatenstich am Freitagabend. Da darf auch einmal Erde durch die Luft fliegen. (Bild: Beat Lanzendorfer)
Benno Länzlinger, Präsident der Konsumgenossenschaft Mosnang. (Bild: Beat Lanzendorfer)
Auf diesem Gelände beim einstigen Postgebäude, Mitte, links von der Kirche, entsteht das Wohn- und Geschäftshaus, in dem der Volg-Dorfladen untergebracht sein wird. (Bild: zvg)

Jetzt darf sich die Mosnanger Bevölkerung definitiv auf einen neuen Volg-Dorfladen freuen. Am Freitagabend fand der Spatenstich auf dem Gelände des einstigen Postgebäudes statt. Vorausgegangen war eine knapp elfjährige Planungsphase, in der es immer wieder zu Verzögerungen kam. Der Neubau ist nötig, weil ein Umbau am alten Standort im Unterdorf nicht möglich war, dort fehlten auch Parkplätze.

Meilenstein für das Dorfleben

Die Erleichterung und Freude, dass nach so langer Zeit endlich die Bagger auffahren, war Benno Länzlinger deutlich anzusehen und auch seiner Ansprache zu entnehmen. Seit 14 Jahren Präsident der Konsumgenossenschaft, hatte ihn das Projekt während knapp elf Jahren beschäftigt. Er sagte: «Heute ist ein besonderer und erfreulicher Tag. Nach der langen Vorbereitungszeit wird aus einer Idee endlich Realität.»

Benno Länzlinger, Präsident der Konsumgenossenschaft Mosnang. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Länzlinger betonte, dass kein Quadratmeter Kulturland verbaut werde. Es sei ein Paradeprojekt von verdichtetem Bauen und innerer Entwicklung. Und weiter sagte er: «Für das Dorf ist das halböffentliche Projekt ein grosser Mehrwert.» Er schätze sich glücklich, dabei sein zu dürfen, wenn ein Meilenstein zur Erhaltung des Dorflebens gesetzt werde.

Der neue Laden ist grösser

Die Konsumgenossenschaft erstellt ein Wohn- und Geschäftshaus mit Laden sowie neun Wohnungen, verteilt auf drei Stockwerke. Zur Finanzierung werden vier Wohnungen im Stockwerkeigentum verkauft, die übrigen fünf Wohnungen werden vermietet. Die Eigentümer der vier Wohnungen waren am Freitagabend ebenfalls vor Ort.

Auf diesem Gelände beim einstigen Postgebäude, Mitte, links von der Kirche, entsteht das Wohn- und Geschäftshaus, in dem der Volg-Dorfladen untergebracht sein wird. (Bild: zvg)

Der neue Dorfladen hat eine Grösse von 185 Quadratmetern, womit er rund 51 Quadratmeter grösser wird, als die alte Ladenfläche im Unterdorf. Bei der darunterliegenden Tiefgarage, sie umfasst 32 Parkplätze, ist die Gemeinde die Bauherrin. Somit wird sichergestellt, dass Mosnang weiterhin über öffentliche Parkplätze im Dorfzentrum verfügt. Das komplette Bauvolumen – Tiefgarage, Dorfladen, Wohnungen – beträgt rund 7,4 Millionen Franken. Verläuft alles nach Plan, sind die Räumlichkeiten etwa im April 2029 bezugsbereit.

Die Postautohaltestelle, die sich schon jetzt beim alten Postgebäude befindet, bleibt auch nach dem Neubau erhalten.

Vom Schulhaus zum Postgebäude

Die lange Frist von der Planung bis zum Baustart wird damit erklärt, dass das Rechtsmittelverfahren, neue bauliche Anforderungen, sowie gestiegene Baukosten immer wieder zu Verzögerungen führten. Insbesondere die massiven Mehrkosten bei der Tiefgarage hatten einen von der Gemeinde beschlossenen Nachtragskredit zur Folge, gegen den das Referendum ergriffen und der an der Urne dann auch abgelehnt wurde.

Daraufhin wurde nach dem Nein an der Urne im Oktober 2025 nach Möglichkeiten gesucht, die Projektkosten zu optimieren und die Tiefgarage im Rahmen des im Jahre 2018 genehmigten Kredits im Umfang von rund 1,34 Millionen Franken zu realisieren. Dies ist gelungen, weshalb das Bauprojekt nun umgesetzt werden kann.

Auf dem Gelände, auf dem nun der neue Dorfladen gebaut wird, stand bis vor 56 Jahren das alte Mosliger Schulhaus. Als es 1970 ausgedient hatte, entstand darauf das Postgebäude. Als die Poststelle vor elf Jahren geschlossen wurde, entstanden erste Ideen, den Dorfladen an diesem Standort anzusiedeln. Gemeinsam mit der Gemeinde hat sich die Konsumgenossenschaft mit einer Strategie zur Erhaltung des Dorfladens befasst. Bis zur Umsetzung hat es nun etwas länger gedauert.

 
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