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Video zeigt Steinwürfe: Erneuter Konflikt unter Asylsuchenden in Altstätten – Polizei rückt aus

Rund um das neue Bundesasylzentrum in Altstätten kommt es immer wieder zu Konflikten unter meist männlichen Bewohnern. Die Kantonspolizei hat erneut eine Auseinandersetzung vermeldet. «TVO Aktuell» zeigt Videos von Tätlichkeiten.
Männer tragen in der Nähe des Bundesasylzentrums Altstätten einen Konflikt aus. (Bild: Screenshot: TVO)

Eigentlich hatte sich Altstätten vom neuen Bundesasylzentrum ausserhalb der Ortschaft mehr Ruhe erhofft. Doch seit der Inbetriebnahme des neuen Standorts Anfang September steht ein Teil der Asylbewerbenden, die dort wohnen, erneut im Fokus von Öffentlichkeit und Politik. Auslöser der Debatte war ein Vorfall vor gut drei Wochen, bei dem mutmasslich zwei Bewohner drei Mädchen belästigt hatten.

Am Dienstag hat die Kantonspolizei erneut von einem Vorfall im Umfeld des Bundesasylzentrums berichtet. Demnach ereignete sich am frühen Montagabend ausserhalb des Zentrums eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Bewohnern. Dabei sollen unter anderem Steine auf die Oberrieter Strasse geworfen worden sein, die sich in der Nähe des Asylzentrums befindet.

Vor Ort traf eine Patrouille fünf junge Männer aus Eritrea und Somalia zwischen 16 und 28 Jahren an. Sie gaben an, zuvor eine Auseinandersetzung mit einem weiteren Mann gehabt zu haben. Die Polizei traf den 32-jährigen Marokkaner in der Nähe an. Ein 20-jähriger Eritreer wurde bei der Auseinandersetzung leicht verletzt. Keiner der Beteiligten erstattete eine Anzeige.

Videos zeigen Steinwürfe

Es dürfte nicht der einzige Vorfall dieser Art sein. Dem Regionalfernsehsender TVO werden immer wieder Videos zugespielt, die ähnliche Vorfälle zeigen. Mehrere Aufnahmen zeigen gemäss Angaben von TVO Asylsuchende, die sich auf offener Strasse streiten, prügeln und Steine aufeinander werfen.

Die Politik hat das Thema längst auf dem Schirm. Auch Christian Freund, SVP-Kantonsrat aus dem Rheintal, hat die Videos zugespielt bekommen. Es sei tragisch, sagt er zu «TVO Aktuell»: «Das ist für uns nicht tragbar.»

Kalidou Diallo, ein älterer Asylbewerber aus dem Senegal, hat hingegen ein gewisses Mass an Verständnis. Im Bundesasylzentrum träfen viele Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen an einem kleinen Ort aufeinander, sagt er. «Das führt dazu, dass diese Menschen manchmal kulturelle Konflikte haben.»

Anders als die Asylheime, die es in fast allen Gemeinden gibt, untersteht das Bundesasylzentrum als Aufnahmestelle direkt dem Staatssekretariat für Migration (SEM). Es prüfe derzeit, ob gemeinsam mit Polizei und Gemeinde weitere Massnahmen möglich oder auch nötig sind.

Christian Freund und weitere bürgerliche Kantonsräte aus dem Rheintal haben die St.Galler Regierung bereits vor einem Monat per Interpellation zu einer Stellungnahme aufgefordert. Die politische Antwort steht noch aus – Regierungsrat Christof Hartmann will sich aber bereits morgen Mittwoch zur Situation in Altstätten äussern. (jot)

 
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