Neues Bundesasylzentrum in Altstätten bietet Platz für 390 Personen
Anfang September ziehen die ersten Asylsuchenden in das neue Bundesasylzentrum an der Luchsstrasse in Altstätten ein. Zuvor öffnete das Staatssekretariat für Migration (SEM) den Neubau am Samstag für die Bevölkerung. Das Zentrum verfügt über 390 Unterbringungsplätze sowie 106 Arbeitsplätze für das SEM und weitere am Asylverfahren beteiligte Stellen, wie das SEM in einer Mitteilung schreibt.
Für die Sicherheit ist die Securitas AG zuständig, die Betreuung übernimmt die Asylorganisation Zürich. Am Samstag, 15. August, besichtigtenzunächst Vertreter von Bund, Kanton und Stadt das neue Zentrum. Bundesrat Beat Jans betonte dabei laut Communiqué die gemeinsame Verantwortung von Bund, Kantonen und Gemeinden im Asylwesen. Der St.Galler Sicherheits- und Justizdirektor Christof Hartmann erhofft sich vom neuen Standort unter anderem raschere Verfahren und klarere Zuständigkeiten.
Bevölkerung hatte Neubau mitgetragen
Die Pläne für ein grösseres Bundesasylzentrum in Altstätten reichen mehrere Jahre zurück. Bereits 2015 hatten sich Bund, die Kantone der Asylregion Ostschweiz und die Stadt Altstätten grundsätzlich auf einen Neubau verständigt. Auch die Altstätter Bevölkerung hatte dem Vorhaben zugestimmt. Bisher waren Unterbringung und Arbeitsplätze auf verschiedene Standorte in Altstätten verteilt.
Das bestehende Zentrum an der Bleichemühlistrasse war 2018 erweitert worden. Nach der Einführung der beschleunigten Asylverfahren im Jahr 2019 reichte der Platz jedoch nicht mehr aus. Ein Teil der Arbeitsplätze musste deshalb an die Schöntalstrasse ausgelagert werden. Im Neubau sind Unterbringung und Arbeitsplätze nun wieder an einem Standort zusammengefasst. (red)
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