31'000 Datensätze in Liechtenstein gestohlen – Regierung beruft Krisenstab ein
Am Sonntagabend hat die Liechtensteiner Regierung einen erheblichen Datenangriff kommuniziert. Wie das «Liechtensteiner Vaterland» schreibt, rief die Regierung kurzfristig eine Medienorientierung ein. Darin teilte sie mit, dass das Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen (VwbP) Ziel eines digitalen Angriffs wurde.
Das VwbP enthält Angaben zu Personen, die in Rechtsträgern wirtschaftlich berechtigt sind, also in Gesellschaften, Stiftungen und Treuhänderschaften Entscheidungsmacht haben. Insgesamt wurden die Daten von rund 31'000 Rechtsträgern widerrechtlich abgegriffen, wie viele Personen damit betroffen sind, ist unbekannt. Nach vorläufigen Erkenntnissen verschaffte sich die bislang unbekannte Täterschaft in der Nacht auf den 30. Juli Zugriff auf die Daten. Im Verlauf des folgenden Tages stellte das Amt für justiz Unregelmässigkeiten fest. Das System wurde vom Netz genommen.
Am Abend des 1. August hat die Regierung einen Krisenstab einberufen. Der Krisenstab arbeitet mit Hochdruck daran, die betroffenen Personen zu informieren und will am Montag über die aktuellen Entwicklungen informieren.
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