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Der coolste Ort der Sportwoche im Obertoggenburg – das steckt dahinter

Erstmals seit langer Zeit wurde in Wildhaus wieder ein Curlingkurs durchgeführt. 14 Kinder spielten in der Curlinghalle mit viel Elan. Im  Jahren von Olympischen Spielen erhöht sich jeweils der Bekanntheistgrad von Randsportarten – auch der von Curling.
von Robert Kucera
Taktisches Spiel auf dem Eis: Die Kinder sind mit viel Freude und Motivation bei der Sache. (Bild: Robert Kucera)
Souverän bei Premiere: Leiter Hans Brauchli. (Bild: Robert Kucera)
Geniessen den kühlen Ort und die coole Sportart Curling: Ayana Good und Remo Wicki. (Bild: Robert Kucera)

Wie entgeht man der Sommerhitze und treibt gleichzeitig Sport? Ganz klar: Man nimmt in Wildhaus am Curlingkurs teil. Es ist wahrlich der coolste Ort der Sportwoche. Der im Rucksack mitgeführte Pullover ist für einmal kein Notfallaccessoire, sondern absolute Notwendigkeit, wenn man sich längere Zeit in der Curlinghalle aufhält. Doch die härtesten der Kursteilnehmenden geniessen die Kälte und spielen im T-Shirt.

14 Kinder zählt der Kurs, was Leiter Hans Brauchli sehr freut. Schon vor Jahresfrist wollte er den Kurs austragen. Doch es scheiterte an der zu kleinen Teilnehmerzahl. Was ist im Jahr 2026 anders? Brauchli erklärt: «Es fanden Olympische Spiele statt. Viele Kursteilnehmende haben diese Sportart im Fernsehen verfolgt und wollten es nun selber ausprobieren.» Der Leiter hält weiter fest, dass der Boom schon im Februar bei der Durchführung von Schnupperkursen begonnen hat.

Souverän bei Premiere: Leiter Hans Brauchli. (Bild: Robert Kucera)

Grosse Motivation trotz schwierigem Eis

Bevor man es den erfolgreichen Olympioniken nachmachen kann, ist im Curling eine Menge zu lernen. Nicht umsonst wird dieser Wintersport als Schach auf Eis betitelt. Als grösste Herausforderung für die Kursteilnehmenden nennt er die Koordination der Steinabgabe. Hier muss man beim Sliden das Gleichgewicht halten, gleichzeitig die richtige Geschwindigkeit des eigenen Gleitens erreichen, in Kombination zum Tempo des Steins auf dem Eis – und zielen soll man auch noch.

Dass man dann noch einen Besen in der Hand hält, ist nur noch Nebensache. «Schon am dritten Tag hatten es die Kinder recht gut im Griff», sagt Hans Brauchli. Wie er festhält, habe man gute Resultate in der richtigen Länge der Steine und dem Zielen erreicht. Am Mittwoch, als diese Zeitung dem Kurs einen Besuch abstattete, gelangen nicht so viele Steine. «Das Eis war schwierig heute», bedauert Brauchli, dass man nicht unter perfekten Bedingungen trainieren konnte.

Doch dies merkte man den Kindern überhaupt nicht an. Bei jedem neu gespielten Stein gingen sie konzentriert an die Arbeit und liessen nicht nach, die richtige Länge für diesen Tag herauszufinden. «Ich bin sehr zufrieden. Die Kinder sind extrem motiviert, mir macht es Spass zuzusehen, wie sie mitmachen. Es ist eine angenehme Truppe, die diszipliniert ist.» Natürlich macht mal der eine oder andere «Seich» – doch das gehört halt dazu, sagt der Kursleiter.

Schritt für Schritt statt alles auf einmal

Dass es mittendrin in der Sportwoche schon so gut auf dem Eis läuft, dafür hat Hans Brauchli mit taktischem Geschick gesorgt. Statt jedes Element dieses Sports in seiner Ganzheitlichkeit vorzustellen und üben zu lassen, ging er beim Sliden wie folgt vor: erst mit zwei Steinen, dann mit einem, später kam dann die Abgabe dazu und die Handhabung mit dem Besen. «So etwas muss schrittweise erfolgen. So haben wir am ersten Tag den Besen überhaupt nicht benutzt.»

Geniessen den kühlen Ort und die coole Sportart Curling: Ayana Good und Remo Wicki. (Bild: Robert Kucera)

Die stufenweise Einführung in die Wintersportart, in Kombination mit Theorieteilen, kleineren Spielen, die der Auflockerung dienen, und dem richtigen Curlingspiel mit Ends sorgt dafür, dass dieser Kurs für die teilnehmenden 14 Kinder als cooles Sommererlebnis in Erinnerung bleiben wird.

Artikel: http://www.vaterland.li/regional/ostschweiz/14-kinder-entdecken-in-wildhaus-curling-fuer-sich-art-750384

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