• Quarantine hall for corona evacuees
    Am Sonntagnachmittag gab es Entwarnung: Die Probe aus Vorarlberg war negativ, der Verdachtsfall hat sich nicht bestätigt.  (BORIS ROESSLER)

Erster bestätigter Corona-Fall in Vorarlberg

Vorarlberg hat seit heute, Donnerstag, einen ersten bestätigten Fall einer Corona-Erkrankung. Der Betroffene ist ein junger Mann aus Mellau (Jahrgang 1990), der sich offenbar bei einem kürzlichen Aufenthalt in Wien infiziert hat. In Liechtenstein hingegen gab es keine neuen positiven Befunde.

Nach seiner Heimreise mit dem Zug (Montag, 2. März: Railjet 864 ab Wien 14.30 Uhr, Ankunft Dornbirn 21.07 Uhr) meldete er sich gestern, Mittwoch, bei der Gesundheitsberatung 1450 und schilderte seine Symptome. Darauf wurden die erforderlichen Proben genommen und heute, Donnerstag, wurde der Mann nach Vorliegen des positiven Testergebnisses ins Krankenhaus Hohenems gebracht. Sein Allgemeinzustand ist gut, alles deutet auf einen leichten Krankheitsverlauf hin.

 Als erste Kontaktpersonen des Erkrankten gelten dessen Eltern. Diese werden nun entsprechend den Ablaufplänen 14 Tage lang abgesondert, informierte Landesrätin Rüscher. Da die Mutter Lehrerin an einer Schule ist und leichte Symptome hat, wurden auch bei ihr bereits Speichelproben für den Test entnommen. „Das Ergebnis wird morgen früh vorliegen. Ist es negativ, wird der Schulbetrieb ganz normal aufgenommen. Ist es positiv, werden jene Schulkinder und Lehrpersonen, die engeren Kontakt zur Mutter hatten, für 14 Tage in häuslicher Umgebung abgesondert“, erläuterte Rüscher. Der Bürgermeister und die Gemeindeärztin werden Eltern und Lehrpersonen bereits heute über die laufenden Abklärungen informieren. 

Die Landessanitätsdirektion gibt den aktuellen Stand im Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt: Neben dem ersten bestätigten Fall gab bzw. gibt es in Vorarlberg bisher (Stand Donnerstag, 5. März) weitere 99 Verdachtsfälle, davon wurden 94 negativ getestet, fünf sind noch in Abklärung.

Kein neuer positiver Befund in Liechtenstein
Im Landesspital wurden bisher 18 Verdachtsfälle untersucht. Für 16 Personen liegt ein negativer labormedizinischer Befund vor. Diese Personen konnten nach Hause entlassen werden. Die Laborresultate für einen weiteren Verdachtsfall stehen noch aus. Diese Person bleibt im Landesspital isoliert. Die Person mit nachgewiesener Infektion bleibt ebenfalls im Landesspital isoliert.

Die Regierung hält an dem am letzten Freitag und Anfang Woche kommunizierten Vorgehen fest. Veranstaltungen mit mehr als 1'000 Teilnehmern sind verboten. Für Veranstaltungen mit weniger als 1'000 Personen empfiehlt die Regierung, diese zu verschieben oder abzusagen. Bei Veranstaltungen, die dennoch durchgeführt werden, sind die Veranstalter angehalten, den Übertragungsweg durch
Tröpfcheninfektion möglichst zu erschweren. Besonderes Augenmerk sollte daher auf die Einhaltung von Hygienemassnahmen gerichtet werden.

Auch wenn der Krankheitsverlauf bei jüngeren Personen praktisch immer sehr milde ist, kann das Virus für Personen mit Vorerkrankungen oder im vorgerückten Alter eine Gefahr darstellen, wie dies bei einem Grippevirus auch der Fall ist. Die Regierung empfiehlt daher Personen ab 65 Jahren sowie Personen mit Vorerkrankungen Menschenansammlungen nach Möglichkeit zu meiden und im Kontakt mit Personen, die Erkältungssymptome zeigen, besonders vorsichtig zu sein. (pd)

05. Mär 2020 / 18:27
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