• Avalanche warning
    Trotz grosser Lawinengefahr verliess der Skifahrer die Piste.  (ra-photos)

Zwei Lawinentote in Vorarlberg

Ein Skifahrer löste gestern im Skigebiet Diademskopf abseits der Pisten eine Lawine aus. Obwohl er von seiner Begleiterin schnell gefunden werden konnte, überlebte er das Unglück nicht. Auch in Damüls/Mellau überlebte ein Skifahrer einen Lawinenabgang nicht.

Ein 26-jähriger Skifahrer und eine 25-jährige Skifahrerin waren gestern im Skigebiet Diedamskopf in Schoppernau unterwegs. Beide waren mit entsprechender Lawinen-Notfallausrüstung ausgestattet. Im Zuge der letzten Abfahrt auf einer blau markierten Piste blieben beide Skifahrer im Bereich Mitteldiedamskopf-Alpe am Pistenrand stehen. Dort verliess der 26-Jährige die Piste trotz der Lawinenwarnstufe 4. Unmittelbar danach löste sich ein Schneebrett, welches als Lawine abging und in weiterer Folge den Skifahrer mitriss und verschüttete. 
Seine Begleiterin, welche auf der gesicherten Piste stehengeblieben war, fuhr daraufhin den Lawinenkegel ab und konnte mittels Oberflächen-Suche die aus dem Schnee ragenden Beine und Skischuhe ihres Begleiters ausmachen. 
Die Frau setzte einen Notruf ab und begann unverzüglich, den verschütteten Mann freizuschaufeln. Dabei wurde sie von eintreffenden Helfern und der verständigten Bergrettung unterstützt. Der aus Deutschland stammende Skifahrer wurde nach seiner Bergung längere Zeit reanimiert. Die Reanimationsmasnahmen blieben erfolglos, wie die Landespolizeidirektion Vorarlberg mitteilt. Im Einsatz waren 55 Rettungskräfte.

Von Nachlawine verschüttet

Das zweite Lawinenunglück ereignete sich im Skigebiet Damüls/Mellau. Ein 32-jähriger Skifahrer war mit einer Begleiterin unterwegs. Beide waren mit entsprechender Lawinen-Notfallausrüstung ausgestattet. Der 32-Jährige beabsichtigte, die markierte Piste für eine Tiefschnee-Abfahrt zu verlassen. Es löste sich ein Schneebrett, das als Lawine abging und den Skifahrer mitriss. Beim Stillstand der Lawine war der 32-Jährige knietief verschüttet und konnte aus diesem Grund der folgenden Nachlawine nicht mehr entkommen. Durch die Nachlawine wurde er gänzlich verschüttet. Die Begleiterin konnte den Mann zwar befreien, doch die Reanimationsmassnahmen durch die eintreffenden Rettungskräfte verliefen ergebnislos. (pd)

06. Jan 2019 / 20:03
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