• Auch sie mussten mal ran: Der damalige YB-Profi Denis Zakaria (heute bei Borussia Mönchengladbach) in der Mitte neben Schwinger Remo Käser (2. von rechts) nach dem Einrücken in die Spitzensport Rekrutenschule 2016. (Archivbild)
    Auch sie mussten mal ran: Der damalige YB-Profi Denis Zakaria (heute bei Borussia Mönchengladbach) in der Mitte neben Schwinger Remo Käser (2. von rechts) nach dem Einrücken in die Spitzensport Rekrutenschule 2016. (Archivbild)  (Keystone/PETER KLAUNZER)

Über 70 Prozent militärdiensttauglich

Im letzten Jahr sind über 70 Prozent der stellungspflichtigen jungen Schweizer Männer als tauglich für den Militärdienst beurteilt worden. Die 21'297 Rekruten - darunter 345 Frauen - werden in den nächsten Jahren ihre Ausbildung absolvieren.
Bern. 

Insgesamt erhielten im letzten Jahr 30'033 Stellungspflichtige einen definitiven Entscheid, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag mitteilte. Davon wurden 70,9 Prozent als diensttauglich eingestuft. Das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

In absoluten Zahlen jedoch gingen sowohl die Zahl der Stellungspflichtigen (-1378), wie auch die der Tauglichen (-521) leicht zurück. Der Grund dafür liege einerseits in der demographischen Entwicklung. Andererseits haben die angehenden Rekruten seit 2018 die Möglichkeit, ihre Rekrutierung bis zu dem Jahr hinaus zu schieben, in dem sie 24-jährig werden.

Die höchste Diensttauglichkeitsrate wiesen 2019 die Innerschweizer Kantone Nidwalden mit 83,7 Prozent und Obwalden mit 83,3 Prozent auf. Am wenigsten Diensttaugliche gab es im Kanton Wallis mit 58,1 Prozent.

Daneben meldeten sich auch 435 Frauen freiwillig für eine Rekrutierung. 399 von ihnen erhielten einen definitiven Entscheid und bei 345 Frauen fiel dieser positiv aus. Ausserdem wurden 2901 junge Schweizerinnen und Schweizer (13,6 Prozent) als Durchdiener rekrutiert. Sie absolvieren also ihren gesamten Militärdienst am Stück.

Jeder Fünfte untauglich

Insgesamt wurden im letzten Jahr 9,3 Prozent der Stellungspflichtigen oder 2781 junge Männer in den Zivildienst eingeteilt. Knapp jeder Fünfte (19,8 Prozent oder 5955) erwies sich als medizinisch untauglich. Die Ursachen dafür können körperlich, psychisch oder beides sein.

Bei der körperlichen Untauglichkeit seien Probleme im Bereich des Bewegungsapparates im Vordergrund gestanden, im psychischen Bereich Defizite bei der psychischen Belastbarkeit, Angststörungen sowie Drogenkonsum. Die meisten Untauglichen gab es im Kanton Neuenburg mit 30,8 Prozent, die wenigsten im Kanton Appenzell Innerrhoden mit 7,9 Prozent.

Nach einer Personensicherheitsprüfung erliess die Armee im letzten Jahr auch 198 sogenannte Risikoerklärungen. Damit soll verhindert werden, "dass Personen, die ein mögliches Risiko für sich oder ihr Umfeld darstellen, eine Armeewaffe erhalten". (sda)

21. Feb 2020 / 12:06
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
Lova Center
Zu gewinnen einen Lova Einkaufsgutschein im Wert von 50 Franken.
10.03.2020
Facebook
Top