• La Traviata 2018 - Werdenberger Schloss-Festspiele
    Die Veranstalter der Schloss-Festspiele können dank blaulichen und organisatorischen Massnahmen die Oper «Carmen» durchführen.  (Robin Egloff)

Schloss-Festspiele finden wie geplant statt

Am Freitag haben die Direktion und die Verwaltung der Werdenberger Schloss-Festspiele nach langem Abwägen beschlossen, die geplante Carmen-Oper wie vorgesehen vom 8. bis 22. August aufzuführen – nötigenfalls auch mit bis jetzt bewilligtem 300 Personen-Publikum.

Der Entscheid der Veranstalter beendet eine anhaltende, lange Diskussion betreffend die Durchführung der traditionsreichen Oper in der Region.  Dass die Werdenberger Schloss-Festspiele an der Oper im August 2020 festhalten hat vier Gründe. «Wir haben ein sehr professionelles Sicherheitskonzept, das in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten von verschiedenen Schweizerischen Verbänden entstanden ist. Wir sind so flexibel bei den Bauten, dass wir viele Sicherheitsmassnamen, wie zum Beispiel die räumlichen Vorgaben, rein durch bauliche und organisatorische Massnahmen schon erfüllen können. Bei Open-Air-Aufführungen ist die Ansteckungsgefahr zudem um ein Mehrfaches geringer als in geschlossenen Räumen. Und wir sind organisatorisch so gut aufgestellt, motiviert und in den Vorbereitungen so weit fortgeschritten, dass wir das gemeinsam meistern können», sagt Kuno Bont, der Leiter der Direktion. Zudem ist man zuversichtlich, dass die Teilnehmerzahl für solche Anlässe bis August noch weiter geöffnet wird.

Sicherheitsdelegierten in Direktion gewählt

Dem Entscheid vorausgegangen ist ein mehrere Wochen dauerndes Hinterfragen und Überprüfen von Vor- und Nachteilen, eine Chorumfrage, sowie eine enge Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein und anerkannten Fachleuten. Unter ihnen auch der einheimische Jörg Gantenbein, der als Präsident des Schweizer Verbandes technischer Bühnen- und Veranstaltungsberufe, an vorderster Front bei der Erstellung des gesamtschweizerischen Schutzkonzeptes für Theater-, Konzert- und Veranstaltungsbetriebe mitbeteiligt ist. Ihn haben nun die Werdenberger Schloss-Festspiele als Corona-Sicherheitsdelegierten in die Direktion gewählt. Damit stellen sie den professionellen Vollzug der Sicherheitsvorschriften und die erforderliche Fachkompetenz sicher.

Neues Setting für die Aufführung

Manches wird bei der Oper im kommenden August gegenüber einem Normalbetrieb etwas anders sein. «Aber sie wird ein eindrückliches Musik- und Bühnenerlebnis bleiben und die dafür nötige Atmosphäre haben», sagt der Leiter der Direktion. Um den Corona-Sicherheitsbestimmungen gerecht zu werden, ist das gesamte Setting der Werdenberger Schloss-Festspiele neu geplant worden. «Ein Vorteil, der sich aus dem Umstand ergeben hat, dass wir unsere Infrastruktur sowieso bei jeder Inszenierung von Grund auf neu bauen müssen», erklärt Kuno Bont. Die neue Oper am Werdenberger See wird einer Arena gleichen und auf drei im Halbkreis angelegten Tribünen ausreichend Platz bieten, dass die verlangten Sicherheitsabstände eingehalten werden können. Zudem wird die Bühne deutlich vergrössert. Weil dies direkt am See nicht möglich wäre, verschieben die Organisatoren die gesamte Infrastruktur einige Meter weiter auf den grossen Marktplatz. (pd)

01. Jun 2020 / 14:13
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