• Zu wenig Unterstützung: Jay Inslee, demokratischer US-Präsidentschaftsbewerber und Gouverneur von Washington, gibt auf. (Archivbild)
    Zu wenig Unterstützung: Jay Inslee, demokratischer US-Präsidentschaftsbewerber und Gouverneur von Washington, gibt auf. (Archivbild)  (KEYSTONE/AP/PAUL SANCYA)

Weiterer Demokrat gibt im US-Wahlkampf auf

Bei den US-Demokraten hat erneut ein Präsidentschaftsbewerber das Handtuch geworfen: Der Gouverneur des Bundesstaates Washington, Jay Inslee, sagte am Mittwoch im TV-Sender MSNBC, es sei klar geworden, dass er nicht gewinnen werde.
Olympia. 

Er werde nicht Präsidentschaftskandidat der Demokraten und US-Präsident, sagte der Politiker. Er fasst nun eine dritte Amtszeit als Gouverneur ins Auge. Inslee hatte in Umfragen unter einem Prozent gelegen. Mit seinem Rückzug verbleiben bei den Demokraten noch 22 Präsidentschaftsbewerber.

Inslee hatte den Kampf gegen den Klimawandel ins Zentrum seiner Kampagne gestellt. Er legte einen ehrgeizigen Klimaplan vor, demzufolge die USA ab 2030 nur noch CO2-neutral Strom produzieren sollen.

Der Gouverneur zeigte sich am Mittwoch zuversichtlich, dass der Sieger der Vorwahlen der Demokraten den Kampf gegen die Erderwärmung voranbringen werde. Umfragen zeigen, dass das Thema Klimawandel bei demokratischen Wählern immer wichtiger wird.

Parteivorgaben nicht erreicht

Inslee qualifizierte sich in diesem Sommer zwar für die zwei TV-Debatten der Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, hatte aber im dicht gedrängten Kandidatenfeld grosse Mühe, die höheren Hürden für eine Teilnahme an den nächsten Debatten im September zu nehmen: Dazu gehört die Vorgabe, 130'000 verschiedene Spender nachzuweisen, was Inslee zwar vor kurzem schaffte. Doch hätte er auch auf zwei Prozent Zustimmung in vier Meinungsumfragen kommen müssen, was ihm bisher nicht gelungen war.

Bei der dritten TV-Debatte der Präsidentschaftsbewerber in Houston und einer vom Sender CNN geplanten Diskussion mit Bürgern soll es diesmal vor allem um Inslees Kernthema Klimawandel gehen.

Der 68-Jährige ist der dritte Demokrat in diesem Wahlkampf, der seine Ambitionen auf die Präsidentschaft aufgibt. Zuvor hatten bereits der kalifornische Abgeordnete Eric Swalwell im Juli und Colorados Gouverneur John Hickenlooper im August ihre Rückzüge angekündigt.

Die Demokraten küren ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump offiziell bei einem Parteitag Mitte Juli 2020. In Umfragen liegt derzeit Ex-Vize-Präsident Joe Biden klar auf dem ersten Platz, gefolgt von den Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren. (sda/ap/afp)

22. Aug 2019 / 03:53
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