• US-Aussenminister Mike Pompeo besuchte am Dienstag überraschend die afghanische Hauptstadt Kabul. Die USA wollen bis Ende August ein Friedensabkommen mit den radikalislamischen Taliban erreichen.
    US-Aussenminister Mike Pompeo besuchte am Dienstag überraschend die afghanische Hauptstadt Kabul. Die USA wollen bis Ende August ein Friedensabkommen mit den radikalislamischen Taliban erreichen.  (KEYSTONE/AP POOL/JACQUELYN MARTIN)

Überraschungsbesuch Pompeos in Kabul

Die USA wollen bis Ende August ein Friedensabkommen mit den radikalislamischen Taliban erreichen.
Kabul. 

"Ich hoffe, dass wir vor dem 1. September ein Friedensabkommen haben werden", sagte US-Aussenminister Mike Pompeo anlässlich eines Besuchs in der afghanischen Hauptstadt Kabul am Dienstag.

Ein Entwurf der USA, in dem die Taliban zusichern, Terroristen keinen Rückzugsort in Afghanistan zu bieten, sei nahezu fertiggestellt, sagte Pompeo. Angesichts dieses Fortschritts hätten die USA Gespräche mit den Taliban über den Abzug der ausländischen Truppen begonnen. Pompeo betonte, dass es dafür aber noch keinen Zeitplan gebe.

Die nächsten Verhandlungen sollen am 29. Juni in Doha stattfinden. In der Hauptstadt von Katar führen die Taliban seit vergangenem Sommer direkte Gespräche mit den USA über ein Ende des seit fast 18 Jahren anhaltenden Konflikts in Afghanistan.

Vor der Festlegung auf einen Abzug ihrer Soldaten verlangen die USA von den Taliban mehrere Zusagen, darunter Sicherheitsgarantien, einen Waffenstillstand und den Beginn eines Dialogs mit der afghanischen Regierung.

Treffen mit Aschraf Ghani

Gespräche mit der Regierung in Kabul lehnen die Taliban bislang ab, da sie diese für unrechtmässig halten. Anfang Juni hatten sie zudem erklärt, sie planten trotz der Friedensgespräche mit den USA keinen Waffenstillstand in naher Zukunft.

Pompeo teilte auf Twitter mit, er habe am Dienstag unter anderem mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani "produktive Diskussionen" geführt. Thema seien der Friedensprozess mit den radikalislamischen Taliban gewesen und die Notwendigkeit, glaubwürdige Wahlen abzuhalten. (sda/afp/dpa)

25. Jun 2019 / 21:49
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