• Platz in der Hölle: EU-Ratspräsident Donald Tusk hat am Mittwoch in Brüssel vor Journalisten darüber nachgedacht, wie der "Platz in der Hölle" für jene aussehen könnte, die den Brexit ohne Plan vrangetrieben haben.
    Platz in der Hölle: EU-Ratspräsident Donald Tusk hat am Mittwoch in Brüssel vor Journalisten darüber nachgedacht, wie der "Platz in der Hölle" für jene aussehen könnte, die den Brexit ohne Plan vrangetrieben haben.  (KEYSTONE/AP/FRANCISCO SECO)

Tusk genervt von Brexit-Diskussionen

Genervt vom nicht enden wollenden Brexit-Drama hat EU-Ratspräsident Donald Tusk seine eigenen Vorstellungen davon entwickelt, was den Verfechtern des britischen EU-Austritts blüht: ein Platz in der Hölle.
Brüssel. 

"Ich frage mich, wie dieser besondere Platz in der Hölle für die Brexit-Verfechter aussieht, die noch nicht einmal in Umrissen einen Plan haben, wie das auf sichere Weise realisiert werden soll", sagte Tusk am Mittwoch nach einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Leo Varadkar in Brüssel.

Er hoffe, die britische Premierministerin Theresa May, die am Donnerstag in Brüssel erwartet wird, habe nun einen "realistischen" Plan für den Brexit dabei.

Entschuldigung gefordert

Nach Tusks Bemerkung forderte die für Parlamentsfragen zuständige britische Ministerin, Andrea Leadsom, umgehend eine Entschuldigung. Der Kommentar des EU-Ratspräsidenten sei "schändlich" und "boshaft" gewesen, sagte sie dem BBC-Radio am Mittwoch.

"Ich bin mir sicher, dass er sich wohl wünschen wird, er hätte es nicht getan, wenn er darüber nachdenkt." Leadsom ist selbst eine glühende Brexit-Anhängerin.

Premierministerin Theresa May, die am Donnerstag zu Gesprächen mit Tusk und anderen EU-Vertretern nach Brüssel reisen will, reagierte zunächst nicht auf die Äusserung. Ein Sprecher sagte lediglich, es sei an Tusk zu entscheiden, ob seine Bemerkung "angemessen" gewesen sei.

Tauziehen um Brexit

Das Tauziehen um den für Ende März geplanten EU-Austritt Grossbritanniens hält die europäischen Hauptstädte seit Monaten in Atem.

Der von der britischen Regierung mit der EU ausgehandelte Austrittsvertrag wurde vom Parlament in London abgelehnt. Seither droht ein ungeordneter Austritt Grossbritanniens mit gravierenden Folgen für die Wirtschaft zu beiden Seiten des Ärmelkanals und die innerstaatlichen Beziehungen. (sda/afp)

06. Feb 2019 / 13:35
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