• Keine grossen Ergebnisse zu erwarten: Der türkische Vizepräsident  Fuat Oktay (hinten) empfängt den griechischen Premierminister Alexis Tsipras in Ankara.
    Keine grossen Ergebnisse zu erwarten: Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay (hinten) empfängt den griechischen Premierminister Alexis Tsipras in Ankara.  (KEYSTONE/AP Greek Prime Minister's Office/ANDREA BONETTI)

Griechischer Ministerpräsident in Ankara

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras ist am Dienstag in der türkischen Hauptstadt Ankara eingetroffen, um sich um einen Abbau der Spannungen zu bemühen. Tsipras kam am Nachmittag zunächst mit Vizepräsident Fuat Oktay zusammen.
Ankara. 

Nachher traf er Präsident Recep Tayyip Erdogan traf. Bei den Gesprächen sollte es um die wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Migrationsfrage sowie die Spannungen in der Ägäis und auf Zypern gehen.

Zwar hat sich das historisch schwierige Verhältnis verbessert, doch bleiben viele Konfliktpunkte. In der Ägäis gibt es rund um eine umstrittene Inselgruppe immer wieder militärische Zwischenfälle, und auch im Zypern-Konflikt liegen die beiden Länder über Kreuz.

Erdogan war zuletzt im Dezember 2017 in Griechenland. Tsipras sagte im Vorfeld seiner Reise, er hoffe, den damals begonnenen "schwierigen, aber offenen Dialog" fortzusetzen.

Erdogan hatte sich damals zur Irritation seiner Gastgeber für eine Revision des Vertrags von Lausanne ausgesprochen, in dem 1923 die Grenzen zwischen der Türkei und Griechenland festgelegt worden waren. Zudem kritisierte er die "Diskriminierung" der muslimisch Minderheit im Norden Griechenlands.

Tsipras ist der erste griechische Ministerpräsident, der die Türkei besucht, seit einer Visite von Antonis Samaras im März 2013.

Streit um zyprisches Gas

Der Politikexperte Dimitrios Triantaphyllou von der Kadir Has Universität sagte, es sei positiv, dass es zumindest einen "Anschein von Dialog" gebe, auch wenn die Gespräche vermutlich kein konkretes Ergebnis haben würden.

Ein Hauptstreitpunkt ist der Umgang mit den Gasvorkommen vor Zypern. Die Türkei lehnt ihre Förderung durch die griechischen Zyprer ab, solange der Konflikt mit dem türkischen Nordteil der Insel nicht gelöst ist.

Nach seinem Besuch in Ankara will Tsipras am Mittwoch den orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I. in Istanbul treffen. Am Vormittag will der griechische Regierungschef zunächst die ehemalige byzantinische Kirche Hagia Sophia besuchen, bevor er mit dem ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel an einem Gottesdienst im orthodoxen Priesterseminar von Halki auf den Prinzeninseln vor Istanbul teilnimmt.

Der Patriarch von Konstantinopel ist das Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche. Das Priesterseminar von Halki war die wichtigste theologische Schule der Kirche, bevor es 1971 vom türkischen Staat geschlossen wurde.

Seitdem bemüht sich das Patriarchat um seine Wiederöffnung, und auch viele ausländische Politiker haben sich gegenüber Erdogan dafür eingesetzt, darunter US-Präsident Barack Obama. (sda/afp)

05. Feb 2019 / 16:50
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
PFC Levski vs Vaduz
Zu gewinnen 3 x 2 Karten für das Spiel gegen FC Schaffhausen am 27. April um 18 Uhr
12.04.2019
Facebook
Top