• Der Stahlkonzern ArcelorMittal stellt tausende Arbeitsplätze in Italien zur Disposition. (Archivbild)
    Der Stahlkonzern ArcelorMittal stellt tausende Arbeitsplätze in Italien zur Disposition. (Archivbild)  (KEYSTONE/AP/Yves Logghe)

ArcelorMittal setzt Rotstift in Italien an

Der Stahl-Riese will im italienischen Ilva-Werk rund 5000 Arbeitsplätze streichen. Dies gab der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwoch bekannt.
Rom. 

Er bezeichnete den Plan aber umgehend als inakzeptabel. ArcelorMittal sieht die Verantwortlichkeit für den Entscheid aber eher bei der italienischen Regierung. Diese habe versäumt, einen zuvor bereitgestellten Rechtsschutz zu erneuern, der dem Unternehmen Immunität vor Strafverfolgung gewährte, während es die stark verschmutzende Anlage säubert.

"Die Rechtssicherheit ist nicht das Problem. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die derzeitige Produktion von vier Millionen Tonnen pro Jahr seine Investitionen nicht abdeckt und die aktuellen Stellenzahlen nicht rechtfertigt", sagte Conte weiter.

Es gab zunächst keinen unmittelbaren Kommentar von ArcelorMittal. Das Unternehmen hatte das Ilva-Stahlerk in Taranto erst vor einem Jahr erworben. Nun gibt es offenbar Streit um die Bedingungen. (sda/reu)

07. Nov 2019 / 04:11
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