• Michaela Schurte
    Standortmarketing-Geschäftsführerin Michaela Schurte am Vaduzer Oldtimertreff.

Verantwortlich für Vaduzer Visitenkarten

Seit 2013 ist der Verein Standortmarketing Vaduz bestrebt, seinen Teil zu einer attraktiven Aussenwirkung des Liechtensteiner Hauptorts beizutragen. Einen wichtigen Part nimmt dabei die Organisation von Veranstaltungen wie «Vaduz on Ice» ein.
Vaduz. 

Als Hauptort Liechtensteins kommt Vaduz naturgemäss eine Aushängeschildfunktion zu. Beim Versuch, sie adäquat zu erfüllen, nimmt der Verein Standortmarketing Vaduz seit seiner Gründung 2013 eine wichtige Rolle ein. «Ziel des Vereins ist es, die Attraktivität des Standortes Vaduz zu fördern», fasst Geschäftsführerin Michaela Schurte die Bestrebungen der Organisation zusammen. «Unter dem Label ‹Erlebe Vaduz› möchte Standortmarketing Vaduz gemeinsam mit seinen Mitgliedsbetrieben Vaduz positiv und nachhaltig weiterentwickeln und so das Vaduz von morgen schaffen.»

Während Liechtenstein Marketing die überregionale Zielgruppe fokussiert, spricht Standortmarketing Vaduz primär denGast aus der Umgebung an, wie Schurte herausstreicht. «Also den Liechtensteiner, den Schweizer aus der Region und den Vorarlberger.» Zu einem grossen Teil geschieht das über die Organisation von Anlässen in Vaduz. Allein für «Vaduz on Ice» würden beispielsweise jährlich gut 100 Arbeitstage aufgewendet, erzählt die Geschäftsführerin. Doch auch das Mitgliederwesen nimmt erfahrungsgemäss viel Zeit in Anspruch: «Wir haben im Durchschnitt etwa 130 Mitgliedsbe­triebe, um welche wir uns kümmern.»

Dass sie alle an einem Strang ziehen, ist essenziell, um nach aussen eine attraktive Wirkung zu entfalten. Gegenüber früher sieht Michaela Schurte hier deutliche Fortschritte. «Ich bin nun seit vier Jahren in meiner Position tätig, und ich habe das Gefühl, dass sich das ‹Miteinander› ziemlich verbessert hat. Am Anfang war es viel schwieriger, die Mitgliedsbetriebe für gewisse Aktivitäten zu motivieren.» Aber auch die Zusammenarbeit mit den vielen Partnern und der Gemeinde gestalte sich heute viel einfacher, sagt sie.

Enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde
Gerade letztere ist für Standortmarketing Vaduz ohnehin eine zentrale Grösse. Allein der Umstand, dass sich die Vereinsbüros im Rathaus befinden, dokumentiert das trefflich. Doch die Beziehungen sind nicht nur aus der geografischen Warte heraus sehr eng. «Wir sind zwar ein unabhängiger Verein, der Grossteil unseres Jahresbudgets stammt jedoch aus der Gemeinde», erklärt Schurte. Aus diesem Grund sei man auch verpflichtet, ihr gegenüber Rechenschaft abzulegen. «Wir arbeiten mit auf Projekte und Aktivitäten bezogenen Budgets der Gemeinde, welche nicht beliebig, sondern laut geplanter Position eingesetzt werden müssen.» In der Umsetzung, betont Schurte, verfüge der Verein indes über viel Spielraum. «Obwohl wir so viel Unterstützung aus dem Rathaus bekommen, können wir ziemlich frei entscheiden.»

Erfolgsgeschichte «Vaduz on Ice»
Nicht immer ziehen die getroffenen Entscheide den gewünschten Erfolg nach sich. «Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Das ist bei uns nicht anders», sagt Schurte. Der 2015 durchgeführte Genussmarkt sei ein Beispiel dafür. «Bei dem Wochenmarkt, der jeden Freitag von Frühling bis Herbst stattfinden sollte, ist einiges nicht optimal gelaufen. Ein solches Projekt braucht einen langen Atem, und den hatte man leider nicht.»

Viel häufiger aber haben die Verantwortlichen den richtigen Riecher, was nicht zuletzt eine mittlerweile stattliche Zahl etablierter Veranstaltungen beweist.  Wobei «Vaduz on Ice» für Michaela Schurte aus dieser Reihe noch einmal etwas hervorsticht. «Rund 40 000 Besucher», schwärmt sie, «kommen während zweier Monate nach Vaduz zum Eislaufen, Konsumieren oder um sich an der Eisbahn zu treffen.» In ihren Augen sei der Anlass der bislang «grösste Erfolg» des Vereins.

Am Ende soll jede einzelne Handlung, jede Massnahme einen möglichst grossflächigen positiven Effekt erzielen. Sprich: möglichst vielen involvierten Akteuren von Nutzen sein. Doch genau diese Maxime stellt auch die höchste Hürde dar, wie Schurte weiss: «Die vielen verschiedenen Interessengruppen zu bedienen, ist sicher die grösste Herausforderung.» Und ein Unterfangen, das schon mal der Quadratur des Kreises gleichkommen kann. «Es gibt immer solche, die mehr von unserer Arbeit spüren als andere.»

Gleichwohl, das suggeriert jedenfalls die hohe Zahl an Mitgliedsbetrieben, fühlen sich die allermeisten auf die Reise ins «Vaduz von morgen» mitgenommen. Auf dem Weg dorthin stehen ihnen sowie Vereins-Geschäftsstelle und -Vorstand die nächsten Aufgaben bereits bevor. «Gerade wurden wir von der Gemeinde ­Vaduz und dem Unternehmen ‹stadtland› angefragt, ob wir in der Konzeptphase bei der Zentrumsentwicklung mitarbeiten möchten», berichtet Michaela Schurte. Ausserdem sei für 2019 ein neues Produkt für Individualbesucher von Vaduz geplant, und auch die Planung des Lihga-Auftritts der Gemeinde 2020 müsse in Angriff genommen werden. Attraktivität hat eben ihren Preis: viel Arbeit. (bo)

02. Okt 2018 / 18:42
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
09. Dezember 2019 / 22:46
09. Dezember 2019 / 14:56
09. Dezember 2019 / 10:14
09. Dezember 2019 / 22:15
Meistkommentiert
29. November 2019 / 13:35
27. November 2019 / 21:19
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
schnee
Zu gewinnen 3 x 2 Tickets für Schneekönigin on Ice am Mittwoch, 18. Dezember um 19 Uhr
31.10.2019
Facebook
Top