• Digitaltag
    Am Digitaltag in Vaduz können Kunstwerke der Fürstlichen Sammlung virtuell erlebt werden.

«Vaduz auf die digitale Landkarte bringen»

Vaduz und somit Liechtenstein wird immer mehr zum Hotspot der Digitalisierung. Nach der Konferenz Digital Summit findet am 25. Oktober der Schweizer Digitaltag statt, welcher erstmals auch am Standort Vaduz durchgeführt wird.
Vaduz. 

Die Besucher können Aktivitäten und Programmpunkte rund um die Digitalisierung im Vaduzer Städtle erleben. Patrick Stahl von der Initiative «digitial-liechtenstein.li», die den Anlass organisiert, erklärt im Interview, was genau hinter dem Digitaltag in Vaduz steckt.

Vaduz wird offizieller Standort des Schweizer Digitaltags. Was heisst das genau und wie kam es dazu? 
Patrick Stahl: Der Digitaltag ist eine Plattform der neuen Initiative «digital-liechtenstein.li», welche von Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik getragen wird. Ein wichtiger Partner ist die Schweizer Initiative «digitalswitzerland». Deren Gründer, Marc Walder, war bei unserer Auftaktveranstaltung letzten November Hauptreferent und rief uns in seiner begeisternden Rede dazu auf, Liechtenstein solle doch die Chance nutzen, am Schweizer Digitaltag als Standort teilzunehmen. Diese Chance haben wir nun am Schopf gepackt und können nun dank der breiten Unterstützung erstmals den Digitaltag in Vaduz präsentieren.

Was bedeutet dies für die Gemeinde Vaduz?
Es ist zunächst eine grosse Ehre für das Land Liechtenstein und die Gemeinde Vaduz, dass wir uns an einem so grossen Projekt beteiligen dürfen und ein neuer Standort des Schweizer Digitaltags werden. Am ersten Schweizer Digitaltag im November 2017 beteiligten sich mehr als 100 Unternehmen und Institutionen. Schweizweit fanden mehr als 80 Veranstaltungen statt und sprachen dabei mehr als 250 000 Personen persönlich und mindestens nochmals so viele per Live-­Stream an. In Vaduz wollen wir natürlich klein, aber fein agieren, wobei das Ziel dasselbe bleibt: Wir bringen Vaduz auf die prominente Landkarte, wenn es um digitale Innovationen und Entwicklungen geht. Wir freuen uns natürlich sehr, dass Regierung, Gemeinde und das Kunstmuseum den Digitaltag in Vaduz unterstützen.

Der Digitaltag soll die Digitalisierung erlebbar machen. Was erwartet die Besucher am Digitaltag?
Auf einem Rundgang durch das Vaduzer Städtle können die Besucherinnen und Besucher diverse Programmpunkte zu digitalen Themen erleben. Hauptstandort ist das Kunstmuseum Liechtenstein, weitere Standorte sind das Liechtenstein-Center und die Post Vaduz. An den Standorten präsentieren Partner und Organisationen digitale Innovationen und Entwicklungen aus Liechtenstein, welche die Digitalisierung fassbar machen. Gute Beispiele sind das Klassenzimmer der Zukunft, welches das Experimentierlabor PepperMINT und die Privatschule Formatio gemeinsam vorstellen, oder eine innovative App der LGT, die einen spannenden Blick hinter die Kunstwerke der Fürstlichen Sammlungen ermöglicht. Ausserdem diskutieren Experten an Panelveranstaltungen über digitale Zukunftsthemen.


Weshalb ist es so wichtig, dass sich neben der Wirtschaft auch die breite Bevölkerung in Sachen Digitalisierung informiert?
Die Digitalisierung wird unseren Alltag in Zukunft noch stärker verändern als bisher. Die breite Bevölkerung ist ein wichtiges Bindeglied, um unser Land auf die digitale Transformation vorzubereiten. Wirtschaft, Politik und Wissenschaft sind dazu aufgefordert, die Menschen objektiv über die Folgen der Digitalisierung zu informieren. Wir möchten mit dem Digitaltag einen Beitrag dazu leisten, dass die Ängste und Sorgen der Menschen ernst genommen werden. Deshalb sind alle Aktivitäten am Digitaltag kostenlos und öffentlich.

Hinter der Organisation des Digitaltags in Vaduz steckt die Initiative «digital-liechtenstein.li». Was ist der Zweck dieser Initiative?
«digital-liechtenstein.li» vernetzt Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Die Initiative wird getragen von der gemeinsamen Vision aller Mitglieder, dass sich Liechtenstein zu einem führenden digitalen Wirtschaftsstandort entwickelt. Inzwischen engagieren sich 40 Unternehmen und Organisationen bei «digital-liechtenstein.li» – getragen wird die Initiative auch von der Regierung Liechtensteins und dem Fürstenhaus. Die Initiative vernetzt die massgeblichen Entscheidungsträger und unterstützt mit zahlreichen Aktivitäten und Plattformen den Übergang des Wirtschaftsstandorts Liechtenstein in das digitale Zeitalter.

Die Initiative ist vor einem Jahr gestartet. Wie ist sie angelaufen und wie sind die Rückmeldungen?
Wir haben bereits zahlreiche Aktivitäten realisiert, dazu zählte auch die neue Konferenz Digital Summit, welche am 20. September im Vaduzer Saal stattfand und 400 digitale Entscheidungsträger vernetzte. Die Initiative verfügt über ein hochkarätig besetztes Board mit den Entscheidungsträgern aller Partner. Sie erarbeiten derzeit eine digitale Roadmap, um Handlungsfelder für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu identifizieren.

Was gibt es noch zu tun? Wie sehen die weiteren Pläne aus?
Die Initiative hatte einen tollen Start, da gleich von Beginn an sehr viele Partner mit an Bord waren. Das zeigt, wie stark der Bedarf nach einer solchen Plattform ist und welche Chance eine solche Initiative bietet. Wir haben für das kommende Jahr bereits zahlreiche Aktivitäten in Planung, darunter Workshop-Events, die zweite Durchführung des Digital Summits und des Digitaltags. Darüber hinaus möchten wir uns auch im Bildungs- und Start-up-Bereich engagieren. Und klar ist, dass uns die digitale Roadmap stark beschäftigen wird und wir diese Chance nutzen möchten. (manu)

05. Okt 2018 / 18:49
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