• Deponie Rain in Vaduz
    Der Eingangsbereich soll bald fertiggestellt sein.  (Daniel Schwendener)

Bauarbeiten befinden sich auf Kurs

Nach anfänglichen Verzögerungen befindet sich das Projekt der Deponieerweiterung «Im Rain» auf Kurs. Im November soll der Eingangsbereich fertiggestellt werden. Die Arbeiten für das Bauabfällekompartiment starten voraussichtlich im nächsten Jahr.
Vaduz. 

Das Projekt der Vergrösserung der Deponie «Im Rain» ist seit mehreren Jahren im Gange. Zwei Stolpersteine markierten aber Unterbrüche des Projekts. Ende November soll der neu gestaltete Eingangsbereich der Deponie fertiggestellt werden. Kurz zum Hintergrund: Geeignete Deponien für Bauabfälle, fachsprachlich «Inertstoffe» genannt, sind in Liechtenstein rar. Im Oberland verfügen nur die Deponien in Schaan und Vaduz  über die notwendige Infrastruktur, um den Bauschutt aufzunehmen. Vaduz erklärte sich bereit, diese Rolle zu übernehmen. Um den Schutt lagern zu können, musste aber die Deponie vergrössert werden. Die Bauarbeiten für die neue Deponie «Im Rain» oberhalb des Vaduzer Mühleholz starteten im Sommer 2015. Damals wurde ­gerodet und Kies entnommen. Durch diese Entnahme könne der Deponiebetrieb für weitere 70 Jahre gesichert werden, schrieb das «Vaterland» damals. Die ersten Rodungen und Kiesentnahmen sorgten bei den Anwohnern aber für Bedenken. Sie sorgten sich  um ihre Sicherheit und Gesundheit und traten damit an die Öffentlichkeit. Vor allem befürchteten sie ein erhöhtes Risiko für Rutschungen. Deswegen gab die Gemeinde ein geologisches Gut­achten in Auftrag. «Das Ergebnis ­dieser fundierten Abklärungen war, dass die von den Anwohnern erwähnten Szenarien in keinster Weise zu befürchten sind», schrieb das «Vaterland» im Sommer 2015. 

Der zweite Stolperstein war eine Umweltverträglichkeitsprüfung für die dritte Etappe des Erweiterungsprojekts der Deponie «Im Rain». Die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) reichte 2015 wegen der Handhabung der Umweltverträglichkeitsprüfung Beschwerde ein – sie erklärte, dass die Beschwerdemöglichkeit der Bevölkerung eingeschränkt worden sei. Anfang Januar 2016 bekam die LGU vom Staatsgerichtshof recht. Das Urteil war für die LGU ein Grundsatzentscheid. Es betraf nicht den Bau der Deponie, sondern hielt fest, dass das Recht auf Beschwerde der Bevölkerung nicht übergangen werden darf. Eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung war somit nicht erforderlich. Auch waren gemäss Informationen der Gemeinde keine grundsätzlichen Änderungen notwendig. Kleine Anpassungen mussten jedoch vorgenommen werden. Ein Ingenieurbüro arbeitet diese bis Ende Oktober 2018 aus und legt diese erneut der Regierung zur Genehmigung vor. Die Bauarbeiten für das Bauabfällekompartiment sollen dann im nächsten Jahr starten. Bereits im November 2018 sollen die Bauarbeiten beim Eingangsbereich der Deponie abgeschlossen werden: Dazu gehören das neue Gebäude der Deponieabfertigung mit einer Reifenwaschanlage, einer Fahrzeugwaage und einem neuen Grünabfalllager. Der Asphaltdeckbelag kann voraussichtlich im Frühjahr 2019 gemacht werden. (qus)

 

03. Okt 2018 / 05:23
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