• Seilpark in Triesen
    Seilpark in Triesen  (Sandro Gertsch)

Ein Ort für sportliche «Höchstleistungen»

Die diesjährige Bilanz des Waldseilparks in Triesen fällt gut aus – auch wenn der Start im Mai nicht nach Plan verlief.

In luftiger Höhe wurden an den Tannen und Laubbäumen Plattformen aus Holz befestigt, die entweder durch wackelige Hängebrücken oder auch Slackline-Seile miteinander verbunden sind. Diese Konstruktionen gehören zum Waldseilpark, der sich oberhalb des Robinson-Spielplatzes in Triesen befindet. Jeweils vom ersten Maiwochenende bis zum letzten Wochenende der Herbstferien der Liechtensteiner Schüler können Kletterbegeisterte den Seilpark besuchen. In diesem Jahr lief es im Mai jedoch nicht wie gewünscht: Das kalte und nasse Wetter hatte zur Folge, dass der Park weniger oft geöffnet werden konnte und dadurch auch weniger Gäste kamen, das erklärt Melanie Vonbun-Frommelt, eine der Guides des Seilparks. Die restliche Saison sei aber nach Plan verlaufen, obwohl sich auch die Hitze nicht unbedingt positiv auswirkte.
Seit neun Jahren gibt es den Park bereits – betrieben wird er vom Verein Waldhochseilgar-ten Triesen. Die Idee dazu kam von Srecko Kranz, der laut Melanie Vonbun-Frommelt damit erreichen wollte, dass die Kinder ihre Zeit nicht nur vor dem Fernseher verbringen. «Zuerst sollte der Park in Malbun realisiert werden, das Bergdorf fiel dann aufgrund der Verbindung zum öffentlichen Verkehr aus dem Rennen», erklärt sie. Die Initianten des Parks wurden dann auf dem heutigen Gelände in Triesen fündig. Die Kriterien dafür lauteten, dass 
es starke und hohe Bäume braucht, und es ausserdem kein unberührter Wald sein darf – nicht nur wegen der Verbindung zum öffentlichen Verkehr, sondern auch wegen der Tierwelt. Das Waldstück wird regelmässig von einem Förster begutachtet. Zu gröberen Beschädigungen sei es bisher laut Melanie nicht  gekommen. Einzig eine Baumkrone sei einmal aufgrund eines Gewitters umgeknickt.

Vorab gibt es eine rund 20-minütige Einschulung

In den vergangenen Jahren konnte das Seilpark-Team unter anderem viele Schul- und Arbeitsgruppen sowie Familien empfangen. Auch unzählige Kindergeburtstage wurden im Seilpark gefeiert. So ist der Park etwas für Jung und Alt – doch eine gewisse Sportlichkeit ist gefragt.  
Der Waldseilpark wird unterteilt in den Kinderpark und den grossen Park. Der Kinderpark ist machbar für Kinder ab vier Jahren. Der grosse Park wiederum wird unterteilt in drei verschiedene Routen, die sich in ihrem Schwierigkeitsgrad unterscheiden: «Die schwarze Route ist die schwierigste und somit am anstrengendsten», erklärt Melanie Vonbun-Frommelt. Dass keiner, der dort nichts verloren hat, den Seilpark betritt, wird durch eine rund 20-minütige Einschulung der Besucher vom Seilpark-Team zu Beginn des Abenteuers gewährleistet. Dabei sollen sie drei Kletteraufgaben bewältigen, und ihnen wird gezeigt, wie sie den Klettergurt  und Helm anziehen. Noch nie hätten Kinder und Erwachsene an Schulungen teilgenommen, die dann wieder nach Hause geschickt werden mussten, so Vonbun-Frommelt. 
Die Einschulungen werden von sogenannten Guides durchgeführt. «Für diese Aufgabe bevorzugen wir Personen, die klettern können», erklärt sie und fügt an: «Sie reagieren oftmals besser in Stresssituationen.» Diese Guides wiederholen jedes Jahr ihre Ausbildung, bei der sie ein Rettungsszenario durchspielen. Die Guides werden von Assistenten unterstützt. Das sind derzeit zwei Jungen und acht Mädchen (sie müssen mindestens 14 Jahre alt sein), die das Geschehen auf den Bäumen beobachten.  Sie sind alle Schüler oder Studenten. «Sie führen aber keine Schulungen durch», erklärt sie.     

Keine Park-Vergrösserung geplant

Seit Eröffnung des Waldseilparks sei glücklicherweise noch nie ein schlimmerer Unfall geschehen. Denn die Sicherheit steht für das Team an vorderster Stelle. Und das soll auch so bleiben. Auch deswegen kommt eine Park-Vergrösserung derzeit nicht in Frage, denn dafür würde es wieder mehr Angestellte benötigen, für die vor allem auch die finanziellen Mittel fehlen. Denn mit dem Waldseilpark machen die Verantwortlichen weder Überschuss noch Verlust. «Wie man so schön sagt, werden wir mit dem Park nicht reich an Geld, sondern an Erfahrungen», sagt sie. Für das kommende Jubiläumsjahr bestünden indes noch keine Pläne. Zuerst schliesse das Team die diesjährige Saison ab. (qus)

 

11. Sep 2019 / 21:23
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