• Namensgeber und Wegbegleiter Prinz Wenzel
    Namensgeber und Wegbegleiter Prinz Wenzel

«Wenzel»-Weg zur 300-Jahr-Feier

Im Rahmen der 300-Jahr-Feier 2019 will der Verein Liechtensteiner Unterland Tourismus in Schellenberg einen Geschichtslernpfad für Kinder, den Wenzel-Weg, realisieren. Das Konzept steht, es fehlen aber noch Spenden.

Bereits 2014 wurden im Hinblick auf das nahende Jubiläumsjahr in Workshops verschiedene Ideen zusammengetragen, von denen schliesslich der Geschichtslernpfad für Kinder ausgewählt wurde. Dieser kinderwagen­taugliche Erlebnispfad soll weitgehend auf den Wegen des bestehenden historischen Höhenwegs im Gebiet Schellenberg verlaufen. «Mit dem Geschichtslernpfad für Kinder möchten wir eine neue Zielgruppe ansprechen», sagte der Vorstand an der GV von vergangener Woche. «Kindern, Familien und Schulklassen könnten so wichtige geschichtliche Ereignisse kindergerecht und auf spannende Art vermittelt werden.» 

Prinz Wenzel als Wegbegleiter
Wegbegleiter der Kinder auf dem 4,5 Kilometer langen Pfad ist die Figur Prinz Wenzel (angelehnt an Prinz Joseph Wenzel von Liechtenstein, der von 1692 bis 1772 lebte), nach dem der Weg benannt wird. Er begleitet die Kinder auf einer Zeitreise durch Millionen von Jahren und erzählt an verschiedenen Stationen Wissenswertes zur Eiszeit, zum Mittelalter, zur Frühgeschichte wie auch zur Neuzeit. 
Startpunkt des Weges ist der Gedenkstein «200 Jahre Liechtensteiner Unterland», wo ein Dispenser mit einem Plan und einem Quiz zum Mitnehmen aufgestellt wird. Die erste Station liegt bei der Oberen Burg, wo ein Blick durch das magische Fernrohr mit einer integrierten Visualisierung zeigt, wie die Burg im 13. Jahrhundert einst ausgesehen hat. Weiter geht es zur Aussichtsterrasse auf dem Gantenstein. Dort wird eine Art Sandkasten aufgebaut, in dem die Kinder selbst archäologische Grabungen durchführen können. Zu entdecken gibt es im Sand montierte Nachbildungen frühgeschichtlicher Gegenstände wie Werkzeuge oder Töpfe, die in den Resten der jungsteinzeitlichen Siedlung «Borscht» gefunden wurden. Daneben lädt eine Holzhütte im Stil der jungsteinzeitlichen Behausungen zum Spielen ein. 

Spiel-Ritterburg als Schlusspunkt
Die dritte Station befindet sich beim Findling, wo auf einer Infotafel die Geschichte und Reise des grossen Steinbrockens erklärt wird. Beim zweiten Aussichtspunkt wird den Kindern die Geschichte Liechtensteins mittels einer Audio-Botschaft erklärt, die durch das Drehen einer Kurbel selbst abgespielt werden kann. Am Aussichtspunkt steht ein Panorama-Fernrohr mit Blick auf die umliegenden Burgen und Berge. Auch dieses Fernrohr hat diverse Visualisierungen eingebaut wie die Gletscherlinie in der Eiszeit, die Schattenburg, die Eisenbahn und Prinz Wenzel, der sich irgendwo in den Bergen versteckt. Ergänzt wird dieser Platz mit einer Spielstation zur Metapher «Kanone» mit einer Wippe, einer Kegelbahn oder einem Kugellabyrinth. 
Nach dem Erreichen des nördlichsten Punktes der Tour geht es über den Wald in den Hinterschellenberg hinab und über die St.-Georgs-Kapelle zum zweitletzten Punkt, der der Neuzeit gewidmet ist. Dort soll ein Rastplatz mit Grillstelle entstehen und ein fest montiertes Freiluft-Memory zu den wichtigsten historischen Punkten im Land, die bereits auf dem Rundgang erkundet werden konnten. Der Schlusspunkt der Tour liegt wieder beim Sportplatz, wo eine neue Spiel-Ritterburg mit Brücke, Kletterrampe, Wachtürmen und Rutsche entstehen soll. 

Ein nachhaltiges Projekt für die nächsten 40 Jahre
Gemeinsam mit LUT-Projektleiter Hansjörg Nipp schuf das Medienbüro Oehri und Kaiser die erste Konzeptidee mit Prinz Wenzel, die das auf erlebnisorientierte Projekte spezialisierte Planungsbüro Wegmüller aus­arbeitete. Ein erster Kostenvoranschlag beläuft sich auf 150 000 Franken, zu dem weitere 30- bis 40 000 Franken für den Ritterspielplatz kämen. Wie Daniel Wegmüller allerdings erklärte, könne mit einem Basisangebot gestartet und der Weg Jahr für Jahr ausgeweitet werden. «Der Höhenweg ist zirka 40 Jahre alt, ich bin überzeugt, dass auch der Wenzel-Weg sicher so lange halten wird», zeigte sich Hansjörg Nipp optimistisch. 2019 jedenfalls sollte der Weg begehbar sein. (mk)

03. Apr 2018 / 09:44
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