• Die Burgruine Schellenberg wird erneut als wunderschöne Kulisse für die unterschiedlichsten Darstellungen der 300 Teilnehmenden dienen.

«Botschafter für Schellenberg»

Die Burgruine Schellenberg wird im September wieder von Dudelsackklängen und Marschmusik in Beschlag genommen. Pascal Seger, Produzent von «The Princely Liechtenstein Tattoo», gibt einen Einblick.
Schellenberg. 

Herr Seger, vom 5. bis 7. September geht «The Princely Liechtenstein Tattoo» nach einer Pause in eine neue Runde. Was waren die Gründe dafür, dass die Veranstaltung vergangenes Jahr nicht stattfand? 
Pascal Seger: Wir haben das vergangene Jahr unter das Motto «Axt schärfen» gestellt. Hintergrund war, dass wir über die Jahre feststellen mussten, dass die Vorbereitungen des Folge-«Tattoos» begannen, bevor das letzte vorbei war. Dies hatte zur Folge, dass wir oft zu wenig Zeit hatten, uns um grundsätzliche Fragen und Überlegungen zu kümmern. Auch wenn wir das «Princely Tattoo» schon in den Jahren 2012 bis 2017 massiv weiterentwickeln konnten, gab es immer wieder Ideen und Vorstellungen, bei welchen uns die Zeit fehlte, diese detailliert zu prüfen. Das vergangene Jahr war also keine Pause, sondern wir haben es sehr intensiv genutzt, um unser «Princely Tattoo» gemeinsam mit dem ganzen Team, vielen Partnern, Sponsoren und auch Vertretern von Land und Gemeinde weiterzuentwickeln. 

Ein umfangreiches Programm wartet auf die Besucher – was sind Ihre persönlichen Highlights? 
Wie in den vergangenen Jahren finde ich es sehr schwierig, einzelne Highlights hervorzuheben. Ich glaube auch, dass dies nicht richtig wäre. Denn am Schluss ist es das grosse Ganze, das unser «Princely Tattoo» ausmacht: Mit Blick auf die Openair-Shows ist es natürlich die historische Burgruine Schellenberg, welche als wunderschöne Kulisse für die unterschiedlichsten Darstellungen der 300 Teilnehmenden – imposante Choreographien, wunderschöne Tänze, emotionale Momente und natürlich eine riesige Bandbreite an Musik – dient. Aber auch das Rundherum gehört dazu und gerade hier haben wir für dieses Jahr manches geändert: In unserem Zeltdorf wird es neu acht unterschiedliche Verpflegungs- und Genussstände geben. Es rentiert sich also, früh zu kommen und lange zu bleiben. Ein Highlight für sich allein wird sicher auch die «Princely Tattoo Parade» sein, welche erstmals am neuen Standort in Vaduz stattfinden wird. Über 700 Teilnehmende, darunter auch viele aus Liechtenstein, und auch hier eine grosse Zahl an Verpflegungsständen, werden die Besucher ganz sicher begeistern.

Anlässlich des 300-Jahr-Jubiläums vom Fürstentum wird auch in Schellenberg der Fokus auf die Geschichte gelegt. Wie genau? 
Wir haben in der Zusammenstellung des Programms bewusst Musikstücke, Formationen und Elemente eingebaut, welche im Zusammenhang mit Liechtenstein und seiner Geschichte stehen. Traditionell werden wir im grossen Finale, bei welchem alle 300 Teilnehmenden auf der Bühne der Burgruine stehen, die Landeshymne spielen. Als Ausmarschlied haben wir bewusst den «Liechtensteiner-Marsch» des liechtensteinischen Komponisten Adolf Büchel gewählt. Das Liechtensteiner Scharfschützen-Militärkontingent «Letzter Auszug 1866» verkörpert die letzten Soldaten unseres Landes und der Divertimento-Chor aus Schaan wird speziell bei ihrem Einzugslied auf die Historie eingehen. Zudem haben wir die Polizeimusik St. Gallen eingeladen, um die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zu unserem Nachbarkanton aufzuzeigen. Erstmals bieten wir gemeinsam mit der Denkmalpflege des Amts für Kultur historische Führungen an. Diese verbinden einen Blick hinter die Kulissen des «Princely Tattoos» mit interessanten Fakten zur Geschichte der Burgruine und des Schellenbergs.

Welche Bedeutung hat die Veranstaltung Ihrer Meinung nach für die Gemeinde Schellenberg?
In einem ersten Schritt ist es mir wichtig, hier der Gemeinde Schellenberg und allen Einwohnerinnen und Einwohnern herzlich dafür zu danken, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben, «The Princely Liechtenstein Tattoo» in ihrer schönen Gemeinde durchführen zu dürfen. Es ist uns sehr bewusst, dass dies nicht selbstverständlich ist, da unsere Veranstaltung, inklusive Auf- und Abbau, beinahe einen Monat lang für Störung und auch Lärm sorgt. Wir freuen uns sehr über diesen grossen Rückhalt, den wir erfahren dürfen! Auf Ihre Frage eingehend, denke ich, dass wir es geschafft haben, ein positiver Botschafter für den Schellenberg und unser Land zu werden. In jedem Durchführungsjahr kommen über 5500 Personen aus Liechtenstein, der Deutschschweiz – und oftmals weiter weg – innerhalb von drei Tagen auf  den Schellenberg und nach Vaduz und lernen die beiden Gemeinden von der schönsten Seite kennen. Unser Programmheft mit einer Auflage von über 60 000 Exemplaren wird in der erweiterten Region verschickt und präsentiert auch unsere Veranstaltungsorte. Hinzu kommen 300 Teilnehmende aus ganz Europa, welche fünf Tage lang in und um Schellenberg unterwegs sind. Gerade die Teilnehmenden schwärmen über die Zeit, die sie am «The Princely Liechtenstein Tattoo» und damit im Schellenberg und in Liechtenstein geniessen durften. Es kommt nicht von ungefähr, dass uns viele Anfragen von Gruppen erreichen, welche – trotz der vergleichsweise kleinen Grösse unseres Anlasses – unbedingt Teil davon sein möchten.

Wie ist die Idee zum «Princely Liechtenstein Tattoo» entstanden?
Im Ursprung stand mein Wunsch, eine eigentlich kleinere Veranstaltung mit Dudelsackmusik durchzuführen. In den Überlegungen, was man rund um den Dudelsack machen könnte, entstand die Idee vom «Princely Liechtenstein Tattoo». Meine Frau Manuela hatte dann die fantastische Idee, dieses auf der Burgruine Schellenberg durchzuführen. Die Umsetzung war dann aber nicht ganz so einfach. Im Land kämpften wir mit den Schwierigkeiten, dass der Begriff «Tattoo» nur als Tätowierung bekannt und die Burgruine in den Augen vieler eine völlig unrealistische Veranstaltungsstätte war. Auf der Suche nach Teilnehmenden waren wir nur schon aufgrund der ersten Durchführung uninteressant und dann erst recht aufgrund unserer Kleinheit. Glücklicherweise gab es auch einige Personen – darunter auch der Schellenberger Vorsteher Norman Wohlwend und der damalige Gemeinderat – welche von Anfang an an uns glaubten und uns unterstützen. Massgeblich auch Jean-Luc Kühnis, welcher im ersten Jahr notfallmässig einsprang, und uns bis heute als künstlerischer Leiter erhalten blieb. Und daher fand dann im September 2012 das erste «The Princely Liechtenstein Tattoo» erfolgreich statt – nur 10 Monate nach der Idee.

16. Mai 2019 / 10:46
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
Lesertrend
Meistgelesen
06. Dezember 2019 / 15:30
06. Dezember 2019 / 09:49
06. Dezember 2019 / 20:30
06. Dezember 2019 / 16:17
Meistkommentiert
29. November 2019 / 13:35
27. November 2019 / 21:19
Aktuell
07. Dezember 2019 / 04:53
07. Dezember 2019 / 04:10
07. Dezember 2019 / 02:48
07. Dezember 2019 / 02:17
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
puzzle ravensburger
Zu gewinnen 1 Ravensburger Puzzle Schloss Vaduz
04.11.2019
Facebook
Top