• Dilvoan Yaslak, Schaan
    Dilovan Yaslak in seinem neuesten Projekt: Restaurant Nummer vier in der «Zoschg»-Überbauung.  (Tatjana Schnalzger)

Speisen inspiriert vom Reisen

Der Schaaner Dilovan Yaslak eröffnet bald sein viertes Restaurant. Er liebt es, Leute mit Essen glücklich zu machen.
Schaan. 

Dilovan Yaslak ist 25 Jahre alt – im kommenden Januar eröffnet er sein viertes Restaurant. Der gebürtige Schaaner ist erfolgsorientiert und arbeitet dafür oft sieben Tage am Stück. «Ich will weiterkommen im Leben», erklärt er während eines Rundgangs durch Restaurant Nummer vier. In einer Region, in dem viele Restaurantbesitzer scheitern und sich nur wenige durchsetzen können, hat Yaslak etwas erreicht. Ein Erfolgsrezept hat er aber nicht wirklich. Er setzt auf Innovation und geht mit der Zeit. 
Das vierte Restaurant namens «Lio» hebt sich von seinen anderen ab: Es soll gehobener werden. Und auf keinen Fall «08/15». Auf der ­Speisekarte werden Pizzas aus dem Holzofen und Steaks, gebraten auf einem teuren Grill aus den USA, stehen. «Vielleicht gibt es zusätzlich auch Vitello Tonnato, das steht aber noch nicht fest», sagt Yaslak. Ein restaurantübergreifendes Konzept hat er nicht. Im «Vibes» in Schaan verkauft er türkische Spezialitäten wie Döner, aber auch sogenannte «Bowls» mit Reis, Gemüse und Fleisch oder hausgemachte Burger. Im «Kuro» in Buchs gibt es asiatische Gerichte und «Poke», einen Fischsalat aus Hawaii. Wichtiger als ein restaurantübergreifendes Konzept ist dem jungen Schaaner, dass er mit seinen Gerichten am Puls der Zeit bleibt. «Auf Reisen und auf Youtube hole ich mir Inspiration für die Gerichte auf den Speisekarten», erklärt er. Zudem, meint er, brauche er stets eine neue Herausforderung. «Ich spüre von Zeit zu Zeit den Drang, etwas Neues zu verwirklichen.» So wusste er früh, dass es nicht bei einem Restaurant bleiben wird.

Grosses Potenzial für Restaurants in Schaan
Die neue Herausforderung ist nun mit dem zeitgleichen Bau­en von Restaurant Nummer drei und vier gegeben. Ein weiterer Ableger des «Vibes» wird in Buchs und das Restaurant Lio in der «Zoschg»-Überbauung in Schaan Platz finden. Damit wird er zwei Betriebe in Schaan und zwei in Buchs führen. Weshalb es zwei Mal die Gemeinde Schaan geworden ist, erklärt Yaslak mit dem grossen Potenzial, das in Schaan gegeben ist. In der Gemeinde finden sich viele auch grosse Unternehmen wieder, deren Mitarbeiter am Mittag gerne ortsnah essen. Diese Entwicklung schreitet stets voran – ein perfekter Stand­ort für Yaslak. Ebenfalls wurde vor Kurzem eine Bar mit Restaurant in der Nähe des Lindenplatzes eröffnet, eine Konkurrenz für Yaslak? «Ich finde es toll, dass es in Schaan so voran geht. Von der Konkurrenz kann man lernen.» Momentan ist er hauptsächlich mit dem Marketing, Branding sowie der Personalakquise für die beiden neuen Betriebe beschäftigt. Während der Mittagszeit steht er aber oft noch selbst in seinem ersten Restaurant in Schaan und bedient die Gäste. Den Service am Abend überlässt er dann aber seinem Personal. Denn dann genehmigt er sich eine Auszeit und trainiert mit der ersten Mannschaft des FC Schaan. 

Durch den Vater ins Gastrobusiness gefunden
Ins Gastronomiebusiness ist Dilovan Yaslak nicht durch Zufall gekommen – bereits sein Vater führte, und tut dies immer noch, mehrere Restaurants in Liechtenstein und der Region. «Von klein auf habe ich die Welt der Gastronomie hautnah erlebt und meinem Papa ab und zu ausgeholfen», erzählt er. Die Lehre hat der Schaaner dann aber doch in einem ganz anderen Fach absolviert: der Informatik. Das anfängliche Interesse für dieses Gebiet sei aber schnell wieder verflogen. Bereits nach dem ersten Lehrjahr habe er festgestellt, dass er später nicht in diesem Bereich arbeiten möch­te. Abgeschlossen hat er sie trotzdem, doch danach ist er sofort bei seinem Vater eingestiegen. «Ich habe aber sicherlich Dinge gelernt, die ich heute gut gebrauchen kann», ergänzt Yaslak. In der Gastronomie fasziniert ihn vor allem, aus simplen Rohstoffen etwas Tolles und Feines zu zaubern. «Es freut mich, wenn ich die Leute mit meinem Essen glück­lich machen kann.» 
Durch finanzielle Belastung erhöht sich der Druck 
Der Neubau in Schaan ist dennoch eine finanzielle Belastung, das erhöht auch den Druck auf den jungen Restaurantbesitzer: «Dafür wird sehr viel Geld in die Hand genommen und die Frage, ob dann alles auch so klappt, wie ich mir das vorstelle, beschäftigt mich», sagt er und ergänzt: «Doch ich vertraue auf mein Gespür.» (qus)

25. Okt 2019 / 08:58
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