• Verkehrsführung in Schaan
    Die Steckergass wird derzeit verbreitert, damit künftig im Gegenverkehr gefahren werden kann.  (Daniel Schwendener)

Infrastruktur im Dornröschenschlaf

Die Strassenführung in Schaan hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Die S-Bahn FL.A.CH ist für Vorsteher Daniel Hilti weiterhin unabdingbar und Entlastungsstrassen müssten in Betracht gezogen werden.
Schaan. 

In der Gemeinde Schaan hat sich in den vergangenen Jahren in Bezug auf die Strassenführung einiges getan. Die Lindenkreuzung mit Ampeln ist schon lange passé, an derselben Stelle befindet sich nun der Lindenplatz und die Einbahnstrasse. Daneben wurde auch weit ab vom Schuss im Industriegebiet eine neue Strasse gebaut, die, wie sich im November 2017 zeigte, vor allem die Lastwagenbelastung im Zentrum minderte. 
So erklärt Vorsteher Daniel Hilti, die Stauzeiten hätten sich durch die neue Verkehrsführung im Schaaner Zentrum bedeutend gebessert. «Schaan hat jeweils am Morgen und am Abend eine knappe Stunde Stau», erklärt Hilti. Zudem konnte der Schleichverkehr in den Quartierstrassen um ein Fünftel gemindert werden. 

Trotzdem seien die Kapazitäten im Schaaner Zentrum beinahe ausgeschöpft, so der Vorsteher. Und Jahr für Jahr gibt es mehr Autos auf den Strassen. «Hier ist das bestehende Strassennetz an eine Grenze gelangt und kann nicht mehr Verkehr aufnehmen.» Hilti betont, dass die Schaaner Verkehrsführung immer schon ein Teil einer Gesamtlösung sei. Die S-Bahn müsse seiner Meinung nach realisiert werden sowie «Entlastungsstrassen in Betracht gezogen werden», nur so könne das Zentrum entlastet werden. «Staus werden uns so lange begleiten, bis wir aus dem bald 50-jährigen Verkehrsinfrastruktur-Dornröschenschlaf erwachen und gewillt sind, Nägel mit Köpfen zu machen», sagt Hilti. 

Auf die Frage, ob die Gemeinde ein Verkehrsproblem habe, antwortet Hilti: «Wenn der Morgen- und Abendverkehr als Problem gesehen wird, dann haben wir eines.» Da Schaan viele Arbeitsplätze bietet und viele Arbeitnehmer sowie Einwohner am liebsten mit dem eigenen Auto zur Arbeit fahren, befinden sich zu viele Autos auf den Strassen. «Um die Situation also auch längerfristig zu sichern, braucht es eine gemeindeübergreifende und mit dem Land abgestimmte Lösung», erklärt Hilti. Eine solche hofft Hilti bald mit allen Beteiligten finalisieren zu können, und zwar das Entwicklungskonzept Unterland und Schaan. Daneben erklärt er, dass man auf einem guten Weg sei, erstmals ein mit den Gemeinden und dem Land abgestimmtes Gesamtverkehrskonzept präsentieren zu können. «Das hat die Substanz, die Verkehrsinfrastruktur im Land massgeblich zu verbessern», betont er. Um was es sich dabei genau handelt, konnte Schaans Vorsteher noch nicht sagen: «Dafür sei es im Moment noch zu früh.» 
Schallschutzwände sind nicht vorgesehen
In Schaan sind die Bauarbeiten für die neue Verkehrsführung nach den zahlreichen Umbauten der vergangenen Jahre aber noch nicht abgeschlossen. Das kann noch ein paar Jahre dauern. Die neueste Anpassung führt die Autofahrer über die Wiesengasse zur Landstrasse. Diese Führung ist aber nur provisorisch, bis nächstes Jahr die St.-Peter-Kreuzung zu einer Einbahn umgebaut ist. Danach fällt das Provisorium wieder weg. «Dieses konnte zu einem grossen Teil auf Gemeindeboden realisiert werden», so Hilti. Deswegen musste die Gemeinde lediglich mit einem Privatbesitzer Gespräche führen. «Verdankenswerterweise haben die Besitzer sofort eingewilligt», führt er aus. So konnte das Provisorium problemlos realisiert werden. Im Bereich des Provisoriums stehen nun schwarze mobilie Schallschutzwände, die aber beim Vollausbau der letzten Etappe von der Wiesengass bis ins Loch nicht mehr vorgesehen sind. (qus)

15. Nov 2018 / 21:57
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