• Fussball FC Azzurri Schaan
    Die Senioren FC Schaan Azzurri spielen in der regionalen Meisterschaft Senioren +30. Patrick Fehr ist Torhüter (Dritter v. l. in der vorderen Reihe). Bild: pd  (Eddy Risch)

FC Schaan Azzurri, quo vadis?

Seit der laufenden Fussballsaison stellt der FC Schaan im Aktivwesen zwei Teams. Die Azzurri spielen «nur» noch bei den Senioren.

Vor über 70 Jahren ist der FC Schaan gegründet worden. Knapp 20 Jahre später, am 20. Mai 1970, sind die Schaaner Azzurri gegründet und in den FC Schaan aufgenommen worden. Es war «ein Verein im Verein», wie Azzurri-Präsidiumsmitglied Patrick Fehr präzisiert.

Fehr: «Drei Viertligateams waren nicht zu stemmen»

Die Azzurris bildeten eine gute Ergänzung zum FC Schaan und stellten während Jahrzehnten ein Aktivteam, das in der 4. Liga und vereinzelt auch in der 3. Liga den Punkten nachjagte. «Als das Fanionteam des FC Schaan in die 4. Liga abstieg (Anm. d. Red.: im Sommer 2017), hätte der FC Schaan drei Viertligateams gehabt. Das war personell nicht mehr zu stemmen, zumal der eine oder andere Spieler die Möglichkeit erhielt, in die erste Mannschaft integriert zu werden», zeigt Fehr Verständnis, sodass der Rückzug der Schaaner Azzurri Tatsache wurde. «Wir hätten Argumente in die Richtung einbringen können, dass wir eine enge Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft pflegten. Der FC Schaan hat logischerweise mehr auf sich, denn auf die Azzurris geschaut. Wir lösten uns dann auf, mit dem Wissen, dass wir in Zukunft keine Aktivmannschaft mehr zusammenbringen. Es ist schwierig, ein neues Team aufzubauen», war sich Fehr der Tragweite damals auf jeden Fall bewusst. Junge Generation in alle Schichten integriert. In den siebziger und achtziger Jahren waren die Azzurri mit vielen Gastarbeitern bestückt, die hier eine neue Heimat gefunden hatten. «Jetzt sind jene Italiener schon in der zweiten und dritten Generation hier sesshaft. Alle sind unterschiedlich verwurzelt, der Zusammenhalt unter den Azzurri war extrem gross, doch die junge Generation ist nun in alle Schichten integriert und durchmischt. Es hat sich alles gesellschaftlich verändert», kennt Patrick Fehr den Gang der Dinge. «Während einer gewissen Zeit waren die Azzurris die zweite Mannschaft des FC Schaan. Als FC Schaan 2 gegründet worden ist, hat sich alles relativiert, denn die Azzurri sind ein «Verein im Verein» und hatten beim Ostschweizer Fussballverband (OFV) keine eigene Vereinsnummer; alles lief über den FC Schaan», klärt Fehr auf.

Das dreiköpfige Präsidium wird das Amt 2020 abgeben

Aktuell besteht der Verein noch, denn die älteren Azzurri bilden ein Seniorenteam (Senioren 30+), das aktuell den fünften Rang belegt. Der Seniorenabteilung gehören vorwiegend Azzurri an. Das Team besteht aus einem Gemisch aus Italienern und Schaanern sowie vereinzelten Schweizern. «Der Italiener-Anteil ist nicht mehr so gross», lächelt Fehr. 

Marco Giannachi, Umberto De Vito und Patrick Fehr bilden das dreiköpfige Präsidium des FC Schaan Azzurri. Weshalb ist Fehr als Ur-Schaaner derart eng mit den Azzurri verwurzelt? «Ich hatte viele Kollegen bei den Azzurri, deshalb bin ich im Vorstand der Azzurri gelandet. Es ist eine Herzensangelegenheit geworden. Als Raffaele Capozzi nach 17-jähriger Präsidentschaft Nachfolger suchte, bildeten wir ein Fünfergremium, dem auch noch Hanno Konrad und Thomas Bischof angehört hatten», klärt Fehr auf. 

Der Rückzug des Aktivteams sitzt bei Fehr nach wie vor tief. «Es war in der Tat ein schwieriger Entscheid. Doch der nächste schwierige Entscheid wird im kommenden Sommer folgen, wenn die nächste Generalversammlung der Schaaner Azzurri ansteht. Dann wird sich weisen, ob es weitergeht, weil wir das Präsidium abgeben werden», stellt Fehr klar.

Es geht «nur» noch um das Seniorenteam

Die erste Ankündigung bezüglich der Auflösung gab das Dreiergremium im Sommer 2018 
an seine Mitglieder ab. «An der diesjährigen GV kündigten wir nochmals an, dass wir aufhören. Es liegt an den Mitgliedern, geeignete Nachfolger zu finden. Es geht aber nur noch um die Senioren. Den Hintergrund, ein Gastarbeiterteam zu bilden, wird es nicht mehr geben. Es wird schwierig, den Verein in dieser Art aufrechtzuerhalten. Schliesslich hat sich die Situation in der heutigen Zeit gewandelt», bemerkt Patrick Fehr. (eh)

23. Okt 2019 / 23:01
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