•  (Nils Vollmar)

«Es gibt für uns keine Konkurrenz»

Nicht nur der wunderschöne Garten lädt die Schaaner Bevölkerung gerne zum Verweilen ein - auch 8000 Personen aus der ganzen Region besuchten rund 1000 Kurse der Erwachsenenbildung Stein Egerta. Ein Ort zwischen Entspannung und Wissbegierde.

Herr Quaderer, um für die künftigen Herausforderungen in der Erwachsenenbildung und der beruflichen Weiterbildung optimal gerüstet zu sein, passte die Stein Egerta ihre Führungsstruktur an. 2015 haben Sie die neu geschaffene Stelle als Geschäftsführer und Studienleiter übernommen. Welche Veränderungen haben Sie vollzogen?
Daniel Quaderer: Gegen aussen hat sich nicht viel verändert. Intern haben wir einige  Arbeitsabläufe angepasst. Die Weiterbildung ist ein Wachstumsmarkt. Hier müssen wir Schritt halten. Dabei kann ich auf ein starkes Team zählen, dass sich keiner harten Arbeit scheut und extrem belastbar ist. 

Was war den Ihr Ziel bei der Übernahme der neuen Arbeitsstelle?
Eins meiner Ziele war es, dass wir eine höhere Durchführungsquote erreichen. Wir haben heute eine Quote von 80 Prozent, was mich freut. Aber umgekehrt heisst das auch, dass jeder fünfte Kurs nicht stattfinden kann. Das gilt es zu verbessern.  

Welche Verbindung hatten Sie zu der Erwachsenenbildung Stein Egerta vor Ihrem Arbeitsantritt? 
Ich habe privat wie beruflich an Kursen teilgenommen und in der Stein Egerta früher auch Unternehmensworkshops geleitet. Am besten kann ich mich aber an einen Vortrag vor 35 Jahren erinnern, bei dem  Walter Bruno Wohlwend die Mediengeschichte von Liechtenstein vorgestellt hat. Nachher war es mein Wunsch, in den Medien zu arbeiten. 

Welche Kurse haben Sie privat in der Vergangenheit besucht?
Koch-  und Sprachkurse, aber auch Vorträge zu verschiedenen Themen.   

Und wie sieht das heute aus?
Natürlich besuche ich noch viele Kurse. Heute darf ich als Studienleiter aber auch Kurse konzipieren. Das ist noch interessanter.   

Was sind die aussergewöhnlichsten Kurse, die bisher stattgefunden haben?
«Wursten für Anfänger», war innert Minuten nach der Ausschreibung  ausgebucht. Dann gab es noch den Insektenkochkurs, der für Aufregung gesorgt hat. Ursprünglich war nur eine Durchführung geplant, aber wegen der grossen Nachfrage mussten wir den Kurs doppelt führen. Ebenfalls sehr beliebt sind «Holzschnitzen mit der Motorsäge» oder «Ein eigenes Beil schmieden». Aber nicht nur die handwerklichen Kurse, sondern auch Kurse rund um  das Handy und die Digitalisierung sind beliebt.  

Wie nehmen Sie die Konkurrenz in der Region wahr?
Es gibt für uns keine Konkurrenz. 

Warum nicht?
Ich schaue nie auf die Konkurrenz, sondern versuche das Beste für uns, unser Produkt, unser Programm und für unsere Kursteilnehmer zu machen. 

Wurden Sie mit der Aussage konfrontiert, dass die Kurse bei der Stein Egerta zu teuer sind?
Grundsätzlich haben wir dank der Leistungsvereinbarung mit der Stiftung Erwachsenenbildung Liechtenstein relativ günstige Preise. Das Lebenslagen lernen soll für alle möglich sein. Es gibt Situationen, in denen ich aber nachvollziehen kann, dass die Leute den Kurs für teuer empfinden.Ich bin aber auch der Meinung, dass wir unsere Kursleitenden gut bezahlen und eine gute Qualität anbieten. Das zeigen auch unsere Evaluationsbögen.

Was ist den das Geheimrezept der Stein Egerta?
Die Verankerung in den Gemeinden ist sicherlich ein Erfolgsrezept. Dank den Gemeindeverantwortlichen sind wir in allen elf Gemeinden des Landes präsent. Der Vorteil eines kleinen Bildungsinstitutes wie wir liegt auch in den persönlichen Kontakten. So stehen die Verantwortlichen nicht nur mit den Referenten in persönlichen Kontakt, sondern auch mit Publikum, welche die Kurse und Vorträge besuchen. So können die aktuellen Bedürfnisse und Themen erkannt und ins Programm aufgenommen werden.  

Welche Zukunftspläne beschäftigt die Stein Egerta derzeit?
Wir möchten auch in Zukunft ein Vollsortiment-Anbieter sein. Wir bieten beim «Lebenslangen Leben» über 1000 Kurse an und so soll es auch bleiben. Wir müssen aber mit dem Trend gehen. Und  zum Beispiel bei allem dabei sein, was die digitale Welt betrifft. Im Kursangebot als auch bei den betriebsinternen Abläufen.

Das ganze Interview gibt es in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» von Mittwoch, 14. November. 

14. Nov 2018 / 08:00
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