• Anlässlich des Jubiläums des LTV feierten die TC-Schaan-Gründungsmitglieder Ernst Vedana, Werner Batliner, Ernst Risch und Klaus Hansen (v.l.) mit der aktuellen Präsidentin Marion Risch (Mitte) auch das 50-Jahr-Jubiläum des TC Schaan.
    Anlässlich des Jubiläums des LTV feierten die TC-Schaan-Gründungsmitglieder Ernst Vedana, Werner Batliner, Ernst Risch und Klaus Hansen (v.l.) mit der aktuellen Präsidentin Marion Risch (Mitte) auch das 50-Jahr-Jubiläum des TC Schaan.  (Eddy Risch)

Der Tennisclub Schaan feiert Jubiläum

Im Oktober 1969 – also vor genau 50 Jahren – wurde kurz nach der Entstehung des Tennisverbandes auch der TC Schaan gegründet.

«Zur Gründung des Schaaner Tennisclubs kam es, da einige bereits damals tennisbegeisterte Schaaner im Presta-Club in Nendeln spielten und sich dachten, ein Club müsste doch auch in Schaan möglich sein. Dieses Thema wurde am Stammtisch diskutiert, und als dies dem damaligen Vorsteher zu Ohren kam, war die Sache sozusagen bereits geritzt. Zumindest so oder so ähnlich ist es damals gewesen, wie von Gründungsmitgliedern erzählt wird. Es zeigt sich, dass schon damals das Zusammenspiel mit den Verantwortlichen der Gemeinde gut funktionierte», sagt die Präsidentin des TCS, Marion Risch. Zu den Gründungsmitgliedern zählten Werner Batliner, Klaus Hansen, Ernst Risch und Ernst Vedana.
Mit dem Club ging es daraufhin rasch aufwärts. Bereits 1972 hatte er 200 Mitglieder. 1994 wurde mit 600 Mitgliedern der bisherige Rekord erreicht. «Das war zu Zeiten, als der Sport immer populärer ­wurde und der Tennisboom im deutschsprachigen Raum seinen Höhepunkt erreicht hatte. Aber auch die aktuelle Mitgliederzahl kann sich durchaus ­sehen lassen», sagt die Präsidentin und betont, dass rund 60 Prozent der gut 400 Mitglieder in Schaan wohnen.

Typische Schaaner Tenniskarriere
Viele Mitglieder sind so zum TCS gestossen wie Marion Risch selbst. «Ich komme aus einer tennisbegeisterten Familie und meine Eltern haben mich schon als Kind zum Training am Mittwochnachmittag angemeldet. Der Sport hat mich schnell fasziniert, und bald hatte ich erste Privatstunden beim damaligen Clubtrainer Wolfgang Russenberger. Meine ganze Jugend hindurch bin ich dem Sport treu geblieben und habe Turniere gespielt, während meine Kollegen an den Jahrmarkt gegangen sind», sagt Marion Risch und lacht. Dann fügt sie an: «Meine klare Niederlage gegen die damals etwa zehnjährige Martina Hingis En­de der 80er-Jahre hat mich dann dazu bewogen, doch besser in ein Studium zu investieren.»

Da sie während des Studiums und auch danach nicht mehr in Liechtenstein wohnte, ist Marion Risch aus dem Verein ausgetreten und erst 20 Jahre später erneut Mitglied geworden. «Dennoch wurde ich gleich wieder sehr wohlwollend aufgenommen und konnte sofort wieder in einer Interclub-Mannschaft mitspielen. Als ich dann vor zwei Jahren angefragt wurde, ob ich Präsidentin werden möchte, habe ich sehr gerne zugesagt. Das Ehrenamt hat für mich ganz allgemein eine grosse Bedeutung, denn wenn man von etwas so sehr profitiert hat wie ich vom Tennisclub, dann gibt man auch gerne wieder etwas zurück.»

Anlage wird fit für die Zukunft
Zwar hat der TC Schaan in der Zwischenzeit mit den gleichen Herausforderungen zu kämp­fen wie viele andere Vereine. «Früher mussten die Mitglie­der anstehen, um einen der Plätze zu ergattern. Sie haben dann halt gejasst oder sich sonst irgendwie im Clublokal auf Dux die Zeit vertrieben. Heute ist der Andrang angesichts des breiten Angebots an Freizeitaktivitäten nicht mehr so gross. Da helfen auch unsere zahlreichen Vereinsanlässe wie die Doppel-Plauschabende nur bedingt», sagt Marion Risch. Trotz der grossen Konkurrenz im Freizeitbereich ist der Verein aber nach wie vor bestens aufgestellt. «Dies liegt sicher auch an der wunderschönen Infrastruktur, die uns von der Gemeinde von Anfang an zur Verfügung gestellt wurde, zu welcher die Vereinsmitglieder stets aber auch mit viel Freiwilligenarbeit beigetragen haben.» Der Spatenstich für die Tennisanlage auf Dux erfolgte bereits ein halbes Jahr nach der Vereinsgründung, und schon im Juni 1970 standen vier Plätze zur Verfügung. 1979 wurde die Anlage um zwei Sandplätze erweitert. 1996 wurde dann die Tennishalle «Im alten Riet» erstellt. «Beim Um- und Neubau des Clublokals auf Dux im Jahr 2012 haben einige Vereinsmitglieder ebenfalls tatkräftig in Fronarbeit mitgewirkt.»

«Es freut uns sehr, dass in diesem Jahr nun auch die An­lage auf Dux erneuert wird», fährt die Präsidentin fort. «Nach Saisonschluss – Ende Oktober – wird voraussichtlich mit den Bauarbeiten begonnen. Anstatt der Sandplätze erhalten wir allwettertaugliche Plätze. Der Unterschied zeigt sich vor allem im Aufbau der Plätze: Die Oberflächen werden mit Ziegelsand bestreut. Dieses Sys­tem unterscheidet sich hinsichtlich des Spielverhaltens kaum von den gewohnten Sandplätzen. Aber mit dem neuen Untergrund sind sie früher und länger bespielbar und viel günstiger im Unterhalt. Anstelle der heutigen Tenniswand wird ein sogenannter Funcourt erstellt, und um für die Zuschauer bessere Bedingungen zu schaffen, erhält die Anlage mehrere Sitztribünen. Bezüglich des Ausbaus gilt der Gemeinde ein riesengrosses Dankeschön des gesamten Tennisclubs für ihre Unterstützung.»

Erfolge über die Jahrzehnte
Stolz ist der Tennisclub aber nicht nur auf seine Anlagen, sondern nicht zuletzt auch auf seine Nachwuchsarbeit. «All unsere Trainer, vor allem aber Joe Bauer, der schon seit über zehn Jahren im Verein ist, leisten hervorragende Arbeit. Die enge Zusammenarbeit mit der Sportschule nach dem Junioren-Förderkonzept zahlt sich ebenfalls aus», sagt Marion Risch. Aber auch schon zuvor mit Wolfi Russenberger als Clubtrainer hatten wir zahlreiche Erfolge und Titel sowohl in den Einzel- als auch Mannschaftswettkämpfen zu verzeichnen.» Diese reichen von Landesmeistern, über Junioren, Ostschweizer- und Schweizer Meister und einer Schweizer Seniorenmeisterin bis zu den Interclub-Damen-Schweizer-Meis
terinnen. Auch heute sind die Schaaner Tennisspieler im Mannschaftsbereich regional bestens verankert. Der Verein stellt aktuell acht Interclub-Teams und zahlreiche Juniorenteams. «Ganz vorne dabei sind unsere Damen in der Altersklasse 30+, die in der Nationalliga B mitmischen», sagt Marion Risch. Finanziell geht es dem Tennisclub gut. «Unser Ziel ist es aber nicht, Gewinne einzufahren und Vermögen anzu­häufen, sondern jeweils eine schwar­ze Null am Ende der Saison», sagt Marion Risch. Dazu tragen vor allem die Einnahmen aus der Halle bei, die auch ab und zu vermietet wird; beispielsweise an die Lihga-Organisatoren oder an die Landesbank für ihre jährliche Generalversammlung. «Da die Halle nun aber über 20 Jahre alt ist, müssen wir auch Rückstellungen tätigen. Daher haben wir in diesem Jahr unseren vergleichsweise niedrigen Mitgliederbeitrag nach vielen Jahren wieder einmal etwas angehoben.»

«Das Wichtigste sind die Mitglieder»
Dass die Schaaner Tennisfamilie eine eingeschworene Gemeinschaft ist, zeigte sich auch an der grossen Feier zum 50-Jahr-Jubiläum am 24. August im SAL. Zahlreiche Mitglieder und Freunde des Vereins waren gekommen und genossen den Abend. «Sehr erfreulich war, dass die Gründungsmitglieder Werner Batliner, Klaus Hansen, Ernst Risch und Ernst Vedana mit dabei waren. Dank ihnen ist es zur Entstehung unseres Clubs gekommen, der durch grossen Einsatz der jeweiligen Verantwortlichen über viele Jahre grossen Aufschwung erfahren hatte. Das Wichtigste für einen Club sind aber natürlich die Clubmitglieder, ohne diese geht gar nichts. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir weiterhin viele gemeinsame sportliche Erfolge und gesellige Zeiten erleben dürfen», sagt Ma­rion Risch. (pd/Blickpunkt)

22. Okt 2019 / 08:13
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