• Vor allem das Schaaner Zentrum wird sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln, auch durch die geplante Überbauung auf dem Areal der ehemaligen Hilti-Metzg und LLB-Filiale.

Baulaune bleibt ungebrochen

In Schaan gibt es viele Bauprojekte. Einige konnten trotz Ankündigung nicht umgesetzt werden, andere wiederum meisterten die Hürden.
Schaan. 

In Schaan geht viel voran. Vor allem aus bautechnischer Sicht. Doch wie es eben ist, kann nicht immer alles umgesetzt werden – Stolpersteine finden sich überall. Einer, der das gesamte Projekt zum erliegen brachte, findet sich bei der Protonenklinik im Gebiet «Undera Forst». Das Unternehmen, das die 92 Millionen Franken teure Klinik in die Realität umsetzen wollte, wurde im Juli aus dem Handelsregister gelöscht, da die Finanzierung nicht sichergestellt werden konnte.

Das Hotelprojekt «Drei Schwestern» der Vienna-House-Kette ist zwar nicht aus der Welt geschafft, aber das 40-Millionen-Franken-Projekt ist ins Stocken geraten. Laut dem zuständigen Bauunternehmen Annagh Establishment befindet man sich weiter in Abklärungen. Das Hotel soll mit 162 Zimmern und Suiten das grösste Hotel in Liechtenstein werden. Man halte weiterhin an der­­ ­baldigen Realisierung des Projektes fest, in kleinen Schritten würde auch etwas vorwärts gehen, so das Bauunternehmen. Ein weiterer geplanter Grossbau, nämlich der 22-Millionen-Wohnturm auf dem Areal des ehemaligen Hotel Post in Schaan ist sichtlich auch noch nicht weiter. Man befindet sich immer noch auf Investorensuche.

In diesen Belangen ist das Schaaner Casino-Projekt einige Schritte weiter. Der Spatenstich für die Spielbank an der Zollstrasse ist erfolgt und der Betreiber steht fest.  Seit Anfang Oktober ist klar, dass die neugegründete Aktiengesellschaft MCL-Resorts die Betreiberin der Spielbank sein wird. Verwaltungsrat ist Anton Schmid, der bereits Geschäftsführer eines schwäbischen Spielautomatenherstellers ist. Mehr Details konnten bislang nicht in Erfahrung gebracht werden.

Investor für Überbauung im Zentrum gefunden

Neben jenen Projekten, die durch die Stolpersteine verworfen wurden, gibt es auch Projekte, die bald realisiert werden oder bereits jetzt schon in die Tat umgesetzt worden sind. Dort, wo sich die ehemalige LLB-Filiale, das ehemalige Hilti-Metzg-Gebäude und der Parkplatz neben dem Gasthaus Rössle befinden, soll ein zusätzlicher Dorfplatz mit zwei Bauten entstehen. Neben Wohnungen und Verkaufsflächen sollen zudem mindestens zwei unterirdische Parkgaragengeschosse gebaut werden. Hierbei handelt es sich um das Grundkonzept des Projektes «Im Zentrum», an dem die Immobilienfirma Confida gemeinsam mit der Gemeinde Schaan seit rund einem Jahr arbeitet. Damit soll bestenfalls im Spätsommer 2020 begonnen werden. Dafür konnten, wie geplant, im vergangenen Sommer die Verträge mit einem Investor unterschrieben werden. Damit ist, wie Harald Beck, geschäftsführender Direktor Immobilien der Confida erklärt, ein grosser – wenn nicht der grösste – Meilenstein genommen. Für die Umsetzung des Projekts müssen die derzeit eingemieteten Parteien in beiden Häusern den Platz räumen. Dies betrifft die Suppenküche, den Zeus Imbiss sowie das Foto-Kaufmann-Geschäft.

Ein weiterer Grossbau, der sich bereits schon in der Umsetzung befindet, ist die Überbauung «Zoschg» an der Poststrasse. Diese soll voraussichtlich im Januar 2020 fertiggestellt sein. Auch die Überbauung mit zwei Häusern zwischen Land- und Poststrasse, wo unter anderem das neue Kino, das Literaturhaus sowie eine Bar Platz finden, wurde vor nicht allzu langer Zeit fertiggestellt.

Anfang November erfolgt der Spatenstich

Neben all den privaten Investoren ist auch die Gemeinde nicht untätig. So erwarb sie die Liegenschaft, auf der sich momentan das Restaurant Central befindet. Diese wird der Gemeinde laut Vorsteher Daniel Hilti per Ende diesen Jahres übergeben.  Danach werde sich Schaan Gedanken machen, was damit geschehen solle. «Es gibt die eine oder andere Idee, aber es ist alles noch offen», erklärt Hilti. Im Frühjahr 2020 werde die Gemeinde wissen, welchem Nutzen die Liegenschaft zugeführt wird.

Im Zentrum des Interesses der Gemeinde stehen mo­mentan auch zwei andere Baustellen. Einerseits die Sanie­rung des Stein-Egerta-Anwesens, an­dererseits der Neubau der Jugendherberge. Ersteres wird in den kommenden drei Jahren realisiert. Saniert wird das Hauptgebäude, das Bedienstetengebäude, das Garagen- und Stallgebäude sowie die Umgebung.

Der Spatenstich für den Neubau der Jugendherberge Schaan-Vaduz soll wiederum am 8. November erfolgen. Sie wird für 9,1 Millionen Franken neu errichtet. Die Kosten von rund neun Millionen Franken teilen Schaan und Vaduz zu gleichen Teilen unter sich auf – der Non-Profit-Verein, der die Herberge auch künftig führen wird, übernimmt die Kosten für die gesamte Vorarbeit, die sich auf rund eine halbe Million Franken belaufen. Daneben fokussiert sich die Gemeinde auch auf verschiedenste Strassenbauprojekte. (qus)

22. Okt 2019 / 22:00
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