• Videodreh Liechtenstein-Song in Steg
    Rahel Oehri-Malin lässt sich gerne von der Natur inspirieren.  (Daniel Schwendener)

Gedankliche Abenteuerreisen mit dem Sohnemann

Zwar sind durch die Corona-Krise bei Rahel Oehri-Malin zwei Projekte liegengeblieben, dafür hat sie derweil andere Ideen umgesetzt.

Mit ihrem 300-Jahre-Liechtenstein-Song «Do khör i hi» durfte Rahel Oehri-Malin vergange­nes Jahr grossen Erfolg einfahren. Mittlerweile ist es um die Ruggellerin etwas ruhiger geworden. Nicht nur wegen der Corona-Krise. Ihr vierjähriger Sohn halte sie ganz schön auf Trab, sodass es nicht einfach ist, geplante Projekte derzeit umzusetzen. Wann immer es die Zeit aber zulässt, versucht sich Rahel Oehri-Malin künstlerisch auszuleben. So arbeitet sie beispielsweise mit Mahsa Bagheri-Hosseini an einem liechtensteinischen Zeichentrickfilm – ein Novum, das es hierzulande noch nie gegeben hat. Dabei geht es um eine Weihnachtsgeschichte, die von den 1950- bis 1970-er Jahren in Vaduz spielt. «Ich habe eigens für diesen Film ein Lied geschrieben», sagt Rahel Oehri-Malin. Nur aufnehmen konnte sie es bislang noch nicht, die Corona-Krise hat sie dahingehend ausgebremst. Auch musikalisch hat die Krise die Ruggellerin ausgebremst – im Sommer wäre sie im Rahmen eines Grossanlasses mit ihrer Band auf der Bühne gestanden. Mit dem Anlass ist nun leider aber auch ihr Auftritt ins Wasser gefallen. 

Zweites Kinderbuch mit Liedern geplant
Unmut darüber lässt die gelernte Kindergärtnerin aber gar nicht aufkommen. «Nützt ja nichts», sagt sie. Auch wenn derzeit auch noch die Vereinsarbeit wegfällt, langweilig wird es Rahel Oehri-Malin bestimmt nicht. «Im Gegenteil – zu Hause, in meinen eigenen vier Wänden, ist in den vergangen-en Wochen ein neues Projekt entstanden, und zwar gemeinsam mit meinem Sohn.» Die beiden haben eine Ostergeschichte erfunden und dazu auch gleich Lieder geschrieben. «Ich habe mit der Geschichte eines Tages ganz spontan angefangen und er hat sie weitergesponnen.» Gemeinsam hätten sie sich so auf eine gedankliche Abenteuerreise begeben, aus der die Ruggellerin später ein Buch machen möchte. Nach «Strubilemutz und Joggilema» wäre dies nicht ihr erstes Buch – und bestimmt auch nicht das letzte. Die Ideen gehen Rahel Oehri-Malin selten aus. Ansonsten lässt sie sich gerne wieder von der Natur, wie beispielsweise im Ruggeller Riet, im Wald oder am Rhein inspirieren. Nur zu einem Corona-Song möchte sich Rahel Oehri-Malin nicht inspirieren lassen. «Für mich ist es kein Thema, das in einem meiner Songs zu verarbeiten», sagt sie. Lieber konzentriert sie sich auf ihr geplantes zweites Kinderbuch mit Liedern. Konkret schwebt ihr eine Nikolaus-Geschichte vor, die sie schon vergangenes Jahr geschrieben und Lieder dazu komponiert hat. Sobald ihr Sohn dann in den Kindergarten geht, möchte sie sich wieder mehr dem künstlerischen Schaffen widmen. Bis dahin geniesst sie aber auch die Zeit als Mama, die mit ihrem kleinen Jungen gemeinsame Projekte auf die Beine stellt. (bfs)

Serie – Teil 42
Das «Vaterland» hat sich bei liechtensteinischen freischaffenden Kulturschaffenden, die im In- und Ausland arbeiten, erkundigt, wie es ihnen derzeit geht und was die derzeitige Lage für sie konkret bedeutet. Heute mit der Ruggeller Musikerin Rahel Oehri-Malin, weitere Kulturschaffende folgen.

13. Mai 2020 / 20:06
Geteilt: x
KOMMENTARE

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Überschrift (max. 70 Zeichen)
Meine Meinung (Noch  Zeichen verfügbar)
UMFRAGE DER WOCHE
Lade TED
Ted wird geladen, bitte warten...

Wettbewerb
Bauen und Wohnen Mai 2020
Zu gewinnen einen Gaskugel-Grill Chelsea 480 G der Marke ­Outdoorchef im Wert von 399 Franken von ­Eisenwaren Oehri AG in Vaduz.
07.05.2020
Facebook
Top