• Fussball U21 EM-Quali Liechtenstein Schweiz
    Ein Bild vor den Verletzungen: Manuel Mikus gegen den Schweizer Cedric Itten.  (Eddy Risch)

Erst Verletzungen – dann Corona

Vom Pech verfolgt: Der 20-jährige Ruggeller Fussballspieler Manuel Mikus musste zuletzt richtig unten durch.

Da war sie, die Chance – im Februar 2018. Der damals 18-jährige Ruggeller Manuel Mikus erhielt vom FC Vaduz die Möglichkeit den Sprung vom Amateurfussball (Vaduz U23) zum Profifussball zu wagen. Im Nachhinein spricht der Verteidiger mit zehn Einsätzen in der U21-Nationalmannschaft von einem Privileg, auch wenn er sich die letzten zwei Jahre ganz anders vorstellte. 
Der Traum vom Profifussball platzte – zwei schwere Verletzungen machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Im April 2018, also nur zwei Monate nach seiner Unterschrift in Vaduz, riss sich Mikus das rechte Kreuzband und musste mit dem Fussball für acht Monate pausieren. Beim FC Vaduz verlängerte man den Vertrag um ein Jahr, weil man an den Abwehrspieler glaubte. Operiert wurde das Kreuzband in Basel und der Heilungsprozess verlief gut. Zwei Monate stand der Ruggeller wieder auf dem Platz, ehe ihn die nächste Verletzung einholte. Innen- und Aussenbandriss im Sprunggelenk hiess im Februar 2019 die Diagnose und damit fünf Monate Ausfall. 

Ein neuer Anlauf mit dem FC Balzers
Es waren harte Zeiten für einen jungen Fussballer. Mikus erinnert sich daran zurück und ist allen Menschen, die damals für ihn da waren und ihn auf dem Weg zurück unterstützt haben, sehr dankbar. Sportlich hat er in dieser Zeit den Anschluss verloren. «Ich habe den Rhythmus nicht mehr wiedergefunden und konnte nicht mehr Fuss fassen», blickt Mikus zurück. Einen Einsatz in der Meisterschaft für den FC Vaduz gab es für den Ruggeller darum nie: «Es hat mir nicht gefallen, dass ich keine einzige Chance auf ein Pflichtspiel erhalten habe.» Um Spielpraxis zu sammeln, wurde Mikus vom FC Vaduz in die Erste Liga zum FC Balzers ausgeliehen. Darauf freute sich der 20-Jährige. In der Rückrunde wollte er sich dort beweisen, Spielpraxis sammeln und zurück finden. Doch es kam wieder anders: Dieses Mal bremste ihn keine Verletzung, sondern das Coronavirus. Die Rückrunde beim FC Balzers wurde verschoben, die Trainings abge-sagt und nun folgte vor kurzem der Abbruch der Meisterschaft. Die politischen Massnahmen rund um die Corona-Pandemie findet Mikus aber in Ordnung. «Die Gesundheit geht vor. Ich freue mich jetzt, dass es bald wieder mit trainieren losgehen soll. Bis jetzt habe ich mich zu Hause fit gehalten und täglich trainiert. Das war aber keine einfache Zeit. Ich freue mich, wenn wir zurück in die Normalität gehen können», erklärt der Ruggeller. Für den Abwehrspieler geht’s dabei in Balzers weiter. Der FC Vaduz hat den Vertrag mit ihm nicht mehr ­verlängert, was vergangene Woche kommuniziert wurde. Mikus wäre natürlich gerne bei Vaduz geblieben. Ihm hat die Zeit als Profi sehr gefallen. «Es war eine schöne Zeit und eine sehr lehrreiche. Ich habe mich persönlich weiterentwickelt und mich wegen den Verletzungen unfreiwillig auch selber besser kennengelernt.» Die Professionalität in Vaduz wird ihm fehlen. Die Infrastruktur und dass es einem nie an irgendwas fehlte. Auch das Physioteam spricht er an. Mikus dazu: «Ohne sie wäre ich nach den Verletzungen heute nicht so fit, wie ich es jetzt bin.» 
Kommende Saison wird man Manuel Mikus wieder Fussball spielen sehen. Er hat nämlich einen Vertrag über ein Jahr beim FC Balzers unterschrieben. «Ich freue mich auf die Erste Liga. Ich möchte spielen, mein Selbstvertrauen wieder stärken und wieder in einen Rhythmus kommen.» 
In den nächsten Monaten will Mikus auch Gewissheit haben, wie es bei ihm punkto Beruf oder Studium weitergeht. Bis zum Saisonstart kommende Saison geniesst er die Ruhe in Ruggell. Mikus ist dort aufgewachsen und zur Schule gegangen. Als Sportler findet er seine Wohngemeinde perfekt: «Hier kann man Sport treiben, aber sich auch gut erholen.»  (kop)

12. Mai 2020 / 22:04
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