• In den kommenden Wochen wird Damiano Curschellas seine Arbeit für die «Kunstwege 2020» in Pontresina aufbauen.  (Colm Mac Athlaoich)

Das Privileg, gute Möglichkeiten zu haben

Der Ruggeller Künstler Damiano Curschellas studiert derzeit in Brüssel und bereitet sich auf seinen Masterabschluss vor.

Damiano Curschellas, ein junger Künstler aus Ruggell, wurde bisher vom Veranstaltungsverbot weitestgehend verschont. Er hatte gerade zwei Ausstellungen hinter sich, bevor das Coronavirus in Europa ankam. Ende Februar, wo die ersten Fälle in Norditalien und der Schweiz gemeldet wurden, weilte Curschellas für den Aufbau einer dieser Ausstellungen noch in Dublin. «Ich hatte Glück, denn die Ausstellungen konnten noch ohne Einschränkungen stattfinden». 

Masterthesis in Bündner Bergen geschrieben
Der in Ruggell aufgewachsene Künstler zog für sein Studium nach Brüssel, wo er im Sommer seinen Master in Fine Arts abschliesst. Momentan jedoch weilt er in der Region: «Ich habe etwas lange gewartet, um von Brüssel zurück in die Region zu kommen». Dies auch deshalb, weil das Institut in den letzten zwei Monaten wegen Covid-19 geschlossen war. Die letzten Wochen hat er nun in den Bündner Bergen verbracht, um seine Masterthesis fertig zu schreiben und seine Abschlussausstellung vorzubereiten. «Ich fühle mich pri­vi­legiert, diese Möglichkeit zu haben. Hier geniesse ich die Ruhe und kann mich auf meine Arbeit fokussieren», erzählt Damiano Curschellas. Die grösste Herausforderung dabei sei für ihn die Planung von anstehenden Projek­ten. Derzeit müsse er noch einen Weg finden, wie er seine Arbeiten für die Abschlussausstellung produzieren könne. Ein weiterer Punkt, der Damiano Cur­schellas beeinflusst: Aufgrund der Corona-Krise wurde seine Abschlussausstellung um zwei Monate verschoben und sie wird jetzt wohl nur in den Räumen des Instituts stattfinden.

Daneben plant Damiano Curschellas derzeit eine Arbeit für ein Online-Ausstellungsformat. «In meinem Umfeld wurden einige Onlineplattformen lanciert, die aus dieser Situation heraus entstanden sind», erzählt der Ruggeller Künstler. Ansonsten überarbeite er gerade seine Internetseite, die er letztes Jahr gelöscht habe. «Ich hoffe, dass ich sie diesen Sommer online stellen kann.» In den kommenden Wochen werde er seine Arbeit für die «Kunstwege 2020» in Pontresina aufbauen. «Die ‹Kunstwege› sind eine Ausstellung im öffentlichen Raum und sie werden diesen Sommer unter einigen Vor­sichtsmassnahmen stattfinden», erklärt Damiano Curschellas. Neben den erwähnten Projekten müsse er sich demnächst darum kümmern, wo er wohnen möchte. «Ich weiss noch nicht, ob ich in Brüssel bleibe oder ob es mich zurück in die Region zieht.» (mk)

Serie #44: Das Coronavirus legt derzeit alles still – auch das Kulturleben. Das «Vater­land» hat sich bei Liechtensteinischen Kulturschaffenden im In- und Ausland erkundigt, wie es ihnen derzeit geht und was die derzeitige Lage für sie bedeutet. Heute mit Künstler Damiano Curschellas, weitere Kulturschaffende folgen. 

15. Mai 2020 / 17:49
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