• Bettina Petzold Mähr, Planken
    «Es ist wichtig, dass die allgemeine Kommunikation zwischen der Gemeinde und den Einwohnern gefördert wird», sagt Vize-Vorsteherin Bettina Petzold-Mähr.  (Tatjana Schnalzger)

«Ruhe-Faktor darf nicht verloren gehen»

Seit Anfang Mai hat Planken eine neue Vizevorsteherin: Bettina Petzold-Mähr. Motiviert blickt die zweifache Mutter in die Zukunft und freut sich, diese mit dem Gemeinderat nun aktiv gestalten zu dürfen. Die Verkehrssicherheit liegt ihr besonders am Herzen.
Dorfleben. 

Frau Petzold, nach Josy Biedermann und Monika Stahl sind Sie nun die dritte Vizevorsteherin in Planken – wie fühlt sich das an?
Bettina Petzold: Irgendwie speziell würde ich sagen – aber auf alle Fälle fühlt es sich sehr gut an. Zu Beginn der Kandidatur habe ich daran gar keinen Gedanken verschwendet, da es für mich darum ging, mich als Gemeinderätin für das Wohl der Gemeinde einzusetzen. Dass ich in den Gemeinderat gewählt worden bin, hat mich sehr gefreut.

Waren Sie überrascht, die meisten FBP-Stimmen bekommen zu haben?
Ja, ich war sehr überrascht, denn ich hätte nie und nimmer damit gerechnet!

Was denken Sie, womit haben Sie gepunktet?
Es kennen mich viele Einwohner hier in Planken. Und wer mich kennt, weiss, dass ich ein offener Mensch bin, der stets bemüht ist, sich mit Inputs einzubringen und gerne hilft. Gerade mit Kindern ist man automatisch mitten im Dorfleben. Ich kann mir vorstellen, dass dies ausschlaggebend war.

Mittlerweile hat es schon zwei Gemeinderatssitzungen in dieser neuen Konstellation gegeben. Gut gestartet?
Ja, sehr gut. Noch ist alles ein bisschen ungewohnt, aber wir konnten schon ein bisschen was abarbeiten. Es wird bestimmt auch mal Meinungsverschiedenheiten geben, aber das liegt ja in der Natur der Sache und kann auch förderlich sein. Ich bin mir aber sicher, dass wir alle bemüht sind, die beste Lösung in Sinne der Gemeinde zu finden.

Bei welchen Themen erwarten Sie denn diese Meinungsverschiedenheiten?
Das ist eigentlich gar nicht themenbezogen: Aber es ist ja normal, dass nicht immer alle die gleiche Meinung vertreten. Das neue Parkplatzkonzept ist sicher ein herausforderndes Thema und bedarf guter Zusammenarbeit. Geplant sind Parkplätze am Dorfeingang, auf dem ehemaligen Saroya-Areal, beim Birkenweg, eine Erweiterung der bestehenden Parkplätze beim Feuerwehrdepot und ein neuer Parkplatz beim Wäsele oberhalb des Werkhofs anstatt des Gafadura-Parkplatzes bei der Quelle.

Am meisten Diskussions­bedarf wird es sicherlich bei der Schliessung des Gafa­dura-Parkplatzes geben.
Wahrscheinlich. Die Gafadura ist natürlich ein beliebtes Ausflugsziel und daher ein prominentes Thema. Aber auch hier müssen die entsprechenden Faktoren nüchtern analysiert und eine Lösung gefunden werden.

Was glauben Sie, welche Eigenschaften braucht es für die Gemeindepolitik, beziehungsweise welche bringen Sie mit?
Im Endeffekt sollte es um das Wohl unserer kleinen und schönen Gemeinde gehen. Aus meiner Sicht ist es daher wichtig, dass man immer ein offenes Ohr für die Anliegen und Bedürfnisse der Einwohner hat, auf diese entsprechend eingeht, aktiv am Dorfleben teilnimmt und aufrichtig für die Entscheidungen einstehen kann.

Was sind denn die Anliegen der Plankner Einwohner?
Die Menschen geniessen die Ruhe. So ist es ihnen auch wichtig, dass dieser Ruhe-Faktor auch nie verloren geht. Ein weiteres Anliegen ist ein Treffpunkt für Jung und Alt.

Und was liegt denn Ihnen besonders am Herzen?
Es ist wichtig, dass die allgemeine Kommunikation zwischen der Gemeinde und den Einwohnern gefördert wird. Ich denke, gerade was die neuen Medien angeht, haben wir da schon Optimierungsbedarf. Ich denke da an eine Facebook- oder Insta­gram-Seite für die Gemeinde. Denn die jungen Einwohnerinnen und Einwohner schauen sich eine Homepage kaum mehr an. Das Thema Verkehrssicherheit sollte sicher weiter im Fokus bleiben. Die Erhaltung des Skilifts Dola ist mir ebenfalls wichtig. Letzten Winter hat sich die Dola bei tollen Anlässen mehrmals als Treffpunkt für Alt und Jung erwiesen.

Seit ein paar Monaten hat Planken auch wieder eine Dorfbeiz. Waren Sie schon einmal in der «Fritigsbeiz»?
Ja klar, ich war mit meinem Mann und den Kindern schon ein paar Mal da und finde es eine super Sache. Die Plankner wünschen sich einen Treffpunkt. Dies zeigt auch das grosse Interesse an der «Fritigsbeiz». Besonders schön finde ich, dass sich Jung und Alt dort gerne trifft.

Woran fehlt es denn noch in Planken?
Was wirklich fehlt, ist schwer zu sagen. Die jungen Einwohner hätten natürlich gerne mehr Action, die älteren Menschen wünschen sich eine Möglichkeit, auch im Alter in Planken wohnen bleiben zu können. In diesen Bereichen gibt es sicherlich Optimierungspotenzial. Ansonsten denke ich, fühlen sich viele Einwohner in Planken wohl.

Das soll auch so bleiben – wie soll sich denn die Gemeinde entwickeln?
Es soll immer ein Ort sein, in dem man sich wohl fühlt und wo man sich inmitten einer Idylle erholen kann, aber auch Möglichkeiten hat, um den guten Kontakt unter den Einwohnern zu fördern. (bfs)

07. Jun 2019 / 21:56
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