• Mirjam Hummel WWP Ruggell 01
    Mirjam Hummel-Ortner lebt seit 5 Jahren in Planken und fühlt sich dort daheim.  (Rudi Schachenhofer)

In der Welt unterwegs – in Planken daheim

Mirjam Hummel-Ortner lebt seit fünf Jahren mit ihrem Ehemann und den zwei Kindern in Planken. Für sie bietet die Gemeinde oberhalb von Schaan genau das, was sie braucht – eine Auszeit vom Alltag inmitten der Natur, mit einem lebendigen Dorfleben.

Mirjam Hummel-Ortner arbeitet seit 20 Jahren bei WWP – das Unternehmen besteht jedoch schon einige Jahre länger. Vor etwa 30 Jahren gründeten Hanni Wenzel und Harti Weirather das Unternehmen Weirather-Wenzel und Partner, kurz WWP – eine heute international tätiger Player im Bereich Sportmarketing. Angefangen hat alles im Wohnhaus von Hanni und Harti in Planken. «Es war eines der wenigen in Planken ansässigen Unternehmen», weiss Mirjam Hummel-Ortner. Heute ist der Hauptsitz in Ruggell, wo auch ihr Arbeitsplatz ist.
Als Mirjam Hummel-Ortner vor fünf Jahren zusammen mit Philipp Radel als CEO-Doppelspitze die Leitung von WWP übernommen hat, führte sie und ihre Familie der Weg auch privat nach Liechtenstein. «Davor haben wir sehr ländlich gewohnt. Wir suchten eigentlich etwas urbaneres, aber haben irgendwie einfach nicht das richtige gefunden.» Mirjam Hummel-Ortner hatte da eine Idee. Sie entführte ihren Mann, einen Cellisten, der in der Nähe von Wien aufgewachsen ist und nach beruflichen Stationen in Portugal und Dänemark nun in der Schweiz tätig ist, für einen Ausflug nach Planken. Sie kannte die Gemeinde bereits durch Meetings im ehemaligen Büro im Wohnhaus der Weirathers. Ihr Weg führte die beiden den Hang hinauf, durch den Wald und genau dann, wenn man denkt, die Strasse läuft ins Nichts, ist da auf einmal Planken. Oben angekommen war die erste Reaktion ihres Mannes dann ausschlaggebend: «Es ist wunderschön hier oben» und so entschieden sie, sich in Planken niederzulassen. Der Wohnbereich im Haus der Weirathers stand gerade leer und sie zogen ein. Und heute schläft Mirjams Tochter Franziska im ehemaligen Kinderzimmer von Skistar Tina. 

Ein internationales Unternehmen aus Planken
Mirjam Hummel-Ortner ist gebürtige Tirolerin und ihrer Aufgabe bei WWP leidenschaftlich verbunden. Es ist eine spannende und abwechslungsreiche Tätigkeit, die ihr aber auch viel abverlangt. «Als ich vor 20 Jahren bei WWP begonnen habe, sah ich den Job als eine gute Chance, die ich ein paar Jahre nutzen wollte. Nun sind 20 Jahre vergangen und ich bin immer noch dabei – nicht ohne Grund.» Zu der Zeit, als Mirjam Hummel-Ortner bei WWP angefangen hat zu arbeiten, war das Unternehmen in einer entscheidenden Entwicklungsphase. Die ersten grossen Markenkunden mit internationalen Sponsporingengagements bei Top-Clubs wie Real Madrid wurden gewonnen, die Hahnenkamm-Rennen etablierten sich als Premium Plattform im Wintersport. In den darauffolgenden Jahren wurde die Firma ausgebaut, es entstanden neue Standorte in anderen Ländern. «Das Unternehmen bot alle Möglichkeiten, die ich mir wünschen konnte und tut es bis heute – eine internationale Tätigkeit im Sportumfeld mit Gestaltungsmöglichkeiten und tollen Menschen» Heute beschäftigt WWP etwa 120 Mitarbeiter in Liechtenstein, Österreich, Italien und Spanien, einem digitalen Tochterunternehmen in München und ist international vernetzt.

Die Strasse ins Glück
Die Fahrt nach Planken lässt Mirjam abschalten und den Stress in ihrem Arbeitsalltag vergessen. «Dabei komme ich zur Ruhe, es ist ein Kontrast zu dem beruflichen Leben von meinem Mann und mir. Planken ist als Gemeinde genau das richtige Umfeld für unsere Familie», weiss die Wahlplanknerin. Neben der Natur direkt vor der Haustüre und der traumhaften Lage, bietet Planken seinen Bewohnern viele Vorteile. «Wir haben ein aktives Dorfleben. Es finden immer wieder Veranstaltungen wie beispielsweise der Markttag statt und man trifft sich am Wochenende auf dem Spielplatz oder auf der Gafadura-Hütte.» Darüber hinaus schätzt die Familie besonders zwei Einrichtungen: «Die Kita ist wahnsinnig familiär und es ist bemerkenswert, wie liebevoll und ihren Bedürfnissen entsprechend die Kinder dort betreut werden.» Ausserdem ist die Kleinschule ein optimaler Einstieg in die Schulzeit und ermöglicht durch die Basisstufe einen altersübergreifenden Austausch. Eingelebt hat sich ihre Familie somit schnell. «Das liegt aber natürlich auch an unseren Kindern. Über sie fanden wir leichter Zugang zum Dorfleben – aber ich denke, ich bin den meisten immer noch vor allem als die Mama von Franziska und Lorenz ein Begriff», scherzt Mirjam. «Man sollte aber auch Interesse zeigen, wenn man irgendwo aufgenommen werden will», weiss Hummel-Ortner. Sooft es ihre Zeit zulässt, besucht die Familie Veranstaltungen in der Schule oder bei Vereinen.

Ein Ort für die Zukunft
Auf die Frage, was Planken noch schöner machen könnte, antwortet Mirjam: «Eigentlich nichts. Es ist beinahe perfekt. Die Menschen sind freundlich, die Kinder können draussen spielen, ohne dass man sich Sorgen machen muss. Ausserdem ist die Natur und somit unsere Naherholung direkt vor der Haustür. Und von Zeit zu Zeit steht auch mal ein Reh im eigenen Garten», freut sich Mirjam Hummel-Ortner. In einem Arbeitsalltag, wo man wie ihr Mann und sie viel unterwegs ist und sich kaum Routine einschleicht, ist ein Ruhepol wichtig. Manchmal wäre es zwar schon schön, wenn es einen Ort geben würde, wo man kurz einen Liter Milch oder ein Brot kaufen könnte, ergänzt sie. Oder einen beständigen und geselligen Treffpunkt für Jung und Alt. Einen Tag nach dem Gespräch mit dem «Vaterland» reist Mirjam Hummel-Ortner bereits weiter nach Barcelona. Aber sie freut sich schon jetzt darauf, mit ihrem Auto die Strasse nach Planken hinauf zu fahren, über die Wolken und den Alltag einfach hinter sich zu lassen. (lat)
 

14. Sep 2018 / 17:14
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