• Plankner Markttag
    Einiges an Kreativität kommt am Plankner Markttag zum Vorschein.  (Archiv)

Im Einsatz für ein intaktes Dorfleben

Anja Beck leitet in Planken die Kommission Dorfleben. Im Interview spricht sie über Dorf-Besonderheiten und weshalb sich in Planken die kürzeste Sprintstrecke der Region befindet.
Planken. 

Interview: Reto Mündle

Frau Beck, wozu braucht es heute überhaupt noch eine Kommission Dorfleben?
Anja Beck: Das hängt grundsätzlich von der Organisationsstruktur einer Gemeinde ab. Gemeindeveranstaltungen sind meiner Meinung nach wichtig für eine intakte Dorfgemeinschaft. Das hat sich in den vergangenen Jahren bewahrheitet und wird auch in Zukunft nicht anders sein. Planken ist aufgrund seiner geringen Gemeindegrösse etwas eingeschränkt. Es gibt weder ein Nachtleben noch eine Sportstätte. Die Kommission Dorfleben ermöglicht Treffen jeglicher Art und setzt Ideen für die Einwohner in die Tat um.

Welche Geschichte steckt hinter der Gründung der Kommission? 
Die Kommission Dorfleben wurde vor 14 Jahren ins Leben gerufen. Anlass für die Gründung war damals eine gemeindeinterne Umfrage, aus der hervorging, dass in der Bevölkerung klar ein Bedürfnis vorhanden ist nach einer Instanz, die Veranstaltungen organisiert und für ein funktionierendes Dorfleben Sorge trägt. Ich persönlich arbeite nun seit 10 Jahren in dieser Kommission mit. Daneben gibt es aber auch die Kulturkommission, die sich in erster Linie um kulturelle Veranstaltungen bemüht. Zusammen ergibt das eine tolle Angebotsvielfalt für die Einwohner. 

Was gehört zu Ihrem Aufgabenbereich? 
Wir organisieren zum Beispiel jährlich den Funken, weil wir in Planken keinen eigenen Funkenverein haben. Der Funken ist eine alte Liechtensteiner Tradition, die wir in diesem Sinne lebendig halten. Andererseits organisieren wir auch den beliebten Dämmerschoppen. Dabei ist die Harmoniemusik aus Schaan bei uns zu Gast und spielt auf dem Drei-Schwestern-Platz ein Konzert. Jährlich findet zudem auch in Zusammenarbeit mit dem Turnverein Planken das Sportfest statt. Verschiedene Spiel- und Sportstationen laden dazu ein, sich auszutoben. Das gilt übrigens für Jung und Alt. Eine Plankner Besonderheit ist die Suche nach dem schnellsten Plankner. Weil es in Planken nun mal keine längeren geraden Strecken gibt, haben wir uns kurzerhand auf einen 50-Meter-Sprint geeinigt. 

Wie organisiert sich die Kommission? 
Normalerweise sind wir während einer Mandatsperiode sechs bis acht Kommissionsmitglieder. Aktuell leite ich die überschaubare Gruppe, in der die meisten Mitglieder aber schon viele Jahre dabei sind. Übers Jahr verteilt finden regelmässige Sitzungen und Besprechungen im Drei-Schwestern-Haus oder bei mir zu Hause im privaten Umfeld statt. Zum Aufgabengebiet gehört genauso das Schreiben von Einladungen, das Organisieren von Veranstaltungen und das Herstellen von Kontakten. Insgesamt haben wir eine tolle Zusammenarbeit. Eine Besonderheit in Planken ist die Kleinheit. Die Wege sind kurz und mittlerweile läuft vieles auch schon von allein. 

Welches war rückblickend Ihr Highlight in den vergangenen Jahren? 
Das erste Dorffest, das ich mitorganisiert habe, bleibt mir in schöner Erinnerung. Das Zusammenspiel von Jugendkommission, Feuerwehr und Kommission Dorfleben funktioniert einfach. Zudem denken ich immer gern an den Markttag zurück, der für mich persönlich eine schöne Überraschung war: Mir war gar nicht klar, wie viel Kreativität und Schaffensdrang in der Bevölkerung vorhanden ist. Der Markttag ist eine Plattform für Plankner, die dort ihre selbst hergestellten Produkte präsentieren und zum Kauf anbieten können. Von Selbstgebasteltem bis zum Honigprodukt war alles dabei. Das war ein Highlight. 
Was steht in den kommenden Monaten auf dem Programm der Kommission Dorfleben? Am 6. Juni findet ab 19.30 Uhr der Dämmerschoppen mit der Harmoniemusik Schaan statt und am 15. Juni wird ab 14 Uhr das Sportfest ausgetragen. 

Was motiviert Sie, in der Kommission auch zukünftig mitzuwirken? 
Ich nehme wahr, dass die Projekte, die wir auf die Beine stellen, geschätzt werden. Trotz des Aufwands überwiegt das Positive deutlich. Ich komme ursprünglich aus Bludenz, mittlerweile ist mir Planken aber zur Heimat geworden. Die Kleinheit und die Dorfgemeinschaft gefallen mir sehr. 

03. Jun 2019 / 06:00
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