• An der Vernissage «Bildergeschichten aus Liechtenstein»: Kommissionsmitglied Barbara Geyer mit Luigi Olivadoti, Eliane Schädler und Adam Vogt (v. l.) am 8. März 2019. Freddy von Bültzingslöwen (r.), Präsident der Plankner Kulturkommission, stellt die drei Kunstschaffenden vor.  (Josef Biedermann)

Das Dreischwesternhaus als Kulturhaus

Seit 2005 betreibt die Kulturkommission Planken im Dreischwesternhaus einen Kulturkeller. In den letzten 13 Jahren haben dort bereits 11 Künstlerinnen und Künstler ausgestellt.
Planken. 

Circa fünf Anlässe organisiert die Plankner Kulturkommission pro Jahr. Dies können Konzerte sein, Exkursionen, Lesungen, Vorträge oder auch Ausstellungen. Musikveranstaltungen, besonders Jazzkonzerte, seien in der Regel gut besucht, verrät Freddy von Bültzings-löwen, Präsident der Kulturkommission. Wenn mehr als 70 Besucher erwartet werden, wird das Konzert vom Saal im Dreischwesternhaus in die Aula der Primarschule verlegt. 

Immer ausgebucht sei das «musikalische Kaleidoskop», bei dem alle Plankner Musikschüler eingeladen werden, ihr Können zum Besten zu geben. Auch die Konzerte des Jodelclubs Rhychörli wie auch der Auftritt der Unterländer Band «Eni Vier» seien sehr gut angekommen. Als eines seiner Highlights nennt Freddy von Bültzingslöwen das Projekt mit der Uni, für das Studenten Zukunftsmodelle für das Dorfbild erarbeitet haben. «Bei dieser Präsentation ist fast das ganze Dorf gekommen», so Bültzingslöwen. Auch auf die Anlässe zum Rechenmacherhaus ist das Kommissionsmitglied stolz. «Mit einer Dorfbegehung sowie Vorträgen hatten wir sicher einen Anteil daran, dass die Gemeinde das Rechenmacherhaus kaufte und restaurierte.» Ein weiteres, besonderes Highlight war für die Kulturkommission, dass die grosse Metaplastik «La puerta de la libertad» des baskischen Künstlers Eduardo Chilida durch Unterstützung des Landesmuseums von 2010 bis 2015 in Planken stehen durfte. «Dabei kam sie ungleich besser zur Geltung, als wie sie jetzt eingezwängt in Vaduz zu sehen ist.»

Konkurrenz als ungewisser Faktor
Im Vorfeld wisse man nie so genau, wie viele Leute zu den Veranstaltungen kommen. Erst letzten Freitag war die Musikgruppe «Die Hoameligen» in Planken zu Gast. Obwohl die Gruppe sehr populär ist, seien «nur» etwas über 40 Besucher gekommen. «Da die Veranstaltung an einem Brückentag war, haben wir  schon im Vorfeld viele Absagen bekommen», so Bültzingslöwen. Die Konkurrenz von Veranstaltungen im restlichen Land sei immer ein ungewisser Faktor. Einmal hätten sie auch eine Tanzband organisiert, bei der fast mehr Musiker auf der Bühne gestanden wären wie Gäste im Publikum. Was auch weniger gut laufe, seien Dichterlesungen. «Wenn etwas nicht funktioniert, lassen wir es auch weg», erklärt Bültzingslöwen. Schade fand er, als Barbara Geyer mit einem Künstlerkollegen eine sehenswerte Land-Art-Ausstellung im Efiplanka Tobel organisierte und kaum Leute gekommen wären. «Die, die mitgemacht haben, waren jedoch begeistert», sagt er. 

Kunst im Plankner Kulturkeller
Doch nun zum Keller im Dreischwesternhaus, der 2005 zum Kulturkeller umgebaut wurde. Seither finden dort jährlich eine bis zwei Ausstellungen statt, die jeweils vier Wochen dauern und während den Gemeindeöffnungszeiten zugänglich sind. Hauptsächlich werde dort Liechtensteiner Kunst und natürlich auch Kunst von Planknerinnen und Planknern gezeigt. In der Ausstellung «Kunst von Dir» lud Urs Woerz 2015 künstlerisch tätige Bewohner Plankens ein, gemeinsam ihre Werke zu präsentieren. Dort waren Arbeiten von Katharina Gantner, Renate Demmel, Christa Imelmann, Ursula Oehry-Walther, Ralph Kaiser, Barbara Geyer, Martin Walch, Frank Wilke, Vanessa, Ursula und Urs Woerz und Yvonne Odoni zu sehen. Neben Einzelausstellungen von Martin Walch und Barbara Geyer waren auch schon Fotos von Ramona Gantners Indienreise ausgestellt. «Wir haben manchmal auch Anfragen für Ausstellungen aus der Region», so Bültzingslöwen, zum Beispiel von Maria Jansa, eine Töpferin aus dem Bregenzerwald, die Urnen präsentierte. Als letztes waren im Frühjahr dieses Jahres die Werke von «drei Illustratoren», Adam Vogt, Eliane Schädler und Luigi Olivadoti, zu sehen. Wie schon in den Jahren zuvor ist auch diesen Sommer ein Open-Air-Kino am 16. August geplant.

Es käme selten vor, dass es in der Kulturkommission mehr Vorschläge wie mögliche Termine gebe. Eine Ausnahme sei das letzte Jahr gewesen. «Wenn dies der Fall ist, stimmen wir demokratisch ab», so Bültzingslöwen. Die Anlässe seien vorwiegend für die Plankner Bevölkerung gedacht, «wir freuen uns jedoch auch über Besucher aus dem Land». (mk)

06. Jun 2019 / 10:44
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