• Kaiser
    Aushängeschild der Kaiser AG: Die berühmten Bagger. Sie könnten schon bald im hauseigenen Museum ausgestellt werden.  (Elma Korac)

Seit 105 Jahren in Schaanwald

Die Kaiser AG ist seit Beginn ihrer Tätigkeit in Schaanwald angesiedelt. Unterdessen sind deren Produkte aber rund um den Globus im Einsatz. Markus Kaiser erklärt, was das für den heimischen Standort bedeutet.
Schaanwald. 

«Es ist ein schönes Gefühl, dass ein Gast als Erstes die Kaiser AG sieht, wenn er nach Liechtenstein reist», erklärt Markus Kaiser, Geschäftsführer und Haupteigentümer der Kaiser AG in Schaanwald. Die Firma mit den weltbekannten Mobil-Schreitbaggern steht seit 105 Jahren an der Grenze. «Und das wird auch so bleiben», erklärt Markus Kaiser. Bereits sein Vater und Grossvater haben hier die Firma geleitet. Angefangen als Webmaschinenhersteller, stieg man erst 1924 in die Fahrzeugbranche ein, damals als Auto- und Maschinen-Reperaturwerkstätte. Heute hat sich das Portfolio geändert: Die Hauptprodukte des Unternehmens sind Fahrzeuge für die Kanalreinigung und industrielle Entsorgung, Pumpen und Komponenten sowie Mobil-Schreitbagger. Die Fahrzeuge sind auf fünf Kontinenten, in 116 Ländern und weit über 1000 Städten im Einsatz.

Idee eines Firmenmuseums in Schaanwald
Derzeit ist man im Endspurt für den Neubau am Hauptsitz. Dieser wird das Erscheinungsbild verändern und soll Anfang November fertig sein.«Es entstehen neue Bereiche für die Fahrzeugübergabe, Kundenschulungen und den Empfang. Ebenso wird die Fassade neu gestaltet.» Nächstes Jahr wird weitergebaut. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite entstehen ein Parkhaus und ein Ausbildungszentrum. Ausserdem ist ein Museum angedacht. Hier sollen die Geschichte und die Produkte des Schaanwälder Unternehmens präsentiert werden. Noch ist allerdings nichts spruchreif.

Für Kaiser bleibt Schaanwald ein attraktiver Standort. Darauf angesprochen, dass viele Unternehmen einen Standort in der Nähe der Autobahn vorziehen, lächelt er nur. «Liechtenstein ist so klein, da ist es egal, wo die Firma steht.» Als international tätiges Unternehmen liefert Kaiser seine Fahrzeuge in die ganze Welt. «Da kommt es auf den einen Kilometer mehr oder weniger auch nicht mehr an.»

Klares Bekenntnis zum Standort
Der Standort ist auch durch das starke internationale Wachstum nicht in Gefahr. «Wie die Übernahmen aus den letzten Jahren gezeigt haben, haben die Akquisitionen den Standort Liechtenstein immer gestärkt.» Unterdessen hat Kaiser in sechs verschiedenen Ländern einen Standort. Neben Liechtenstein baut Kaiser Fahrzeuge in Italien, Finnland, der Slowakei, Österreich und den USA. Das biete auch für den Standort Liechtenstein einige Vorteile. «So können Ingenieure von uns auch mal temporär in den USA arbeiten oder umgekehrt.»

Keine Angst vor der Digitalisierung
Das Geschäft läuft, wie Kaiser bestätigt. «Wir erwarten dieses Jahr ein Umsatz-Wachstum von ca. 30 Prozent.» Gerade in Amerika laufe das Geschäft besser als erwartet. In diesem Markt ist die Kaiser AG erst vergangenes Jahr mit einem eigenen Produktionsstandort eingestiegen, als man die Firma Premier übernommen hatte. Diese stellt Saugbagger, sogenannte Hydrovac-Fahrzeuge, her. Die Übernahme war die jüngste Akquisition im Zuge der Internationalisierungsstrategie der Kaiser AG.

Unterdessen arbeiten über 500 Mitarbeiter für die Kaiser AG, rund 150 davon in Liechtenstein. Über Fachkräftemangel kann Kaiser nicht klagen. Natürlich könne es Engpässe geben, doch insgesamt ist Kaiser sehr zufrieden. «Wir haben den Vorteil, dass wir für Arbeitnehmer ein attraktives Produktportfolio bieten. Gleichzeitig sei die Region aber auch sehr gut aufgestellt, man finde gut ausgebildetes Personal mit einer gesunden Arbeitseinstellung. Das sei wichtig, man sehe sich noch immer als ein mittelständisches Unternehmen. «Gesunder Menschenverstand und vernünftiger Pragmatismus sind für mich Kernelemente in der täglichen Zusammenarbeit», so Kaiser. (ags)

 
23. Okt 2018 / 10:31
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